Verantwortung, die mitwächst

Wir wollen ein erfolgreiches Unternehmen sein. Es liegt in unseren Händen, wie wir dies erreichen – in Einklang mit den natürlichen Ressourcen, dem weltweiten Klima und unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Nur die konsequente Ausrichtung auf ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften sichert die Zukunft und schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten: für Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Geschäftspartner – und die Umwelt.

Welchen Beitrag unsere Geschäftsfelder leisten

Unsere Hauptgeschäftsfelder tragen dazu bei, die Energiewelt von morgen nachhaltiger zu gestalten. Der Übergang zu einer CO2-armen Energieversorgung findet in unseren Netzen statt: Sie integrieren erneuerbare Energien, verbinden Erzeuger und Verbraucher und steuern geschickt komplexe Energieströme. Unsere Kundenlösungen helfen Kunden aller Art, Energie effizienter zu nutzen, eigene erneuerbare Energien zu produzieren und damit ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Was uns wichtig ist

Bei allem, was wir tun, haben wir die Folgen unseres wirtschaftlichen Handelns im Blick. Wir müssen gewährleisten, dass unsere Geschäftstätigkeit das Klima und die Umwelt nicht beeinträchtigt und dass Gesetze und Richtlinien sowie Menschenrechte eingehalten werden. Außerdem wollen wir gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und weiteren Stakeholdern einen Mehrwert schaffen.

Nachhaltigkeitsbericht

Unsere Berichte

Ausführliche Informationen zu unseren Fortschritten und Maßnahmen zur Nachhaltigkeit bei E.ON.

Unsere Daten und Fakten

Unsere nachhaltigen Aktivitäten in der Region

Vielfliegerschutz aus Vogelperspektive

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Greifvogel. Sie setzen sich gern auf hohe Objekte wie Strommasten, deren stromleitende Teile sehr gefährlich sind. Und Ihre Flugrouten kreuzen Stromkabel, die Sie manchmal erst in letzter Sekunde sehen können. Um unser tschechisches Stromverteilnetz sicherer zu machen, nehmen wir bewusst die Vogelperspektive ein. In einer Partnerschaft mit dem Tschechischen Umwelt- und Landschaftsschutzministerium und der Tschechischen Gesellschaft für Ornithologie, haben wir die für den Vogelschutz kritischen Abschnitte unseres Systems identifiziert und speziell gesichert. Beispielsweise brachten wir an stark frequentierten Vogelflugrouten gut sichtbare Markierungen an unseren Kabeln an. Außerdem montieren wir jährlich mehr als 4.000 Abschreckungsvorrichtungen, die Vögel davon abhalten, sich auf gefährlichen Komponenten niederzulassen. Diese Sicherheitsmaßnahmen helfen dabei, Raubvögel und andere Vogelarten zu schützen.

Markierungen schaffen Luftsicherheit für Vögel

Unsere Verteilnetzbetreiber (VNB) ergreifen vielerlei Maßnahmen, um Vögel vor dem Zusammenstoß mit Stromleitungen zu schützen.

Beispielsweise brachte Schleswig-Holstein Netz, unser VNB in Norddeutschland, Hunderte von Markierungen an seinen Leitungen an, damit Vögel diese besser erkennen können. Die Markierungen – schwarz-weiße, im Wind flatternde Plastikstreifen, die die Aufmerksamkeit der Vögel auf sich ziehen – wurden an den Abschirmungskabeln oberhalb der Leiter angebracht. Im August 2018 befestigte Schleswig-Holstein Netz derartige Markierungen an einem neun Kilometer langen Abschnitt seiner Hochspannungsleitungen rund um die nahe der Nordseeküste gelegene Stadt Marne.

Diese und andere Maßnahmen machen die Lüfte in unseren Versorgungsgebieten sicherer für Fischadler, Störche, Gänse, Enten, Schwäne und andere Vogelarten.

Bürgerenergiepreis in Bayern

Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen, verdienen Anerkennung. Bayernwerk, unser Verteilsystembetreiber in Bayern, ehrt Menschen, Schulen, Clubs und gemeinnützige Organisationen für ihr Nachhaltigkeitsengagement mit dem Bürgerenergiepreis. Er verleiht den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Preis in fünf Bezirken Bayerns mit Unterstützung der jeweiligen Bezirksregierung. 2018 kamen drei der Preisträger aus Niederfranken. Ein Preis in Höhe von 3.500 Euro ging an eine Gruppe von Ehrenamtlichen aus Marktheidenfeld, die einen Ratgeber zum Energiesparen und zur Verringerung der eigenen Klimaauswirkungen erarbeitet hatten. Ein weiterer Preis in gleicher Höhe ging an ein Paar aus Saal an der Saale, das sein Haus so umgebaut hat, dass es fast vollständig energieautonom ist. Der Ruder-Club Karlstadt erhielt ein Preisgeld von 3.000 Euro für die energiesparende Renovierung seines Boots- und Klubhauses, unter anderem mit hocheffizienter Lüftung und Wärmerückgewinnung sowie LED-Beleuchtung. Es sind Pioniere wie diese, die dazu beitragen, dass die Energiewende Wirklichkeit wird. Der Bürgerenergiepreis stellt ihre Erfolge ins Rampenlicht und inspiriert andere, ihrem Beispiel zu folgen.

Partnerschaft mit Alzheimer Gesellschaft

Rund 850.000 Bürger Großbritanniens leben mit einer Form der Demenz. Einige gehören zu unseren Kunden, andere sind Familienmitglieder oder Freunde unserer Mitarbeiter. Gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft, einem unserer Wohltätigkeitspartner in Großbritannien für den Zeitraum von 2016 bis 2020, arbeiten wir daran, E.ON zu einer demenzfreundlichen Gemeinschaft zu machen.

Ein Ansatz ist die Förderung von „Dementia Friends“, einem 2013 von der Alzheimer Gesellschaft gestarteten sozialen Aktionsprogramm mit dem Ziel, das Verständnis der Menschen für Demenz zu vertiefen und sie dazu anzuregen, den von der Krankheit betroffenen Personen in ihrem sozialen Umfeld zu helfen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind im Vereinigten Königreich inzwischen Dementia Friends geworden. Wir sind stolz darauf, dass 4.876 von ihnen zu unseren Mitarbeitern gehören. Wir haben versprochen, all unsere Beschäftigten in Großbritannien über das Programm zu informieren. Wir wollen so die Alzheimer Gesellschaft bei ihrem Ziel unterstützen, bis 2020 die Zahl von vier Millionen Dementia Friends zu erreichen. Mitarbeiter, die Dementia Friends werden, erklären sich bereit, die fünf Kernbotschaften des Programms zu unterstützen und verpflichten sich, eine demenzfreundliche Aktion zu unternehmen.

