„Die meisten merken, dass ich Physiker bin“

Stephan Löhr

Stephan Löhr ist Teamleiter Portfolio & Performance Management B2C Solutions & eMobility

Stephan, bitte erzähl uns ein bisschen von dir. Wer und was bist du – und was nicht?

Ich bin ein sehr rationaler Mensch und wirke auf andere sehr introvertiert, was gar nicht so schlimm ist, glaub ich (lacht). Das Rationale und Analytische ist auf der einen Seite eine Stärke, in der Interaktion mit anderen kann es eine „Schwäche“ sein, weil man manchmal nicht so offenherzig rüberkommt. Das Arbeitsumfeld hat mir geholfen, in meinen zwischenmenschlichen Beziehungen noch besser zu werden. Auch wenn ich es nicht verrate, merken die meistens, dass ich Physiker bin.

Wie hast du bei E.ON angefangen? Und welche internen Stationen folgten dann?

Ich habe bei E.ON Inhouse Consulting als Consultant angefangen, das war 2012. Nach zwei Jahren bin ich Senior Consultant geworden und hatte die Möglichkeit, für E.ON ein halbes Jahr nach San Francisco zu gehen. Dort habe ich in unserem damaligen Bereich der Erneuerbaren Energien an einem unser Photovoltaik-Kraftwerke mitgearbeitet. Das war eine sehr gute Erfahrung, die man nicht in jeder Firma machen kann. Meiner Lust auf Reisen und andere Länder kam das zusätzlich sehr entgegen. (lacht)

Welche Erfahrung bei E.ON war die wichtigste?

Wichtig war das halbe Jahr in den USA. Daneben aber auch die kritische Rückmeldung aus einem unserer internen Assessment Center, das zur beruflichen Weiterbildung dient, hat mir bei der persönlichen Weiterentwicklung geholfen. Gerade daraus habe ich gelernt, dass der Weg zum Erfolg nicht immer gradlinig ist- und sein kann.

Was ist dein aktuelles Projekt bei E.ON?

Wir arbeiten aktuell in zwei Bereichen: Der erste Geschäftsbereich nennt sich Future Energy Home oder B2C-Solutions, also im Grunde alles, was wir Privatkunden anbieten – außer Strom und Gas. Das sind Solaranlagen, Batterien, Heizungen und ein Energiemanager für zu Hause – alles inklusive Installation und Services. Der zweite Bereich ist Elektromobilität, wo es angesichts eines Marktes, der in einem frühen Stadium ist, um den Aufbau des Geschäftes geht. Dies wird sich jetzt ziemlich schnell ändern, da die Hersteller immer mehr Elektrofahrzeuge produzieren und in den Markt bringen.Wir stehen dann bereit, unseren Kunden die Lösungen anzubieten, die sie brauchen werden – wie Technologie für ultraschnelles Laden und andere Funktionen.

Hier bei E.ON kann ich unser Business formen – und bin nicht nur ein kleines Rädchen als Physiker.

E-Mobilität - Ladestation
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„Ich mag den 'Ruhrgasteller' - vielleicht, weil der so crossover ist wie ich.“

Wenn du ein Gericht in der Essener E.ON Kantine sein könntest, welches wäre das?

Vorab: Es gibt da vereinzelt Kritik, aber ich halte unsere Kantine für recht gut. Das ist Meckern auf hohem Niveau. Mein Favorit ist der „Ruhrgasteller“. Der Name ist vor meiner Zeit entstanden. Also, man kombiniert die wildesten Sachen, die man sonst nie zusammen essen würde, wie Frikadellen mit Frühlingsrollen und Spinat. Ich nenne das Diversifikation, weil manche Gerichte nicht durchgängig mein Fall sind. Da kommt vielleicht auch meine persönliche Risiko-Aversion durch (lacht).

Was sind deine Tipps für Interessenten, die sich auf einen Job bei E.ON bewerben?

Im Interview sollte man offen und ehrlich sein, auch wenn es klischeehaft klingt. Der Bewerber muss ein Teamfit sein. Ich nehme Kandidaten deshalb gerne kurz zum Team mit, um zu sehen, ob die Chemie stimmt.

Stephan Löhr

Stell dir vor, dein Leben wird verfilmt. Welcher Schauspieler würde dich spielen?

Hugh Grant könnte mich spielen – irgendjemand meinte mal, ich hätte Ähnlichkeit mit ihm, vielleicht ohne Bart. Da würde ich mich geschmeichelt fühlen. (lacht)

Welche war die beste Entscheidung in deinem Leben (bitte möglichst ohne die Nutzung der Buchstaben „E“ „O“ und „N“)?

Ganz klar, erst einmal die Entscheidung für meine Freundin. Grundsätzlich wäge ich die Pros und Contras ab, bevor ich mich entscheide. Da kommt dann doch der Physiker in mir durch.

Für welche 3 Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?

Erstens Gesundheit, zweitens Freundin/Familie sowie drittens die Möglichkeit, hier einen guten, sicheren Job zu haben – auch auf die Gefahr hin, dass es kitschig klingt. 

Stephan, ganz ohne Kitsch: Wir danken dir für das nette Gespräch.