E.ON fordert neuen gesellschaftlichen Konsens für die Energiewende

17.01.2020

„Wir brauchen einen neuen gesellschaftlichen Grundkonsens für die Energiewende. Der Sprung in die Energiewelt der Zukunft ist eine Generationenaufgabe. Wirtschaft, Politik, Regulierung – alle sind gefordert, gemeinsam ihren Beitrag dazu zu leisten, dass Deutschland bis 2050 klimaneutral wird. Damit dies gelingt, brauchen wir Planungssicherheit und starke Partnerschaften auf allen gesellschaftlichen Ebenen und über alle unternehmerischen Grenzen hinweg.“ Mit diesen klaren Worten forderte Thomas König, im E.ON-Vorstand für die europäischen Energienetze zuständig, Anreize und Weichenstellungen für mehr Innovationen bei den Energienetzen. König diskutierte vor mehr als 120 Vertretern aus Politik und Regierung mit hochrangigen Experten die Herausforderungen für Energieunternehmen, Politik und Regulierung, die sich aus Digitalisierung, Klimaschutz und sektorenübergreifender Energiewende ergeben.

König stellte fest, dass eine leistungsfähige Infrastruktur unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende sei. Digitale Lösungen seien insbesondere für eine effiziente Sektorkopplung und eine intelligente Steuerung der Netze von enormer Bedeutung. König: „Die Basis dafür ist eine flächendeckend ausgebaute und leistungsstarke Infrastruktur. Ohne die geht es einfach nicht – und wenn wir diese wichtige Infrastruktur in Deutschland vernachlässigen, laufen alle digitalen Ansätze ins Leere.“

Bei der Umsetzung der Energiewende müsse Deutschland deutlich schneller und ambitionierter werden, vor allem mit Blick auf Planungs- und Genehmigungsverfahren, so König. Diese sollten vereinfacht und beschleunigt werden. Bei den vielfältigen Widerspruchs- und Klagemöglichkeiten gegen Investitionen habe Deutschland „Mitte und Maß” verloren, Gemeinwohl müsse wieder Vorrang vor Partikularinteressen haben.

Um das Potenzial Erneuerbarer Energie besser auszuschöpfen, müssten zudem Netz- und Erneuerbaren-Ausbau besser synchronisiert werden und grüner Strom günstiger gemacht werden. Die sei eine der Voraussetzungen, die Energiewende auch auf Wärme und Verkehr auszuweiten. König forderte, das undurchsichtige Dickicht aus Steuern, Abgaben und Umlagen zu reformieren und durch einen marktwirtschaftliche Ordnungsrahmen zu ersetzen: Eine Bepreisung von CO2 und eine grundsätzliche Technologieoffenheit seien den kaum noch zu überblickenden Einzelregelungen überlegen. König regte zudem an, den aktuell widersprüchlichen Rechtsrahmen zu korrigieren: „Der energierechtliche Rahmen orientiert sich heute immer noch an der alten Energiewelt, mit sehr unübersichtlichen Strukturen und vielen, sich teilweise widersprechenden Gesetzen für dieselben Regelungsbereiche.“

Das Verteilnetz ist das zentrale Nervensystem des Energiesektors. Mehr als 90 Prozent der Anlagen, die Strom aus Wind, Sonne und Biogas erzeugen, speisen Strom direkt ins Verteilnetz ein. E.ON hat schon jetzt für den Anschluss von 800.000 dezentralen erneuerbaren Anlagen an das Netz gesorgt, das sind mehr als 50 Prozent der Gesamtkapazität an Erneuerbaren Energien in Deutschland von 64 Gigawatt. Durch die fortschreitende Dezentralisierung, Digitalisierung, Urbanisierung und Elektromobilität entsteht enormer Handlungsdruck und damit verbundener Investitionsbedarf. E.ON wird seinen Anteil daran mit jährlich bis zu 2 Milliarden Euro Investitionen in leistungsfähige, zunehmend digitale Energienetze leisten.

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