Darüber hinaus haben unsere Kollegen Spaß daran, kreative Lösungen zu suchen. Beispielsweise sammeln sie Spendengelder für die Wohltätigkeitsorganisation, mit denen Demenzfachkräfte für professionelle Unterstützung von Menschen, die mit Demenz leben, bezahlt werden können. 

Laptops für Schüler

Kinder, die im digitalen Zeitalter aufwachsen, benötigen digitale Lernmittel. Enerjisa Üretim, das Energieerzeugungsunternehmen unseres türkischen Joint Ventures Enerjisa, lieferte einige. 2018 spendete es 28 ausgemusterte, aber noch voll funktionsfähige Laptops an hilfsbedürftige Schulen in der Nähe dreier seiner Kraftwerke.

Das ermöglichte zwei Schulen, erstmals überhaupt einen IT-Unterricht anzubieten. Die Initiative dient der Umwelt (weil sie den Bedarf an neuen Geräten senkt und damit Ressourcen schont) und den Gemeinden (weil sie die Lernumgebung ihrer Kinder bereichert). Künftig will Enerjisa Üretim seinen Laptop-Bestand regelmäßig überprüfen und überzählige Geräte an bedürftige Schulen übergeben. 

Kinder Energie erleben lassen

Kinder und Jugendliche werden eine wichtige Rolle dabei spielen, die Welt von morgen nachhaltiger zu machen. E.DIS, unser Verteilnetzbetreiber in Nordostdeutschland, hilft ihnen, besser informierte Energienutzer und Bürger zu werden. 2019 trugen rund 50 E.DIS-Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Erfahrung rund um das Thema Energie in ein Dutzend Schulen des Versorgungsgebiets in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie sprachen mit Schülern über Energieumwandlung, das Wachstum der Erneuerbaren sowie Beschäftigungs- und duale Arbeits- und Studienmöglichkeiten bei E.DIS. Ziel war es, Kindern Themen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz lebendig zu vermitteln. Im Jahr 2020 will E.DIS das Programm fortsetzen und mehr Kinder und Jugendliche ermutigen, sich zum Thema Energie weiterzubilden und umwelt- und klimabewusst zu leben.

CO2-Emissionen ausgleichen und Italien begrünen

Umweltaktivisten sagen: „Wir pflanzen Bäume für eine bessere Welt“. Seit 2011 hat E.ON Italia mehr als 60.000 gepflanzt – einen für jeden Kunden, der sich für den E.ON Green Gas Tarif entschieden oder seine Treuepunkte hierfür eingetauscht hat.

Das Projekt hilft Kunden, ihre eigenen CO2-Emissionen aktiv zu kompensieren. Bisher haben die Bäume zusammen mehr als 40.000 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft gefiltert. Zudem fördern sie die Biodiversität und verschönern 18 Orte in ganz Italien, hauptsächlich in Städten. Urbane Aufforstung hilft, die Luft zu kühlen, Schadstoffe herauszufiltern und Städte grüner, gesunder und lebenswerter zu machen.

Mit “I boschi E.ON” (E.ON Wälder) betreiben wir in Partnerschaft mit AzzeroCO2, einem Spezialisten für CO2-Kompensation und -Zertifizfierung eines der größten Wiederaufforstungsprojekte Italiens. 2018 beteiligten wir uns an Mosaico Verde (Grünes Mosaik), dem jüngsten AzzeroCO2-Projekt. Ziel ist es, bis 2020 300.000 neue Bäume zu pflanzen und 30.000 Hektar bestehender Forste unter Schutz zu stellen.

Besser lernen mit besserer Beleuchtung

Wenn Kinder bei schlechter Beleuchtung lesen, bekommen sie oft von ihren Eltern zu hören: „Lies nicht bei schlechtem Licht, das schadet den Augen!“. Ob das medizinisch belegt ist oder nicht – auf jeden Fall lernen Kinder in gut beleuchteten Klassenzimmern effektiver.

In einigen rumänischen Schulen war dies nicht immer der Fall. Deshalb begann E.ON Romania 2012 in seinem Versorgungsgebiet damit, die Beleuchtung in Klassenzimmern, Fluren und Sporthallen vieler Schulen zu erneuern. 2018 installierte das Unternehmen 15.000 energiesparende LED-Leuchten in zehn Schulen. Insgesamt hat es die Lernumgebung für 35.000 Kinder und Lehrer in 54 Schulen verbessert und diese gleichzeitig dabei unterstützt, ihre Energiekosten und Klimaauswirkungen zu verringern.

Das erfolgreiche Programm erhält jedes Jahr zahlreiche Anfragen von Schulen, die daran teilnehmen möchten, und hat unsere Beziehungen mit Gemeinden überall in unserem rumänischen Versorgungsgebiet verbessert.

Hilfe beim Überwachen und Reduzieren kommunaler CO2-Emissionen

Ein bekanntes Wirtschaftszitat lautet: „Was du nicht messen kannst, kannst du nicht lenken“. Für zahlreiche Gemeinden überall in Deutschland ist genau dies das Problem, denn das Sammeln und Analysieren von Emissionsdaten kann kompliziert und zeitaufwändig sein.

greenited, ein in Hamburg ansässiges Start-up, das von uns mitgefördert wurde, kann helfen: Es hat eine digitale Lösung entwickelt, die komplexe Emissionsdaten aufbereitet und in leichtverständlichen Grafiken darstellt. Das Tool ist wissenschaftlich anerkannt und lässt sich intuitiv bedienen. Es befähigt Städte und Kommunen, sich ein exaktes Bild ihres Status-quo zu machen, wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln und ihre Fortschritte zu dokumentieren.

Beispielsweise kann das Tool die Auswirkung individueller Maßnahmen (wie der Errichtung von Solaranlagen auf dem Dach eines öffentlichen Gebäudes) simulieren und den Verantwortlichen so eine Entscheidung für die sinnvollste Maßnahme erleichtern. Das Tool wird inzwischen von Kommunalverwaltungen in Schleswig-Holstein, Bayern und Berlin eingesetzt. 

Recyclinghof liefert lokale, nachhaltige und recycelte Energie

In Upplands-Bro, einer Gemeinde 35 Kilometer nordwestlich von Stockholm, bauen wir einen modernen Recycling-Komplex. In Zukunft sollen hier Restabfälle und organische Abfälle in Energie, Biogas und Bio-Dünger umgewandelt werden. 

Bereits im September 2018 wurde die Biogas- und Biodünger-Produktionsanlage fertiggestellt. Das mit Restmüll betriebene Blockheizkraftwerk soll im ersten Quartal 2020 folgen. Das Heizkraftwerk soll dann den Wärme-Jahresbedarf von 33.000 Haushalten in Upplands-Bro, Järfälla und Stockholm decken. Zusätzlich wird durch die Kraft-Wärme-Kopplung des Kraftwerks Strom erzeugt – und zwar so viel, dass damit der Jahresbedarf von etwa 50.000 Haushalten sichergestellt sein soll. 

