E.ON-Umfrage zeigt breites Vertrauen der Deutschen in Wasserstoff

02.12.2020

  • Die heute beschlossene EEG-Umlagebefreiung symbolisiert einen wichtigen Schritt hin zu einer rentablen Wasserstoffwirtschaft.
  • Mehrheit der Deutschen wäre bereit mit Wasserstoff zu heizen, wenn dabei kein CO2 entsteht.

Die Deutschen haben mehrheitlich großes Vertrauen in Wasserstoff-Technologie. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von E.ON können sich 67 Prozent der Deutschen bereits heute vorstellen, mit Wasserstoff zu heizen, wenn dabei kein CO2 entsteht. Dreiviertel aller Befragten ist bekannt, dass mit Hilfe von Wasserstoff insbesondere erneuerbare Energie gespeichert werden kann.

Die heute beschlossene EEG-Umlagebefreiung bestätigt den bisher eingeschlagenen Weg, das Gasnetz für den Betrieb mit Wasserstoff umzurüsten. Konkret treibt E.ON den Umbau der eigenen Gasnetze voran, um die Kunden in Zukunft CO2-frei mit Wärme zu versorgen. Schon heute betreibt E.ON in Pilotprojekten ein Gasnetz mit einem Wasserstoffanteil in Höhe von 20 Prozent. Im Rahmen des Projektes „H2HoWi“ in Holzwickede wird sogar eine öffentliche Leitung zu 100 Prozent auf den Transport von Wasserstoff umgestellt. Mit diesem Vorhaben will E.ON sich als Innovationsführer in der Wasserstoffwirtschaft positionieren. Bis zum Jahr 2030 soll das Gasverteilnetz von E.ON „H2-ready“ sein.

Aufbau einer nationalen Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff und „Grüne Gase“ im Allgemeinen sind wichtige Bestandteile für das Gelingen der Energiewende. Die in der heutigen Kabinettssitzung beschlossene EEG-Umlagebefreiung von Strom für grünen Wasserstoff ist somit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. E.ON Netzvorstand Thomas König: „Wir begrüßen, dass die Produktion von Strom für grünen Wasserstoff von der EEG-Umlage befreit werden soll. Hiermit wird die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffprojekten verbessert und eine Grundlage für den Aufbau einer nationalen Wasserstoffwirtschaft gelegt. Damit diese Regelung in der Praxis Anwendung finden kann, müssen die Rahmenbedingungen für grünen Wasserstoff zügig festgelegt werden.“

Damit Wasserstoff und grüne Gase zukünftig am Markt bestehen können, müssen die politischen Rahmenbedingungen aber weiter angepasst werden. Um die Nachfrage anzuregen und eine zuverlässige Emissionsminderung von Gasanwendungen zu erreichen, ist eine Grüngasquote sinnvoll. Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass die deutsche Bevölkerung der Verwendung von Wasserstoff als Heizmittel offen gegenübersteht. Der Wärmesektor muss selbstverständlicher Teil der nationalen Wasserstoffstrategie sein, vor allem, da er hohes Potential zur Reduzierung von Emissionen und damit für die gerade beginnende, zweite Phase der Energiewende bietet.

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