Mehr als zwei Drittel der deutschen Online-Nutzer achten beim Videostreamen nicht auf den Energieverbrauch

04.02.2020

  • Aktuelle, repräsentative E.ON-Umfrage zur Internetnutzung und Stromverbrauch vorgestellt
  • Viele sind bereit, ihren Online-Konsum für den Klimaschutz zukünftig zu überdenken
  • Tipps zum klimafreundlichen Streamen

Der hohe Stromverbrauch in Rechenzentren durch Video-Streaming ist für mehr als zwei Drittel der Deutschen kein großes Thema. 71 Prozent der Online-Nutzer haben hierfür kein Bewusstsein oder ignorieren den hohen Stromverbrauch schlicht. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar in Auftrag von E.ON.

Videos machen heute 80 Prozent des globalen Datenverkehrs aus. Allein die Deutschen haben im vergangenen Jahr knapp fünf Milliarden Stunden Filme und Serien aus dem Internet gestreamt.

Die Befragten sind in der Bereitschaft gespalten, die eigene Internetnutzung für mehr Klimaschutz zu überdenken. Aus der Gruppe ohne Wissen über den Zusammenhang von hohem Energieverbrauch und Streamen sind 57 Prozent bereit, ihr Verhalten in Zukunft zu verändern. 42 Prozent gaben indes an, nicht aus Klimaschutzgründen den Konsum von Netflix, Sky oder Amazon Prime Video einschränken zu wollen. Aus der Gruppe der Personen, die den Zusammenhang zwischen Streamen und Stromverbrauch kennen, sieht knapp die Hälfte momentan keinen Grund, ihr Verhalten zu verändern, während die andere Hälfte bereits heute darauf achtet, möglichst wenig Inhalte zu streamen.

Eine Mehrheit der Deutschen sieht die eigene Internetnutzung am Limit. 54 Prozent aller Befragten gaben an, das Internet in Zukunft nicht häufiger als heute zu nutzen. 29 Prozent gehen davon aus, dass ihr Internetkonsum zunehmen wird. Nur 15 Prozent vermuten, weniger als gegenwärtig online zu sein.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass die Mehrheit der Deutschen den Strombedarf von Rechenzentren zu gering einschätzen. Dass Rechenzentren zu den großen Stromverbrauchern zählen, ist noch weithin bekannt. In einer Schätzfrage, ob die Rechenzentren in Deutschland so viel Strom verbrauchen wie eine Stadt mit 25.000, 100.000 oder 4 Millionen Einwohnern, tippten aber lediglich 41 Prozent auf den höchsten und damit korrekten Wert. 9 Prozent setzten den Verbrauch mit einer 25.000-Einwohner-Stadt gleich, 33 Prozent vermuteten, dass die Rechenzentren so viel Strom wie 100.000 Einwohner benötigen. „Es ist dringend notwendig, die CO2-Emissionen der Internetnutzung zu ermitteln, um vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Wir glauben, dass es ein großes Potenzial gibt, Rechenzentren energieeffizient und CO2-neutral zu entwickeln. Bei E.ON Business Solutions bieten wir Unternehmen alle Energiedienstleistungen an, um CO2-frei zu werden“, so Anthony Ainsworth, CEO von E.ON Business Solutions.

Aber auch jeder einzelne kann laut E.ON etwas dafür tun, seine CO2-Emissionen beim Streaming zu reduzieren. Zum Beispiel muss es nicht immer 4- oder 8K-Qualität sein. Für die meisten Videos reicht auch eine geringere Auflösung, die deutlich weniger Stromverberbrauch in Rechenzentren verursacht. Familien- und klimafreundlich zugleich ist es, wenn die Familie einen Film oder eine Serie gemeinsam anschaut – und nicht einzeln nacheinander. Und wer nur Musik hören möchte, sollte das nicht über YouTube tun. Die Website spielt immer auch ein Video ab – das treibt den Datentransfer unnötig in die Höhe. Es gibt zudem die Möglichkeit, den eigenen CO2-Ausstoß zu kompensieren. Verschiedene Anbieter berechnen den individuellen CO2-Verbrauch und investieren den Gegenwert in internationale Klimaprojekte.

Beim Streamen fällt nicht nur in den Rechenzentren Energieverbrauch an. Auch das Abrufen der Inhalte auf dem heimischen Fernseher, Laptop, Tablet oder Smartphone benötigt Strom. Es gilt: Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Wer energiesparsam Filme und Serien schauen möchte, sollte daher aufs Smartphone oder Tablet setzen. Denn ein Kunde, der täglich ein bis zwei Stunden im Internet surft und Filme streamt, benötigt mit einem Smartphone beispielsweise nur rund vier Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr, also rund 1,20 Euro an Energiekosten. Wer genauso lange über ein aktuelles, größeres TV-Gerät streamt, kommt auf rund 50 kWh beziehungsweise knapp 15 Euro pro Jahr.

E.ON klärt in einer aktuellen Social-Media-Kampagne über den Zusammenhang von Internet und Energieverbrauch auf. Unter dem Motto „Kein Internet ist auch keine Lösung“ geht es nicht darum, die Lebensqualität einzuschränken, sondern das grüne Internet zu ermöglichen. Hierfür versorgt E.ON Rechenzentren mit grüner Energie aus Wind, PV oder Brennstoffzellen. Die Abwärme von Rechenzentren nutzt E.ON heute schon, um damit Wohngebiete zu heizen. Weitere Informationen unter www.eon.com/green-internet.

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