Darüber hinaus produziert der Recycling-Hof jährlich 60.000 Tonnen Biodünger, das den landwirtschaftlich genutzten Feldern wichtige Nährstoffe zuführt. Unser Recycling-Komplex ist eine nachhaltige und ressourceneffiziente Lösung – sowohl für die Energieversorgung von Haushalten und Unternehmen als auch für den Umgang mit Abfällen. Gleichzeitig werden negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima minimiert. Unser Komplex ist aber nicht nur ökologisch wichtig, sondern auch von ökonomischer Bedeutung für die wachsende Hauptstadtregion: Die sichere Versorgung mit lokaler, nachhaltiger und recycelter Energie wird das Umweltprofil von Upplands-Bro schärfen und den Ort attraktiver machen – für Unternehmen, Einwohner und die Etablierung von Infrastruktur für E-Mobilität gleichermaßen.

Schutz für Greifvögel

Stromleitungen sind für Vögel gefährlich. Wir errichten die Leitungen, also ist es unsere Aufgabe, sie sicherer zu machen. ZSE, unser Verteilnetzbetreiber in der Westslowakei, macht sein Netz mit Unterstützung der Vogelschützer von „Raptor Protection Slovakia“ (RPS) vogelfreundlicher. Seit 2003 unterstützt ZSE RPS bei seinem Vorzeigeprojekt LIFE Energia, das bereits zwei Jahrzehnte im Greifvogelschutz aktiv ist.

LIFE Energia steht für den ersten systematischen Ansatz zur Bekämpfung der beiden wichtigsten Gefahrenquellen von Stromleitungen (Kollision und elektrischer Schlag) und verbessert zudem die Nistmöglichkeiten, Ernährungs- und Brutbedingungen von Greifvögeln.

ZSE unterstützt LIFE Energia auf dreifache Weise: Um Kollisionen unwahrscheinlicher zu machen, stattet das Unternehmen viele seiner Leitungen mit Vogel-abschreckenden Markierungen aus. Um Stromschlägen vorzubeugen, installiert es Hilfsmittel, die Vögel davon abhalten sich auf den gefährlichsten Komponenten der Strommasten niederzulassen, und Isolatoren, auf denen sie sicher landen können. Außerdem bringt es Nisthilfen aus Aluminium an den Masten an und montiert künstliche Nester auf dem Gestänge. In ihrer Gesamtheit tragen diese Maßnahmen dazu bei, Greifvogelpopulationen – einschließlich bedrohter Arten wie Kaiseradler oder Würgfalke – zu stabilisieren.

Darüber hinaus betätigt sich ZSE als Hauptsponsor eines weiteren RPS-Projekts, das die Populationsentwicklung von drei Greifvogelarten überwacht.

MIND Index für Gesundheit am Arbeitsplatz

Gesunde Mitarbeiter zu haben, die sich wertgeschätzt und unterstützt fühlen, ist unerlässlich für unseren Erfolg. Wichtig ist dabei auch die geistige Gesundheit.

Um herauszufinden, wie gut wir uns bislang um die mentale Gesundheit unserer Mitarbeiter kümmern, haben wir in bei E.ON in Großbritannien 2017 und 2018 eine Befragung zum Wohlbefinden durchgeführt, an der sich mehr als 2.000 Beschäftigte beteiligten. Hierbei setzten wir den „Workplace Wellbeing Index”, einen auf vorbildlichen Arbeitgeberrichtlinien und -praktiken zur geistigen Gesundheit am Arbeitsplatz basierenden Vergleichsstandard ein. Entwickelt wurde er von MIND, Großbritanniens führender Wohltätigkeitsorganisation für psychische Gesundheit.

Für unsere Bemühungen um die mentale Gesundheit unserer Beschäftigten sowie nachweisliche Fortschritte im Verlauf der Studie erhielten wir eine Auszeichnung in Silber, die uns ermutigt, unseren Ansatz weiterzuverfolgen. Anhand der Ergebnisse konnten wir klar erkennen, wie weit wir mit ihm vorangekommen sind, und einen Aktionsplan entwerfen, mit dem wir unsere Prozesse zur Unterstützung aller Mitarbeiter in ihrem Wohlbefinden weiter verbessern wollen.

E-Mobilität auf die Straße bringen

Elektromobile bieten viel Potenzial, um CO2-Emissionen zu senken. Doch sie haben sich bislang noch nicht in der Breite durchgesetzt. Um ihre Nutzung in Italien voranzubringen, führten wir 2018 an unseren Verwaltungsstandorten in Mailand und Massazza das Sharing-Programm Moving@E.ON für Elektromobile ein. Wir stellen je fünf E-Autos und E-Bikes für unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner bereit. Diese können sie für geschäftliche und private Fahrten nutzen oder auch am Wochenende mit nach Hause nehmen. Zudem installierten wir Ladestationen an unseren Parkplätzen und veranstalteten einen Wettbewerb, bei dem der Gewinner eins der E-Autos für einige Wochen nutzen konnte. Neben der Förderung einer elektrischen, nachhaltigen Mobilität dient uns das Programm Moving@E.ON auch dazu, verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Elektromobilen zu testen und mehr über die Einstellung der Nutzer zu dieser neuen Technologie zu erfahren. Diese wertvollen Informationen nutzen wir, um unsere E-Mobilitäts-Lösungen für Einzelpersonen, Unternehmen und Städte weiterzuentwickeln.

Jugendlichen einen sicheren Heimweg ermöglichen

Vor mehr als zehn Jahren entdeckten wir einen Zusammenhang, den wir bisher nicht kannten: Viele junge Menschen fühlen sich einsam und vermissen Erwachsene als Gesprächspartner. Wir wissen außerdem, dass Orte, an denen Jung und Alt gemeinsam unterwegs sind, tendenziell ruhiger und sicherer sind. Wir wollten einen Weg finden, jungen Menschen zu zeigen, dass Erwachsene für sie da sind und sich um sie kümmern.

Deshalb riefen wir im Jahr 2008 gemeinsam mit dem Versicherungsunternehmen Skandia die Stiftung „nattvandring.nu“ ins Leben. Diese bietet Gruppen, die in Schweden Spaziergänge bei Nacht (Nattvandra) organisieren, kostenlose Beratung, Versicherung und andere Unterstützung an. Nattvandra bedeutet einfach präsent zu sein, zu fragen, wie sich die Leute fühlen, zuzuhören und bei Bedarf eine Wunde zu versorgen oder das eigene Telefon für eine persönliche Nachricht auszuleihen. Selbst die paar Stunden, die unsere Freiwilligen von ihrer Zeit hierfür zur Verfügung stellen, können außerordentlich wichtig sein. Viele Jugendliche, die abends oder nachts ausgehen, vermissen die Sicherheit, die ihnen verantwortungsvolle Erwachsene bieten können.

