E.ON ist Partner für komplette Energieversorgung des Münchner Werksviertels

31.05.16

Rund 1.000 Abnahmestellen in 13 Gebäuden werden über eigenes Strom-, Wärme- und Kältenetz weitgehend energieautark

Bayernwerk Natur, ein im Großraum München ansässiges Tochterunternehmen von E.ON, übernimmt die Energieversorgung des neu entstehenden Werksviertels am Münchner Ostbahnhof. Das Areal rund um das ehemalige Pfanni-Gelände wird mit der Unterstützung von E.ON zu einer weitgehend energieautarken Quartierslösung.

Bestandteil des Projektplans ist ein innovatives und nachhaltiges Konzept für die Wärme-, Kälte- und Stromversorgung in dem rund 90.000 Quadratmeter großen Areal. Rund 1.000 Abnahmestellen innerhalb des Werksviertels werden so in den entstehenden 13 Gebäuden effizient mit Energie beliefert. Auch der neue Münchner Konzertsaal, der am Gelände des Werksviertels entstehen soll, wird in die Energieversorgung integriert.

Der Investitionsbedarf für den Aufbau des Energiesystems liegt bis 2019 bei rund 6,4 Millionen Euro. In der letzten Ausbaustufe wird nach heutigem Stand mit einem Wärmebedarf von rund 10.000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr, einem Strombedarf von rund 12.000 MWh pro Jahr und einem Kältebedarf von rund 2.000 MWh pro Jahr gerechnet. Der künftige Energiebedarf des Konzertsaals ist dabei noch nicht berücksichtigt.

„In der neuen Energiewelt, auf die E.ON sich strategisch ausrichtet, übernimmt dezentrale und unabhängige Erzeugung eine wesentliche Rolle. Unsere Kompetenz bei der Beratung und Umsetzung genau dieser Kundenwünsche können wir mit der Quartierslösung im Herzen Münchens beweisen“, betonte Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Deutschland.

Zur Umsetzung des Projekts und zur betrieblichen Steuerung der Energieversorgung wurde die Werk Kraft GmbH gegründet, eine gemeinsame Gesellschaft der Bayernwerk Natur und der OTEC. Zur OTEC gehören die Liegenschaften des ehemaligen Pfanni-Geländes, die das Zentrum des Werksviertels bilden. Im Betrieb wird die Werk Kraft GmbH auch alle energiewirtschaftlichen Prozesse wie Liefermanagement, Marktkommunikation, Erzeugung, Restenergiebeschaffung oder Abrechnung übernehmen.

Die Stromversorgung wird bereits seit 1. Januar 2016 über die Werk Kraft GmbH sichergestellt. Zur künftigen Energieversorgung ist der Bau zweier erdgasbasierter Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 850 Kilowatt elektrisch und 1.050 Kilowatt thermisch, drei Grundwasserwärmepumpen und einer Absorptionskältemaschine geplant. Zudem entstehen ein Wärme-, ein Kälte- und ein eigenes Stromnetz sowie rund 20 neue Transformatoren. Ziel ist es, auf dieses Weise bis zu 80 Prozent des benötigten Stroms selbst zu erzeugen und direkt an die Bewohner des Werksviertels zu liefern. Zusätzlich wird aber auch ein zentraler Anschluss an das Hochspannungsnetz der Stadtwerke München errichtet.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.