Handelsblatt zeichnet E.ON-Innovation ectogrid als Top 3 Technologie aus

27.01.2019

  • Wärme und Kälte – klimaschonend und für alle bezahlbar
  • Schlüssel für urbane Energiewende

Bei der Vergabe der Handelsblatt Energy Awards zeichnete die Jury das Kälte- und Wärmenetz ectogrid für die Versorgung von Städten und Stadtteilen als eine der führenden neuen Energie-Technologien aus. E.ON bestätigt damit ihre Position als Innovationsführerin der Energiewirtschaft. In der Kategorie Smart Infrastructure kam ectogrid unter die Top 3.

Bei dieser E.ON-Innovation handelt es sich um das erste Energiesystem, das die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden intelligent verknüpft. Das Versorgungsnetz funktioniert dabei wie eine thermische Batterie, in die Bewohner und Gewerbetreibende Wärme und Kälte einspeisen oder entnehmen. ectogrid ermöglicht in der Stadt eine klimaschonende Wärme- und Kälteversorgung zu bezahlbaren Preisen.

Zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzt ectogrid vorrangig Umwelt- und Umgebungsenergie sowie Abwärme und -kälte. Solarthermie, Grubenwasser, Erdwärme, Abwasser sowie die Abwärme aus einer Backstube oder einem Rechenzentrum können als Wärme- oder Kältequellen angezapft werden. In Gebäuden und Wohnungen installierte Wärmepumpen werden bei Bedarf hinzugeschaltet.

Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt aus einem gemeinsamen Netz, das durch niedrige Temperaturen geringe bis praktisch keine Verteilungsverluste aufweist. Ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit ist, dass die Betriebstemperatur des Netzes im Bereich von 6 bis 30 Grad Celsius variiert – und zwar entsprechend dem Einspeise- oder Abnahmeverhalten der Prosumer. Vor allem die Kälteversorgung wandelt sich dadurch von einem Luxusgut zu einer bezahlbaren Massenware.

Neben den Aspekten Innovation und Wirtschaftlichkeit verfolgt ectogrid auch einen höchst kooperativen Ansatz. Die Stadtgesellschaft wird schon bei der Projektumsetzung einbezogen und nutzt anschließend ein gemeinsames Energiesystem, das alle miteinander verbindet. Jeder Prosumer hat die Möglichkeit, eigene Energie beizusteuern.

Mit ectogrid erzielen wir im Bereich der Wärme- und Kälteversorgung von Städten deutliche Fortschritte. Die konsequente Nutzung von Abwärme und -kälte im Quartier und die radikale Vermeidung von Verlusten macht dies möglich. Durch dieses Energierecycling bleiben die Kosten für unsere Kunden auch in Zukunft bezahlbar. Wir sind entschlossen, diese klimafreundliche Technologie international breit zu vermarkten und damit europaweit einen Beitrag zu CO2-Reduktionen in unseren Städten zu leisten“, sagt Stefan Håkansson, verantwortlich für den Bereich City Energy Solutions bei E.ON.

Eine entscheidende Rolle spielt die digitale Intelligenz. ectogrid wird durch die cloudbasierte Software ectocloud gesteuert. Auf Basis von selbstlernenden Algorithmen und abhängig von Markt-, Umwelt- und Bedarfsdaten optimiert sich das System stetig weiter. Für die ectogrid-Technologie hat E.ON 32 Patente angemeldet. Sie wurde in Schweden entwickelt und wird dort an verschiedenen Orten eingesetzt, im Life-Science-Park Medicon Village in Lund sogar großflächig. Dort wird ectogrid die Eigenerzeugung um knapp 80 Prozent reduzieren.

E.ON führt ectogrid derzeit in den deutschen und britischen Wärmemarkt ein und arbeitet dabei eng mit der RWTH Aachen zusammen. Eine gemeinsame Machbarkeitsstudie wird derzeit vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.