Warum es so gut funktioniert? Die Freiwilligen treten den jungen Leuten neutral gegenüber. Sie spielen sich weder als Autoritäten auf, noch benehmen sie sich wie Eltern. Sie sind einfach nur als Mitmenschen da, die allen, die Hilfe brauchen, ihre Unterstützung anbieten. Durch die Einbeziehung von Erwachsenen geben diese nächtlichen Spaziergänge Kindern und Jugendlichen Sicherheit im öffentlichen Raum und tragen zu einem Rückgang von Drogenmissbrauch und Gewalt auf der Straße bei. Mehr Sicherheit und Wärme im Umgang miteinander dienen darüber hinaus letztlich uns allen. Nettvandring ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen und besteht heute aus landesweit 346 Gruppen mit 47.000 Mitgliedern und führt pro Jahr rund 15.000 Nachtspaziergänge durch. 

Fleißig wie die Bienen

Pflanzen können sich nur fortpflanzen, weil Bienen und andere Insekten unordentliche Esser sind: Denn wenn eine Biene Nektar aus einer Blüte saugt, bleiben einige Pollen von dem Staubgefäß (dem männlichen Fortpflanzungsorgan der Blume) an ihrem Körper hängen. Beim Besuch der nächsten Blüte werden ein paar von ihnen auf die Narbe (das weibliche Fortpflanzungsorgan) übertragen. Das Ergebnis ist die: Befruchtung und Entwicklung einer Frucht, beispielsweise eines Apfels. Leider haben der Anbau in Monokultur und Insektizide Deutschlands Bienenpopulation drastisch verringert. Avacon, unserer Verteilnetzbetreiber im nördlichen Mitteldeutschland, unternimmt etwas, um die Situation zu verbessern. Er unterstützt Mitarbeiter, die an seinen Hochspannungs-Transformatorenstationen Bienen halten wollen. Die meist ländlichen oder am Stadtrand gelegenen und mit hohen Zäunen gesicherten Standorte sind hierfür ideal. Bisher surren fast 300.000 Bienen durch die Felder rund um mehrere Avacon-Transformatorenstationen. Unsere imkernden Mitarbeiter planen, 2019 weitere Bienenstöcke aufzustellen.

Stromnetze vogelfreundlich machen

Mit mehr als 84.000 Kilometern Leitung betreiben wir das umfangreichste Stromnetz Ungarns. Entsprechend groß ist unsere Verantwortung dafür, dass es für Wildtiere - insbesondere für Vögel - keine Gefahr darstellt. Vögel setzen sich gern auf Strommasten und riskieren damit, einen elektrischen Schlag zu bekommen. Große Vögel wie Bussarde, Kraniche oder Störche können außerdem gegen die Leitungen fliegen und sich so verletzen. Durch Partnerschaften mit Naturschutzorganisationen und zusammen mit Vogelschutzexperten haben wir in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Schritte unternommen, um unser Netz in Ungarn vogelfreundlich zu machen. Wir haben tausende gefährlicher Komponenten mit Plastikvorrichtungen ausgestattet, die Vögel daran hindern, dort zu landen. Außerdem haben wir 4.343 sichere Nistkästen oben auf den Strommasten montiert und Lichtreflektoren an den Leitungen angebracht, um sie für fliegende Vögel besser sichtbar zu machen. Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Vögel, sondern auch für uns wertvoll: Die Zahl der Vögel, die durch unsere Anlagen zu Tode kamen, ist ebenso zurückgegangen wie  unser Zeit- und Materialaufwand für die Reparatur der Netze.

Entwicklung von Smart Metern für Transformatoren

Im Sommer 2018 schloss Enerjisa Enerji, die Netzgesellschaft unseres türkischen Joint Ventures Enerjisa, ein zweijähriges Projekt zur Entwicklung eines Smart-Meter-Prototypen für die Umspannwerke ab. Durchgeführt wurde das Projekt von dem Verteilsystembetreiber des Unternehmens in Başkent. Er betreut rund 3,5 Millionen Kunden in einem Versorgungsgebiet in der nördlichen und zentralen Türkei, das sich von Ankara bis ans Schwarze Meer erstreckt. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Geräts, das Messdaten von den Umspannwerken automatisch an den Hauptcomputer des Verteilsystembetreibers sendet, so dass keine Mitarbeiter mehr zum Ablesen an deren teilweise sehr entlegenen, ländlichen Standorten geschickt werden müssen. Das Projektteam entwickelte zwölf Prototyen und entsprechende Software mit den folgenden Funktionen:

  • Fernauslese von Verbrauchs-, Diagnose- und Zustandsdaten
  • Fernkontrolle der Transformatoren (ein/aus, Ladungsbegrenzung)
  • Erkennen von Stromausfällen und Störungen im Netz
  • Kontinuierliche Kommunikation über zwei von drei Kanälen (Funk, Mobilfunk oder Stromkabel)

Die nächsten Schritte sind die Auswahl des geeigneten Geräts, die Zulassung durch die Aufsichtsbehörden und die Zusammenarbeit mit einem Hersteller, um das Gerät in Massenproduktion zu bringen. Enerjisa Enerji hofft, bereits 2019 die ersten Smart Meter in Betrieb nehmen zu können.

School supplies for disadvantaged kids

We believe that everyone should have equal access to knowledge and education. Unfortunately, quite a few families in Hungary don’t have enough money to buy their kids all the school supplies they need. Since 2012 we’ve stepped in to help. In partnership with Hungarian Interchurch Aid, at the start of each school year we provide 1,000 disadvantaged elementary school pupils and 500 kindergarteners with a new backpack containing notebooks, pencils, and pens. We involve our employees as well by giving them the opportunity to make monetary or in-kind donations to the programme. In 2018 about 5,000 of our employees in Hungary participated. The programme is part of our commitment to make the communities we serve better places to live.

Schärfung des Sicherheitsbewusstseins in Rumänien

Strom und Erdgas geben unseren Kunden die Energie, die sie für ein gutes Leben benötigen. Nicht richtig eingesetzt, können sie aber auch gefährlich oder gar tödlich sein.

Im Rahmen seines Engagements für sichere Energienutzung ging E.ON Romania 2012 eine Partnerschaft mit der Nationalen Aufsichtsbehörde für Notfallsituationen ein, um die Sicherheitskultur in den Gemeinden seines Versorgungsgebiets zu verbessern. Freiwillige aus dem Unternehmen – insgesamt rund 600 – besuchen Schulen, Märkte und Behörden, um dort Präsentationen zu halten, Faltblätter zu verteilen und mit den Leuten direkt über Energiesicherheit zu sprechen.

