„Wenn mir langweilig wurde, bin ich immer gesprungen“

Julia Pfeil

Julia Pfeil ist Senior Manager Sales und Marketing

Du hast 10 Jahre bei verschiedenen Herstellern für Heizungs- und Solartechnik gearbeitet. Wie bist du zu E.ON gekommen?

Ich muss noch vorher einen Schritt zurück gehen: Nach dem Studium wollte ich unbedingt in einem Großkonzern arbeiten. Ich war dann beim Otto-Konzern, bei der BHW-Postbank und hab dann aber festgestellt, dass ich dort sehr in meiner beruflichen Rolle auf einen Aufgabenschwerpunkt festgelegt bin.

Und was war die Konsequenz, die du daraus gezogen hast?

Ich bin zu mittelständischen Unternehmen in der Heizungs-/Solarbranche mit mehr „Start-up“ Charakter gewechselt, um eine größere Bandbreite an Themen und deren Zusammenhängen abzudecken. Hier war ich u.a. für den internationalen Vertrieb, für Smart Home-Anbindungen und elektronische Komponenten zuständig. Irgendwann hat sich eine gewisse Sättigung bei mir eingestellt, weil sich Themen wiederholten. Dann bin ich zu E.ON gewechselt, weil hier der Bereich „Wärme“ von Grund auf neu aufgebaut wurde. Mein fachliches und inhaltliches Wissen konnte ich dann sozusagen von „klein“ bis „groß“ anwenden.

Erzähl uns etwas über dich. Was macht dich aus?

Mich macht aus, dass ich irrsinnig viel Spaß an der Bandbreite meines internationalen Jobs habe. Meine jetzige Stelle lautet „Marketing und Sales Manager“ – zwei Begriffe, die auf den ersten Blick nicht sofort zusammenpassen. Ich finde es schön, diese Bandbreite zu haben und vor allem messbare Ergebnisse zu erhalten. Bei allen Herausforderungen, die auftauchen, ist es wichtig, den Spaß am Ganzen, die Lust und die Neugier nicht zu verlieren.

Was sind deine Hobbys – und haben sie etwas mit deinem Beruf zu tun?

Meine Hobbys sind E.ON konträr, also alles, was draußen ist, d. h. Wandern, Ski fahren, Segeln – und wenn im Alltag keine Zeit ist, auch mal das Fitness-Studio. Ich mag lieber die einsamen Berghütten, zu denen man noch selber gelaufen ist und auf denen es keinen Handy-Empfang gibt. Ich reise beruflich wie privat sehr gerne.

Wenn du nicht auf der einsamen Berghütte ohne Handyempfang bist – wie entwickelst du deine Fähigkeiten weiter?

(Lacht) Unterschiedlich: zum einen klassisch durch Fortbildungen und Austausch in verschiedenen Netzwerken, zum anderen durch Mentoren. Mir ist wichtig, dass man nicht nur fachlich an sich arbeitet, sondern sich auch in der täglichen Arbeit Tipps und Tricks von anderen Personen aneignet und so neue Impulse bekommt. Insgesamt ist mir eine offene Feedback-Kultur zur persönlichen Entwicklung sehr wichtig.

Berge
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„Meine Karriere ist alles andere als klassisch, das ist mal klar“

Wie würdest du – in Kurzform – deine Karriere beschreiben?

Meine Karriere ist alles andere als klassisch, das ist mal klar. Wenn mir langweilig wurde, bin ich gesprungen. Aber eins kann ich sagen: Auch nach drei Jahren ist mir hier noch nicht langweilig (lacht). 

Was sagen deine Kollegen über dich?

Sie sagen vermutlich, dass ich gut darin bin, Menschen zusammenzubringen und alle dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten und sich in die gleiche Richtung zu bewegen. Es ist wichtig, ein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, und es ist wichtig, die Menschen immer mit einzubeziehen. In Stresssituationen versuche ich immer, eine positive Atmosphäre zu schaffen.

Erzähl uns etwas, das NICHT in deinem Lebenslauf steht.

Ich kann etwas, das wohl in keinem Lebenslauf steht: Ich kann mit einer Hand klatschen. (klatscht mit einer Hand, alles lacht). Man weiß ja nie, wofür man es mal braucht.

Julia Pfeil

Vermindert beruflicher Erfolg die Fähigkeit zum Zuhören?

Eine gute Frage. (lacht) Im Rahmen eines Team-Events sind wir mit meinem damaligen Chef Segeln gegangen, der kein erfahrener Segler war. Dabei haben wir gemeinsam gelernt, dass man unabhängig von der hierarchischen Stellung nur als Team zusammen funktioniert – und das bedeutet auch zuzuhören. Das hat mir gezeigt, dass man diese Fähigkeit zum Zuhören nie verlernen darf, um voranzukommen.

Was sind deine Tipps für Kollegen, die sich auf einen Job bei E.ON bewerben?

Jeder, der sich hier bewerben möchte, sollte sich fragen, wie er mit Veränderung umgeht und ob er Spaß an Neuem hat. Des Weiteren ist es wichtig, wie man mit Diversity umgeht, denn wir leben das hier schon sehr stark in unseren internationalen Teams. Wir sind sehr unterschiedlich – nicht nur was verschiedene Kulturen betrifft, sondern auch Fachrichtungen und Altersklassen.

Wie schaffst du es, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen?

Indem ich bewusst abschalte und mich fokussiere. Wenn ich arbeite, dann arbeite ich 100 Prozent. Ich bin z. B. ganz schlecht darin, jemand während des Tages zum Geburtstag zu gratulieren, das gelingt mir besser nach der Arbeit. Wenn ich Freizeit habe, ist das genau andersherum.

Julia, wir hoffen, du bist durch unser Interview nicht allzu weit unter 100 Prozent gerutscht – wir danken dir für deine Zeit!