E.ON übernimmt technische Leitung bei EU-Projekt IELECTRIX

16.07.2019

  • Mobile Speicher reduzieren Netzüberlastungen und erhöhen Flexibilität im Verteilnetz
  • Projektvolumen von 10,7 Millionen Euro
  • Teil des größten Forschungs- und Innovationsprogramms der EU: Horizon 2020

E.ON ist Teil des von der Europäischen Union mit 7,9 Millionen Euro geförderten Projekts IELECTRIX (Indian and European Local Energy CommuniTies for Renewable Integration and the Energy Transition): 14 Projektpartner aus neun EU-Staaten sowie das Energieversorgungsunternehmen TATA Power aus Indien werden gemeinsam mobile Speicher als schnelle und kostengünstige Lösungen für lokale Herausforderungen im Verteilnetz entwickeln.

Die sich wandelnde Energiewelt führt dazu, dass Strom von zahlreichen dezentralen Erzeugungsanlagen ins Netz eingespeist und die Stromerzeugung zunehmend volatiler wird. Um die Netze fit für die Energiewende zu machen, investiert E.ON bereits heute europaweit rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr – Tendenz steigend. Aber: Netzausbau kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. In Netzen mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren Energien kann die Planung des notwendigen Netzausbaus bis zur Umsetzung Jahre dauern.

Daher entwickelt E.ON im Rahmen von IELECTRIX gemeinsam mit dem Konsortialführer ENEDIS und weiteren Partnern mobile, zielgerichtete und flexibel einsetzbare Speicher. Durch den Einsatz von Speichern kann überschüssiger grüner Strom gespeichert und bei Bedarf wieder zur Verfügung gestellt werden. Die mobilen Speicher sind somit in der Lage, kurzfristig Netzengpässe im Verteilnetz zu vermeiden und die Abschaltung von dezentralen Erzeugungsanlagen zu reduzieren. Die Zeit bis zum notwendigen Verteilnetzausbau kann durch den Einsatz mobiler Speicher überbrückt und die Flexibilität im Netz erhöht werden. Nach einem erfolgreichen Netzausbau wird der Speicher an den nächsten Standort versetzt. Mobile Speicher sollen europaweit vor allem dort temporär eingesetzt werden, wo die eingespeiste Menge an Grünstrom in kurzer Zeit deutlich steigt – häufig in ländlichen Regionen.

Thomas König, im E.ON-Vorstand für das Netzgeschäft verantwortlich, sagt: „IELECTRIX soll die Energiewende weit über Deutschland hinaus – nämlich in ganz Europa – voranbringen und dazu beitragen, dass sie bezahlbar ist. Das gelingt uns, wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Ausbau der Netze zueinander passen. Durch den Einsatz mobiler Speicher können wir Engpässe vermeiden und die Zeit bis zum notwendigen Netzausbau überbrücken. Das ermöglicht es uns, die Abregelung von Erzeugungsanlagen grüner Energie zu vermeiden und damit die Kosten für unsere Kunden zu senken.“

Neben der Entwicklung der technischen Lösungen steht auch ein Konzept auf der Agenda, das den Kunden ermöglichen soll, sowohl selbst einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, als auch davon zu profitieren. Wer beispielsweise innerhalb einer Citizen Energy Community selbst Strom produziert und diesen mit den Nachbarn teilt, soll auch einen Vorteil davon haben. Bislang fehlt ein europäisches Geschäftsmodell für solche regionalen Energiesysteme. Mithilfe von neu zu schaffenden EU-Regularien soll ein gesamteuropäischer Markt für mobile Speicher entstehen, um Erzeugung und Verbrauch im Netz lokal auszugleichen.

Am Projekt beteiligen sich auch E.ON Ungarn und E.DIS Netz. IELECTRIX ist Teil des größten Forschungs- und Innovationsprogramms der EU, Horizon 2020. Das Projekt ist am 1. Mai 2019 gestartet und hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren.

Dieses Projekt wurde im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 824392 aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union Horizon 2020 finanziert.

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