Bis Ende 2018 wurden so mehr als fünf Millionen Aufklärungsmaterialien verteilt und schätzungsweise 7,7 Millionen Menschen erreicht. Die Facebook-Seite des Programms besitzt 16.000 Fans und hat etwa 10.000 Posts erhalten. 

Barrieren für Kinder mit Behinderung senken

Aus einer Gruppe ausgeschlossen zu sein, ist hart, insbesondere für Kinder. Es kann Angstgefühle, Selbstzweifel und Einsamkeit hervorrufen.

ZSE, einer unserer Verteilsystem-Betreiber in der Westslowakei, engagiert sich zusammen mit Gemeinden in seinem Versorgungsgebiet, um die Teilhabemöglichkeiten der Menschen zu verbessern. Über die ZSE Stiftung kooperiert er mit dem Behindertenhilfeverband und fördert Schulen bei der Integration körperbehinderter Schüler.

Diversität im Klassenzimmer hilft allen. Sie gibt behinderten Kindern auf der einen Seite das Gefühl dazuzugehören und fordert sie auf der anderen Seite mehr als spezielle Lehrpläne. Sie schaffen außerdem eine Atmosphäre des Mitgefühls und der gegenseitigen Unterstützung. Das Programm fördert darüber hinaus einen barrierefreien Zugang zu weiteren Aktivitäten wie Sport, Freizeit und Unterhaltung.

100 Prozent erneuerbare Energie

Bei der Bewältigung der Klimakrise hilft jeder kleine Schritt: energiesparende Geräte, Solaranlagen auf dem Dach, eine verbesserte Isolierung. Aber auch große, mutige Maßnahmen sind notwendig. Deshalb versorgen wir seit Juli 2019 alle 3,3 Millionen Privatkunden in Großbritannien mit Strom, der zu 100 Prozent aus zertifizierten erneuerbaren Quellen stammt. Ohne Mehrkosten, serienmäßig. Der Strom stammt aus Windparks, Biokraft- und Solaranlagen in Großbritannien und Europa.

Warum wir das tun? Weil unsere Kunden uns gesagt haben, dass sie sich zunehmend Sorgen um den Klimawandel machen. Wir haben ihnen zugehört. Und wichtiger noch: Wir haben reagiert und Veränderungen angestoßen – und zwar in einem in Großbritannien noch nie da gewesenen Ausmaß. 

Wir sind weiterhin entschlossen, bei der Bekämpfung des Klimawandels eine Vorreiterrolle einzunehmen und suchen ständig nach neuen Wegen, um mit gutem Beispiel voranzugehen

E-Mobilität: Schnellladestationen an Autobahnen

Elektroautos (E-Autos) können kürzere Strecken problemlos zurücklegen. Aufgrund ihrer geringen Reichweite aber zögern viele auf E-Mobilität umzusteigen. Sie fürchten, dass die E-Autos für lange Strecken nicht praktikabel sind. Deswegen bauen wir die notwendige Infrastruktur auf. Ein Beispiel ist FAST-E: ein Netz aus 28 Schnellladestationen, das wir entlang der Hauptverkehrsrouten in der Tschechischen Republik und der Slowakei installiert haben. Das Projekt hat E.ON Tschechien gemeinsam mit ZSE, unserer Tochtergesellschaft in der Slowakei, durchgeführt. Es wurde im September 2018 abgeschlossen. Doch das war erst der Anfang. Mit den beiden Projekten EAST-E und NEXT-E haben wir insgesamt 25 weitere Schnellladestationen sowie vier UFC-Ladestationen  nach Tschechien gebracht. Wir sind davon überzeugt: Ein dichteres Netz von Ladestationen an Autobahnen bringt mehr Menschen dazu, auf eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zu setzen. 

Saubere Energie, saubere Ozeane

Die Vermüllung der Meere ist ein großes Problem. Jedes Jahr landen acht Millionen Tonnen Abfall in den Ozeanen – der größte Teil davon Plastik. Etwa 15 Prozent des Abfalls werden an die Strände gespült. Für Italien bedeutet das: Auf jeden Meter Sand fallen durchschnittlich zehn Müllstücke. Ein gravierendes Problem, zu dessen Lösung wir unseren Teil beitragen wollen. Im Mai 2019 startete E.ON Energy4Blue eine dreijährige Partnerschaft mit Legambiente, eine der wichtigsten Umweltorganisationen des Landes. Gemeinsames Ziel ist der Schutz der Meeresökosysteme.

Zu den Aktivitäten gehören beispielsweise die Säuberung von 250 italienischen Stränden und der Schutz gefährdeter Schildkröten. Doch ohne eine Verhaltensänderung bei uns Menschen, laufen die Bemühungen gegen die Verschmutzung der Meere ins Leere – denn wir produzieren den Müll.    Deshalb werden Verbraucher für die Themen Wiederverwendung und Recycling sensibilisiert und ermutigt, weniger zu konsumieren. 

Und auch unsere Stromkunden in Italien können sich für saubere Meere stark machen: Wer sich für E.ON Blue light entscheidet, erhält zertifizierten regenerativen Strom und unterstützt gleichzeitig die Säuberung von zehn Metern Strand. Das ist eine Möglichkeit, wie wir die Welt von morgen sauberer, nachhaltiger und damit besser machen – gemeinsam mit unseren Kunden. 

Erster E.ON Klimathon

Junge Menschen sind kreativ. Genau diese Kreativität haben wir genutzt, um innovative Ideen rund um ein wichtiges Klima zu sammeln: den Klimawandel. Am letzten Oktoberwochenende 2019 haben wir insgesamt 18 junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren in Pfaffenhofen bei München zum ersten E.ON Climathon versammelt. Die Teilnehmer hörten Vorträge von E.ON-Experten, nahmen an interaktiven Workshops teil und entwickelten innerhalb verschiedener Teams diverse Ideen. Das Gewinnerteam hatte eine Idee für besonders energieeffiziente und nachhaltige Wohneinheiten. Andere Gruppen schlugen vor, Solarparks in den Weltraum  zu stellen und stellten Pläne für energiesparendes Gemeinschaftswohnen vor.

