E.ON setzt auf stabile Geschäftsfelder

26.04.16

  • 2016 ist Startpunkt für grundlegende Transformation
  • Attraktive Geschäftsfelder mit geringem Risiko
  • Ziel ist es, E.ON zu einem führenden Unternehmen in der dezentralen, erneuerbaren und digitalen Energiewelt zu machen
  • Ausblick für 2016 erstmals in neuer Struktur: EBIT zwischen 2,7 und 3,1 Milliarden Euro, nachhaltiger Konzernüberschuss von 0,6 bis 1,0 Milliarden Euro erwartet
  • Stärkung der Finanzkraft im Zentrum: Kosteneffizienz, Investitionsdisziplin und klare Cashflow-Orientierung
  • Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses angestrebt

„E.ON steht am Beginn einer grundlegenden Transformation. Gut 15 Jahre nach dem Umbau vom Mischkonzern zu einem reinen Energieunternehmen nehmen wir jetzt eine noch stärkere, folgerichtige Fokussierung vor. Unser Ziel ist es, E.ON zu einem führenden Unternehmen in der dezentralen, erneuerbaren und digitalen Energiewelt zu machen.“ Mit diesen Worten gab Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, die Richtung vor, in die sich das Essener Energieunternehmen nach der Abspaltung des Kraftwerks- und Handelsgeschäfts entwickeln will. Der gesamte E.ON-Vorstand erläuterte die strategische und finanzielle Neuausrichtung von E.ON vor Kapitalmarkt-Analysten in London.

Spin-Off als logische Konsequenz aus der Entwicklung zweier Energiewelten

Teyssen bekräftigte die Entschlossenheit von E.ON, den Spin-off von Uniper wie geplant durchzuführen. Teyssen: „Wir sind auch vor dem Hintergrund der weiter verschlechterten Rahmenbedingungen davon überzeugt, dass der Spin-off der richtige Weg ist. Es ist richtig, die Geschäfte jetzt zu trennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie sich entlang eigener Strategien weiterentwickeln können. Mit der Fokussierung von E.ON und Uniper können beide Unternehmen ihre jeweiligen Herausforderungen konzentriert angehen und Entwicklungschancen konsequent nutzen.“

Transformation in drei Stufen

Die Transformation des Unternehmens vollzieht sich in drei Stufen. 2016 ist ein Jahr des Übergangs, in dem nach einer positiven Entscheidung der Hauptversammlung am 8. Juni 2016 die Abspaltung von Uniper vollzogen werden soll. Zugleich sollen noch in diesem Jahr rund 53 Prozent der Uniper-Aktien an die Börse gebracht werden. In Zukunft wird sich E.ON auf ertragsstarke, stabile und weitgehend regulierte Geschäftsfelder konzentrieren: Netze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energie. Ziel ist es, auf dieser Grundlage neue Wachstumsmöglichkeiten in den Kerngeschäften der neuen E.ON zu erschließen.

Berechenbare Dividendenpolitik

Nachdem E.ON bereits bei der Vorstellung des Jahresergebnisses 2015 die in Aussicht gestellte Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigt hatte, legt das Unternehmen seinen Eigentümern jetzt auch eine mittelfristig berechenbare Dividendenpolitik vor. E.ON plant derzeit eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent auf den nachhaltigen Konzernüberschuss.

Transformationsphase fokussiert und diszipliniert managen

Finanzvorstand Michael Sen hob die Bedeutung einer soliden Kapitalstruktur für das Gelingen der Neupositionierung von E.ON hervor. „Die Verwerfungen des Marktumfelds hatten bereits in der Vergangenheit nennenswerte Spuren in unserer Bilanz hinterlassen. Auch die geplante Abspaltung wird deutlich in der Bilanz der zukünftigen E.ON zu erkennen sein. Deshalb wollen wir zunächst in einem ersten Schritt die Grundlagen für ein nachhaltig stabiles und profitables Wachstum schaffen.“ E.ON setzt dabei neben der strikten Fokussierung auf drei Kerngeschäftsfelder vor allem auf finanzielle Disziplin: „Wir werden uns bei unseren Investitionen noch stärker auf Wertschaffung konzentrieren und die Auswirkungen auf unsere Bilanz immer im Auge behalten. Das übergeordnete Ziel ist es, die zukünftige E.ON als führendes Unternehmen in der neuen Energiewelt zu etablieren.“

Prognose für 2016 in der Substanz bestätigt

Wie bereits im März angekündigt, erfordert die anstehende Abspaltung eine Anpassung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der bilanziellen Behandlung der Uniper. In der Substanz bestätigte Sen die Ergebnisaussichten. Für das EBITDA erwartet E.ON einen Wert zwischen 4,6 und 5,0 Milliarden Euro, für das EBIT – die neue zentrale Ergebnisgröße bei E.ON – einen Wert zwischen 2,7 und 3,1 Milliarden Euro. Beim nachhaltigen Konzernüberschuss rechnet E.ON mit 0,6 bis 1,0 Milliarden Euro.

Stabile Geschäftsfelder mit geringem Risiko

Künftig werden regulierte und quasi-regulierte Geschäfte knapp zwei Drittel des Ergebnisses ausmachen, also deutlich mehr als bisher. Auch das Risiko durch Schwankungen der Commodity-Preise und von Wechselkursen ist deutlich geringer. „Eine hohe Stabilität des Ergebnisses ist eine gute Voraussetzung, um E.ON wieder auf den Wachstumspfad zu führen“, betonte Michael Sen.

Neuer mittelfristiger Finanzrahmen

E.ON setzt mit seinen mittelfristigen Finanzrahmen auf das Vertrauen des Kapitalmarkts. Das Ziel ist langfristige Wertschöpfung durch disziplinierten Kapitaleinsatz, Kapitaleffizienz, klare Cashflow-Orientierung und Ergebniswachstum. E.ON strebt eine Kapitalstruktur an, die ein Rating von BBB+ / Baa1 unterstützt. Ziel der nächsten Jahre ist es, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen mindestens stabil zu halten und eine hohe Cash Conversion Rate zu erreichen. E.ON will eine Kapitalverzinsung von 8 bis 10 Prozent erzielen und das Ergebnis je Aktie kontinuierlich um 5 bis 10 Prozent pro Jahr verbessern.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.