Preisanpassungen bei langfristigen Gaslieferverträgen mit Gazprom vereinbart

29.03.16

Einmaleffekt verbessert E.ONs Ausblick für das Geschäftsjahr 2016

Die zu einhundert Prozent zu E.ON gehörende Uniper und Gazprom haben sich in Verhandlungen über langfristige Gaslieferverträge zügiger als erwartet auf eine Anpassung der Preiskonditionen geeinigt. Ein laufendes Schiedsverfahren zwischen den Unternehmen kann dadurch beigelegt werden. Alexander Medvedev, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der OAO Gazprom, Elena Burmistrova, General Director, Gazprom export LLC und Klaus Schäfer, der Vorstandsvorsitzende der Uniper AG, unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.

Durch die Einigung können Rückstellungen aus den Vorjahren zum Teil ergebniswirksam aufgelöst werden und es entsteht ein positiver Einmal-Effekt im 1. Quartal 2016 beim EBITDA von rund € 380 Mio. Gleichzeitig kommt es durch die Inanspruchnahme der verbleibenden Rückstellungen, die über mehrere Jahre gebildet wurden, zu einem Cash Abfluss von circa € 800 Mio., voraussichtlich im 2. Quartal.

Für E.ON wirkt sich die Einigung wie folgt aus: Durch den positiven Einmal-Effekt erhöht sich die Prognose von E.ON für das Geschäftsjahr1) im EBITDA von € 6,0–6,5 Mrd. auf 6,4–6,9 Mrd. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss sieht E.ON statt € 1,2–1,6 Mrd. nunmehr eine Spanne von € 1,5–1,9 Mrd.

Klaus Schäfer, CEO der Uniper AG: „Gazprom und Uniper haben erneut bewiesen, dass man bei langfristigen Gaslieferverträgen flexible Lösungen finden kann. Unsere Partnerschaft hat sich damit auch in einem schwierigen, durch stark gefallene Energiepreise gekennzeichneten Marktumfeld bewährt. Langfristige Gaslieferverträge bleiben weiterhin eine wichtige Säule einer stabilen Versorgung Europas mit Wärme und Strom.“

Mit der Einigung werden die Konditionen auf Grundlage unserer aktuellen Marktverhältnisse angepasst. Uniper verringert damit gleichzeitig deutlich seine Risikoposition in Bezug auf die langfristigen Gaslieferverträge für die kommenden Jahre.

1) Wie schon mit der Vorstellung des Ausblicks am 9. März 2016 kommuniziert, wird es unter Berücksichtigung der Beschlussfassung der Hauptversammlung der E.ON SE am 8. Juni 2016 über die Abspaltung eines Mehrheitsanteils an Uniper und dem erwarteten Wirksamwerden der Abspaltung noch im Jahr 2016 aufgrund der hieraus resultierenden bilanziellen Effekte im Laufe des Jahres zu einer Anpassung dieser Prognosen kommen. E.ON erwartet, dass die Prognose dann deutlich niedriger liegen wird. Näheres wird E.ON im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Unterlagen für die Hauptversammlung 2016 kommunizieren. Die Angaben lassen aufgrund der bilanziellen Effekte keinen Rückschluss auf das erwartete EBITDA und den nachhaltigen Konzernüberschuss der Uniper für das Jahr 2016 zu.
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