Straßenleuchten auf klimafreundlichere LED umrüsten

Das Bayernwerk ist ein E.ON-Verteilnetzbetreiber im Südosten Deutschlands. Er ist für den Betrieb von mehr als 600.000 Straßenleuchten in seinem Versorgungsgebiet verantwortlich. Vor etwa einem Jahrzehnt begann Bayernwerk damit, die Leuchtmittel auf LED-Lampen umzustellen – sie verbrauchen weniger Strom und verursachen damit weniger Kohlendioxid-Emissionen. 2019 erreichte das Projekt einen Meilenstein: Die 200.000ste Straßenlampe wurde umgerüstet – damit sind etwa ein Drittel der Straßenleuchten klimafreundlich. Die Einsparungen sind signifikant: Seit 2009 hat das Bayernwerk seinen jährlichen Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung von 234 Gigawattstunden (GWh) auf 168 GWh reduziert; die damit verbundenen CO2-Emissionen sanken von 117.000 Tonnen auf 86.000 Tonnen.

Stromkästen als Tor in die Vergangenheit

Mausgrau, klobig und als beliebte Zielscheibe für Graffitis stehen sie an Straßen und Plätzen: Stromkästen – nicht schön, aber nützlich. Grund genug für Avacon, eine charmante Aktion des Kur- und Verkehrsvereins Bad Gandersheim zu unterstützen. Der Verein beklebt ausgewählte Schaltkästen großflächig mit historischen Fotoaufnahmen. Plötzlich waren die plumpen Kästen ein echter Hingucker. Vor allem aber ist die Gestaltung ein Angebot an Bürger und Gäste der Kurstadt am westlichen Harzrand, sich mit der jüngeren Stadtgeschichte auseinanderzusetzen.

Die Fotografien zeigen Motive, die sich in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Stromkastens befinden. Das Dicht an Dicht von damals und heute ermöglicht den reizvollen Vergleich zwischen dem, was war und dem, was ist. Denn in Bad Gandersheim mussten viele, zum Teil historische, Gebäude neuen, zweckmäßigen Bauten weichen. Rund 40 Niederspannungs-Stromkästen sowie eine große Mittelspannungs-Trafostation sind mittlerweile gestaltet worden – und es werden immer mehr. Mit finanzieller Unterstützung von Avacon entsteht derzeit eine Dokumentation der Aktion. 

Sichere Brutplätze für Vögel

Unsere Verteilernetze können eine Gefahr für Vögel sein. So befinden sich beispielsweise einladende Rast- und Nistplätze in gefährlicher Nähe zu stromleitenden Bauteilen. 

Wir haben die Verantwortung, unser Stromnetz für Vögel sicherer zu machen und den Naturschutz zu fördern. Das Versorgungsgebiet von E.DIS, einem E.ON-Verteilungsnetzbetreiber im Nordosten Deutschlands, ist die Heimat einer Vielzahl von Großvögeln – darunter Weißstörche, Fisch- und Seeadler. Um sie zu schützen, hat E.DIS spezielle Vorrichtungen an gefährlichen Bauteilen installiert. Zusätzlich wurden Nistbühnen an Strommasten montiert, sieben für Fischadler und 24 für Weißstörche. Darüber hinaus haben Mitarbeiter von E.DIS lokalen Behörden und Naturschutzorganisationen geholfen, mehrere hundert Fisch- und Seeadler zu beringen, um Naturschutz und Wissenschaft zu fördern.

Auf der Suche nach den Ideen von morgen

Intelligente Städte, urbane Mobilität, Energieeffizienz und Umweltschutz: Wir sind immer auf der Suche nach innovativen und bahnbrechenden Produkten und Dienstleistungen. Unser Ziel ist es, Ideen zu identifizieren, die unseren Kunden, unserem Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt zugute kommen. Aus diesem Grund arbeitet ZSE, unsere Tochtergesellschaft in der Slowakei, eng mit dem Start-up Accelerator Uplift zusammen. Uplift unterstützt vielversprechende Unternehmer aus ganz Mittel- und Osteuropa.

ZSE konzentriert sich dabei auf Start-ups, deren Ideen die Energiewelt von morgen Wirklichkeit werden lassen. Eine Zusammenarbeit, von der alle Beteiligten profitieren: ZSE hilft den Start-ups ihr Geschäft zu erweitern und sucht gleichzeitig nach Möglichkeiten, deren Produkte und Dienstleistungen an das E.ON Portfolio anzupassen. 

2019 haben wir mit 15 slowakischen Start-ups zusammengearbeitet. Dank unserer Teilnahme an Uplift haben sie Zugang zu einem intensiven Förderprogramm   in den Schlüsselbereichen Produktentwicklung, Verkaufsstrategie, Marketingstrategie, Entwicklung neuer Märkte, Business Intelligence, Fundraising, Personal- und Teamentwicklung, Finanzen und Investitionen erhalten. Unser Engagement bei Uplift setzen wir auch 2020 fort.

Tierische Freundschaften knüpfen

Tiere sind die besten Freunde des Menschen. Deswegen hat E.ON Ungarn 2019 eine Kampagne gestartet, die Haustiere und Menschen zusammenführen soll. Aber ein eigenes Haustier zu besitzen, bringt nicht nur viele Freuden mit sich, sondern auch Pflichten.  So hat die ungarische Wasserball-Nationalmannschaft im Rahmen der Kampagne nicht nur für die Adoption von Haustieren aus Tierheimen geworben, sondern auch für ihre verantwortungsbewusste Haltung. 

Darüber hinaus wurden Studienreisen für Journalisten in Nationalparks und eine Schatzsuche für Kinder in einem Zoo organisiert. Die Kampagne erreichte etwa 33.500 Menschen auf Instagram und circa 1,25 Millionen User auf Facebook. 

Wie eine Clownin Kinder fürs Energiesparen begeistert

Was ist Energie? Wo kommt sie her? Und wie lässt sie sich am besten konservieren? 

Antworten auf diese und weitere Fragen brachte die Schleswig-Holstein Netz AG, ein E.ON-Verteilnetzbetreiber in Norddeutschland, einer ganz besonderen Zielgruppe näher: Kindern – den Energieverbrauchern  von morgen. Und er vermittelte sie den Kindern auch auf ganz besondere Weise: Acht Grundschulen aus dem Versorgungsgebiet erhielten im April 2019 Besuch von einer umweltbewussten Clownin. Hinter der Verkleidung steckte eine Energieexpertin und Pädagogin, die den Schülern mit Hilfe von Kostümen und interaktiven Spielen Wissen rund um das Thema Energie vermittelte – und ihnen zeigte, wie einfach es ist, Energie zu sparen. 

Manager packen mit an

Der E.ON-Verteilnetzbetreiber E.DIS ist in den von ihm betreuten Kommunen im Nordosten Deutschlands tief verwurzelt. Um die Gemeinden vor Ort zu unterstützen, packen die E.DIS-Manager tatkräftig mit an und führen ehrenamtliche Arbeiten in Kindergärten, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen durch. Zu den typischen Aufgaben gehören beispielsweise das Streichen von Klassenräumen sowie die Reparatur von Anlagen und Spielgeräten . Das Programm besteht bereits seit mehreren Jahren. 2019 haben 92 Manager von E.DIS rund 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das Programm ist nur eine von mehreren Maßnahmen, mit denen sich E.DIS in den Gemeinden engagiert. 

