German Renewables Award für Offshore-Windprojekt Arkona

1.12.2017

  • Neu entwickeltes Korrosionsschutz-Verfahren ist Innovation des Jahres
  • Umweltschutz und Kostensenkung für Erneuerbare Energie vorangebracht
Bild: Preisübergabe in Hamburg: E.ON-Projektdirektor Holger Mattiesen mit Moderatorin Andreas Thilo.
Bild: Preisübergabe in Hamburg: E.ON-Projektdirektor Holger Mattiesen mit Moderatorin Andreas Thilo.

Das Offshore-Windprojekt Arkona in der deutschen Ostsee hat in Hamburg den German Renewables Award erhalten. Das gemeinsame Projekt von E.ON und Statoil bekam die Auszeichnung in der Kategorie Innovation des Jahres für ein neu entwickeltes Verfahren, das die stählernen Fundamente der Windturbinen im Meer vor Korrosion schützt. „Das von E.ON entwickelte Verfahren vermindert die Umweltauswirkungen und senkt gleichzeitig die Kosten für den Bau von Offshore-Windparks“, begründete die unabhängige Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Vergeben wird der German Renewables Award von der Clusteragentur Erneuerbare Energien mit Sitz in Hamburg.

Während der 25-jährigen Betriebszeit eines Offshore-Windparks wird der metallauflösende Korrosionsprozess durch das neue Verfahren signifikant vermindert und die Emission in das Meer um mehrere hundert Tonnen reduziert. Erreicht wird dieser Fortschritt durch das Thermal-Spray-Aluminiumverfahren (TSA), wobei die bis zu 81 Meter langen und 1200 Tonnen schweren Monopfähle zuerst mit Aluminium beschichtet und dann mit einer Kunstharzschicht zusätzlich geschützt werden. Arkona ist das erste Projekt, das sämtliche Monopfähle eines Offshore-Windparks mit der umweltschonenden Korrosionsschutztechnologie installiert hat. Dabei wurden neue Standards für den Bau und Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen gesetzt.

E.ON-Projektdirektor Holger Matthiesen nahm den Preis entgegen. „Wir haben das Risiko auf uns genommen, die Innovation in unseren laufenden Projektprozess zu integrieren. Wir freuen uns, diese gemeinschaftlich entwickelte Innovation weltweit erstmals im Arkona Offshore Windpark erfolgreich umgesetzt zu haben. Damit werden die Kosten für den Bereich Offshore Wind weiter gesenkt und die Umweltauswirkungen weiter minimiert“, sagte Holger Matthiesen bei der Preisübergabe.

E.ON hat das Thermal-Spray-Aluminiumverfahren mit dem Ingenieurunternehmen Rambøll entwickelt. Die Unternehmen EEW SPC und Krebs haben das Verfahren daraufhin industriell an ihren Standorten in Rostock umgesetzt. Dazu wurden auch bestehende Beschichtungshallen erweitert und die weltweit erste vollautomatisierte Beschichtungsstraße entwickelt.

Bei der Beschichtung spritzt ein Roboter mit zwei Lichtbogenbrennern geschmolzenes Aluminium auf das Fundament. Das Verfahren läuft unter höchsten Arbeitssicherheits- und Umweltschutzstandards weitgehend staubfrei ab. Anschließend wird die Oberfläche mit Kunstharz versiegelt. Das Thermal-Spray-Aluminiumverfahren wurde bisher überwiegend als Korrosionsschutz für kleinere Stahlbauteile unter Wasser eingesetzt oder für größere Bauteile über Wasser, etwa bei Offshore-Umspannwerken. Für die Fundamente der Arkona-Turbinen wird das Verfahren erstmals im industriellen Maßstab angewendet. Durch die Automatisierung kann die alternative Beschichtung zu deutlichen Kosteneinsparungen gegenüber dem herkömmlichen Korrosionsschutz führen.

Das Projekt Arkona liegt 35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 Megawatt (MW) verfügen und kann rechnerisch ab 2019 bis zu 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom spart Arkona jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen CO2 ein. Installiert werden 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse des Herstellers Siemens. Gegründet werden die Anlagen auf Monopfahl-Fundamenten in Wassertiefen von 23 bis 37 Metern. Arkona ist ein Joint Venture von E.ON mit dem norwegischen Energiekonzern Statoil.

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