E.ON startet vier Pilotprojekte für Smart Meter-Rollout

10.03.17

Umfangreiche Tests auf Fehmarn und Rügen sowie in Sachsen-Anhalt und Niederbayern

In vier ausgewählten Regionen in Deutschland hat E.ON Pilotprojekte für den Rollout von Smart Metern gestartet. Auf Fehmarn und Rügen im Norden Deutschlands, in Sachsen-Anhalt sowie in Niederbayern werden insgesamt mehrere hundert Kunden in den E.ON-Netzgebieten von Avacon, Bayernwerk, E.DIS und Hansewerk an den Projekten teilnehmen.

Hintergrund der Pilotprojekte ist die gesetzliche Einbauverpflichtung von intelligenten Messsystemen bei Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden. Auch Betreiber von Anlagen, die nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden und eine installierte Leistung von über sieben Kilowatt haben, sind voraussichtlich ab Herbst 2017 zum Einbau verpflichtet.

Insgesamt sollen nach Abschluss des Rollouts im Jahr 2027 bei rund 20 Prozent aller Strom-Kunden in Deutschland intelligente Messsysteme eingebaut sein, die umgangssprachlich als Smart Meter bezeichnet werden. Bei E.ON betrifft das über eine Million Kunden. Der weitaus größere Teil, circa 80 Prozent, wird zukünftig mit einer sogenannten modernen Messeinrichtung ausgestattet. Das ist ein elektronischer Zähler, der jedoch nicht über ein Kommunikationsmodul verfügt.

„Die jetzt im Rahmen der E.ON-Pilot-, sowie der Stadtwerke-Referenzprojekte gesammelten Erfahrungen werden uns helfen, die technische Leistungsfähigkeit der Geräte zu optimieren und somit die Technik noch besser an Kundenwünschen auszurichten“, erläutert Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer der E.ON Metering. „Die Einführung von intelligenten Messsystemen ist ein weiterer Schritt hin zu intelligenten Netzen, die eine wesentliche Bedeutung für eine mehr und mehr dezentrale Energiewelt sowie für neue kundenfreundliche Mehrwertdienste haben.“

E.ON Metering bietet für Stadtwerke Unterstützung beim Rollout an, von der Smart-Meter-Gateway-Administration bis hin zum gesamten Messstellenbetrieb als Dienstleistung. Und der E.ON-Vertrieb entwickelt bereits heute Produkte und Kundenlösungen für die neue, dezentrale und smarte Energiewelt.

Die intelligenten Messsysteme übertragen viertelstündlich den Energieverbrauch des Kunden. Ein Onlineportal informiert die Kunden über grafisch aufbereitete Informationen zu ihrem Verbrauch. So können sie Verbrauchsspitzen erkennen und durch verändertes Verhalten Einsparpotenziale heben. Darüber hinaus entfallen Ablesung und Meldung des Zählerstands. Denn die Smart Meter übermitteln die Werte entweder über das Mobilfunknetz oder über Powerline („Internet aus der Steckdose“). Für den Feldtest haben die E.ON-Netzbetreiber in Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken die dafür notwendige Powerline-Infrastruktur aufgebaut.

Die von E.ON zur Verfügung gestellten intelligenten Messsysteme entsprechen den hohen Schutzprofilen und technischen Richtlinien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zum Schutz vor Hacker-Angriffen können Verbindungen zwischen Empfänger und Kommunikationsmodul beispielsweise nur von innen nach außen und nicht umgekehrt aufgebaut werden. Außerdem verfügen die intelligenten Messsysteme über integrierte Firewalls.

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