Mein Freund das Buch

Der Nobelpreisträger Ernest Hemingway sagte einst: „Es gibt keinen Freund, der so loyal ist wie ein Buch.“ Wir glauben: Vor allem Kinder brauchen solche Freundschaften . Deshalb haben wir 2019 rund 1000 Bücher an 20 Schulen und vier Kinderkrankenhäuser gespendet, die zuvor keine eigene Bibliothek hatten. Mehr als 100 Kollegen haben freiwillig geholfen und die Bücher verteilt.  Die Initiative ermöglicht Tausenden Kindern den Zugang zu Büchern – und damit zu Wissen, Fantasie und neuen Freundschaften. 

Geld sammeln für Menschen mit Demenz

Jedes Jahr erkranken weltweit fast zehn Millionen Menschen an Demenz. Deshalb entschieden sich unsere Mitarbeiter 2019 für die Alzheimer-Gesellschaft als unseren Wohltätigkeits-Partner in Großbritannien. So nahmen E.ON UK Mitarbeiter im Jahr 2019 beispielsweise an zwei Spenden-Radathons teil. Der erste fand im Mai statt, bei dem eine kleine Gruppe von Kollegen rund 320 Kilometer von Lockerbie (Schottland) nach Sheffield (England) radelte. Eine zweite Gruppe fuhr im Juli von London nach Paris. Zusammen sammelten sie mehr als 23.000 Euro.

Bislang sind insgesamt über 310.000 Euro gesammelt und an die Alzheimer-Gesellschaft gespendet worden. Mit den Mitteln werden unter anderem Mitarbeiter gefördert, die demenzkranke Menschen beraten und unterstützen. Unsere Zusammenarbeit mit der Alzheimer-Gesellschaft wollen wir 2020 fortführen. 

Energie teilen, heißt Energie sparen

Die Rückseite Ihres Kühlschranks ist warm. Stellen Sie sich vor, Sie könnten diese Energie nutzen und damit ganze Häuser heizen. Mehr noch: Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Abwärme und -kälte sämtlicher Geräte in Ihrer Nachbarschaft nutzen. Genau das ermöglicht die E.ON-Innovation ectogridTM: Es ist ein intelligentes Energiesystem, das die Wärme- und Kälteversorgung zwischen Gebäuden verknüpft und so erhebliche Energieeinsparungen erzielt. Weltweit erstmalig kommt ectogridTM im Medicon Village, einem Forschungspark für Biowissenschaften in Lund, zum Einsatz. Geplant ist, dort insgesamt 15 Gewerbe- und Wohngebäude miteinander zu verbinden. Die erste Phase der Umsetzung des Projekts wurde im Februar 2019 eingeleitet, die zweite Phase begann im Juni des gleichen Jahres. 

Im Medicon Village arbeiten mehr als 1.600 Menschen. Jährlich verbraucht der Wissenschaftspark etwa 14 Gigawattstunden (GWh) Energie für Heizung und Kühlung. Nach vollständiger Fertigstellung des Projekts könnte dieser Wert auf bis zu drei GWh reduziert werden. Energieeinsparungen in solchen Größenordnungen macht ectogrid™ zu einer Schlüsseltechnologie beim Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Welt.

Kleine Bäume, große Gewinn

Bäume sind lebenswichtig – für Menschen, Tiere und das Klima. Sie produzieren Sauerstoff, binden Kohlenstoff und bieten Nahrung und Lebensraum.

Aber Bäume können groß und ihre Äste lang werden. Das führt vor allem dort zu Problemen, wo Stromleitungen in der Nähe verlaufen. Kommen sich Bäume und Leitungen in die Quere, kann das zu Stromausfällen und schlimmstenfalls zu Bränden führen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, beschneiden die Betreiber von Verteilungsnetzen (DSOs) regelmäßig Bäume in der Nähe von Stromleitungen. 

Eine andere Lösung für das Problem hat Başkent DSO, eine Tochtergesellschaft unseres Joint Ventures Enerjisa, gefunden: Zwergbäume. Im September 2019 startete sie ein 14-monatiges Programm zur Pflanzung von 5.500 Bäumen in Miniformat entlang ihrer Stromleitungen in Bartın Providence, das zu ihrem Versorgungsgebiet im Norden der Türkei am Schwarzen Meer gehört. Die Zwergbäume, in diesem Fall Lorbeerbäume, liefern alle Vorteile ihrer großen Artgenossen, bleiben aber so klein, dass Stromleitungen für sie unerreichbar sind. Das Aufforstungsprogramm von Başkent DSO verringert die Brandgefahr, reduziert die Kosten für den Rückschnitt der Bäume und macht das Verteilernetz somit effizienter und zuverlässiger. Eine in jeder Hinsicht immergrüne Lösung.

Hilfe für die Bienen

Bienen spielen in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle: Sie bestäuben Pflanzen und ermöglichen deren Fortpflanzung. Durch den Einsatz von Insektiziden und  den Anbau in Monokulturwirtschaft ist der Bienenbestand in Deutschland jedoch deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig gibt es auch immer weniger bienenfreundliche Blumenarten wie Kornblume, Klatschmohn und Schleierkraut. 

Für die Schleswig-Holstein Netz AG ist all das Grund genug, um zu helfen: Der E.ON-Verteilungsnetzbetreiber, dessen Versorgungsgebiet in Norddeutschland überwiegend landwirtschaftlich geprägt ist, legte 2019 auf dem Gelände seiner Umspannwerke und anderer Gebäude Bienenweiden an. Dafür verteilte die Schleswig-Holstein Netz AG an 28 Standorten bienenfreundliche Pflanzensamen; 26 weitere Bienenweiden sollen in den kommenden Jahren hinzukommen. Ebenso ist der Bau von Insektenhotels geplant, in denen Bienen und andere Bestäuber überwintern und im Sommer einen Nistplatz finden können. 

Aktionswoche Nachhaltigkeit

Im Juni 2019 hat unsere Tochtergesellschaft in Rumänien eine Nachhaltigkeitswoche ausgerufen. Ziel war es, die Mitarbeiter über die Vorteile nachhaltiger Mobilität zu informieren und sie darin zu bestärken, grüne Alternativen zu nutzen. Ein Thema war unter anderem, welche Auswirkungen das Autofahren auf die Luftqualität und das Klima hat. Aber es hilft nichts, nur über Probleme zu sprechen. Es braucht Lösungsvorschläge.  Entsprechend wurde über klimafreundlichere Alternativen diskutiert wie Car-Sharing, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrradfahren. Die Resonanz der Mitarbeiter war positiv. Zahlreiche Kollegen änderten ihre Gewohnheiten und stiegen auf grüne Verkehrsmittel um. Darüber hinaus war das Projekt das einzige in Rumänien, das auf der Plattform der Europäischen Woche für nachhaltige Entwicklung eingereicht wurde.

Grüne Energie, grünes Wohnen

In Malmö wird derzeit ein „Sonnenviertel“ (Solkwarteret) gebaut – ein Gebäudekomplex, der künftig Platz für 83-Wohneinheiten bieten wird. Solkwarteret ist ein Beispiel dafür, wie nachhaltig wir künftig wohnen können. Dank unserer innovativen schlüsselfertigen Technik ist das Gebäude weitgehend energieautark: So werden die von uns installierten Solarzellen und Batterien bis zu 70 Prozent des Strombedarfs der Bewohner decken können. Die gesamte Wärme stammt aus Fernwärme, die zu 100 Prozent aus erneuerbarer und recycelter Energie gewonnen wird. Gleichzeitig fungiert das Gebäude durch sein ausgeklügeltes Design selbst als thermische Batterie, wodurch der Bedarf an zusätzlich benötigter Energie weiter reduziert wird. Zusätzlich umfasst unsere Lösung eine innovative Steuerungstechnik und ein intelligentes Cloudsystem. Die Technik sorgt damit für kontinuierliche Optimierung aller Energieanlagen.

Wir werden die Anlagen für die Vertragslaufzeit besitzen und verwalten – und den Bewohnern damit nachhaltiges Wohnen ermöglichen. Wir schätzen, dass die CO2-Emissionen des Gebäudes durch unsere Lösungen rund 50 Tonnen pro Jahr niedriger sein werden als im Vergleich zur herkömmlichen Versorgungstechnik. 

Die Bau- und Installationsarbeiten werden 2020 fortgesetzt. Die ersten Bewohner können voraussichtlich Anfang 2021 einziehen.

Zwei statt vier Räder

Gewohnheiten sind schwer zu durchbrechen. Die Autofahrt zur Arbeit ist eine der Gewohnheiten, die für viele Menschen überall auf der Welt einfach dazu gehört   – nur leider schadet sie dem Klima. Aus diesem Grund hat E.ON Ungarn im Mai und September 2019 Kampagnen durchgeführt, um das Pendeln mit dem Fahrrad zu fördern. Im Rahmen der Kampagne sind die Mitarbeiter mit umfangreichen Informationen versorgt worden – beispielsweise über Fahrsicherheit und passende Ausrüstung. Daneben gab es aber auch aktive Unterstützung in Form von kostenlosen Frühstücken für die Radler, T-Shirts und Werkzeug für kleinere Reparaturen.

Wir schätzen, dass unsere Mitarbeiter in Ungarn während der zwei Monate  fast 20.500 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Außerdem hat sich die Zahl der Teilnehmer von Mai bis September verdoppelt. Die Aktion war Teil unseres kontinuierlichen Engagements für nachhaltige Lösungen, für unsere Kunden ebenso wie für unsere Mitarbeiter.

Sternstunden auf dem Land

Fernab von den hellen Lichtern der Großstadt erstrahlt der Nachthimmel in seinem ganzen Glanz – so wie in Artvin, einer ländlichen, dünn besiedelten Provinz im äußersten Nordosten der Türkei. Dort ist das Funkeln der Himmelslichter besonders gut zu sehen. Ein faszinierendes Mysterium – vor allem für Kinder. Daher beschloss Enerjisa Üretim, ein Joint Venture in der Türkei, an dem E.ON zu 50 Prozent beteiligt ist, den Kindern in Artvin eine Vorstellung davon zu vermitteln, was genau da über ihren Köpfen funkelt. Im Juni 2019 hat sie ein mobiles Planetarium in den Grundschulen dreier Dörfer (Çamlıkaya, Kılıçkaya und Alanbaşı) eingerichtet. Das Gerät projiziert Bilder vom Nachhimmel an die Decke. Die Idee hinter dem Projekt: Auch Kinder, die ländliche Schulen mit begrenzten Bildungsmitteln besuchen, sollten etwas über unser Sonnensystem, unsere Galaxie und die Entstehung des Universums lernen. Das Projekt erreichte etwa 220 Kinder und war Teil des langjährigen Engagements von Enerjisa Üretim, das Leben in den Gemeinden zu bereichern, die sich in Näher ihrer Kraftwerke befinden.

Von der Schulbank in den Chefsessel

Mathematik, Englisch und Biologie sind Pflichtfächer in der Schule. Aber wo lernen Kinder wie die Wirtschaft funktioniert? Am besten dort, wo sie stattfindet: in einem Unternehmen. Das findet auch Avacon und hat zusammen mit einem externen Anbieter 20 Schüler zu einem fünftägigen, interaktiven Seminar in ihre Räumlichkeiten nach Lüneburg eingeladen.

Dort hieß es dann: von der Schulbank in den Chefsessel. Als Teilnehmer in einem Planspiel konnten die Jugendlichen ihre Kenntnisse in Sachen Wirtschaft und Unternehmensführung spielerisch vertiefen. Aufgeteilt in Gruppen haben die Schüler drei miteinander konkurrierende Unternehmen geführt. Dabei mussten sie Ziele definieren und die zu ihrer Erreichung notwendigen Maßnahmen umsetzen. Ihre Ergebnisse haben die Schüler simulierten Investoren und Wirtschaftsjournalisten präsentiert. Im Rollenspiel mussten die Schüler ihre Arbeit mit Zahlen, Daten und Fakten belegen und getroffene Entscheidungen mit guten Argumenten verteidigen. 

Kreativität belohnen, innovative Lösungen medial präsentieren

Gute Ideen verdienen Anerkennung – besonders solche, die Energiesparen und Klimaschutz fördern. In Tschechien tragen wir mit dem E.ON Energy Globe Award (EGA), dazu bei, dass sie diese Anerkennung auch erhalten. Der EGA ist die landesweit begehrteste Umweltauszeichnung. 2019 wurden der Jury, die sich aus renommierten Experten zusammensetzt, mehr als 270 Projekte zur Bewertung vorgelegt. Die Gewinner erhalten Geld- und Sachpreise sowie maßgeschneiderte Unterstützung für ihr Projekt. Überreicht werden die Preise durch Persönlichkeiten aus Politik und Kultur bei einer landesweit im Fernsehen übertragenen Feier. Rund 60 Prozent der Bevölkerung Tschechiens haben zumindest eine dieser E.ON EGA-TV-Shows gesehen. E.ON Tschechien organisiert den Wettbewerb seit 2008. Bis heute wurden beinahe 2.700 Projekte eingereicht.

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