Verteilnetze

Lebensadern für die neue Energiewelt

Wie soll unsere Zukunft aussehen? Am besten grün! Nach einer Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (Stand 2017) wünschen sich das 95 Prozent der Menschen in Deutschland.

Insbesondere Klimaschutz und eine echte Energiewende sind ihnen wichtig. Wir bei E.ON sehen das genauso. Damit Klimaschutz und Energiewende weiter gelingen, arbeiten wir am Aus- und Umbau unserer Verteilnetze. Sie sind verantwortlich dafür, dass die Energie bei jedem Einzelnen ankommt. Wir reden dabei immerhin von 334.000 Kilometer Stromnetzen, von denen mehr als 80 Prozent unterhalb der Erde liegen. Mit dieser Netzlänge könnten wir die Welt mehr als acht Mal umrunden. 

Wiebke Ludwig
Autorin
Wiebke Ludwig
Digitale Kommunikation und Social Media

Aber was sind eigentlich Verteilnetze? Stromnetze unterteilt man in zwei Oberbegriffe: Denn neben den Verteilnetzen gibt es noch die Übertragungsnetze. Man unterscheidet die beiden Netze in vier Spannungsebenen:

• Die Höchstspannungsebene gehört zum Übertragungsnetz. Es leitet die Spannung deutschlandweit, aber auch grenzüberschreitend weiter. In diese Spannungsebene speisen große Kraftwerke ein.
Die Weiterverteilung an die Endkunden erfolgt über die Spannungsebenen des Verteilnetzes:  

• Die Netze der Hochspannungsebene leiten den erzeugten Strom der Hochspannungsebene von Kraftwerken landesweit an Leistungstransformatoren weiter, die die Spannung runtertransformieren. Sie liegen meist in der Nähe von Verbrauchsschwerpunkten wie beispielsweise Bahnhöfen.  

• Über die Mittelspannungsebene wird die Energie an regional verteilte Transformatorstationen und größere Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Fabriken weiterverteilt.  

• Die Niederspannungsebene verteilt den Strom an private Haushalte, Verwaltungen, kleinere Industriebetriebe und Gewerbe.

Netze_Übersicht

In der traditionellen Energiewelt funktionierten Stromnetze etwa so wie Einbahnstraßen. Der Strom floss vom Kraftwerk ins Übertragungsnetz, dann direkt in eine Richtung zum Verbraucher. In der neuen Energiewelt wird der Strom, anders als früher, durch hunderttausende kleine dezentrale Anlagen erzeugt und fließt in alle Richtungen. Dabei speisen erneuerbare Energien wie Photovoltaik- oder Windkraftanlagen ihren Strom unregelmäßig in alle Spannungsebenen ein.  Das kann zu einer stark schwankenden Auslastung der Verteilnetze führen.

Diese komplexe Integrationsaufgabe bringt viele Herausforderungen mit sich: Durch die vielen kleinen Energiequellen muss verstärkt auf ein stetiges Gleichgewicht zwischen Einspeisung und Verbrauch geachtet werden. Dieser Prozess muss schnell und flexibel stattfinden. Am besten direkt vor Ort, um die Stabilität des Systems insgesamt zu gewährleisten.

Hier kommen unsere Verteilnetze zum Einsatz. 

In den folgenden Punkten erklären wir, was unsere Verteilnetze so besonders macht:

Fit für die Zukunft

Der technischer Fortschritt zeigt sich auch bei Arbeiten an den Netzen, wo Drohnen immer häufiger zum Einsatz kommen. In schwer zugänglichen Gebieten erleichtern sie die Wartung von Leitungen und machen diese somit kostengünstiger. 

Im neuen, intelligenten Netz werden alle Spannungsebenen permanent beobachtet und über das Datennetz automatisch optimal gesteuert. Sensoren und SmartMeter liefern die Informationen und Ansteuermöglichkeiten von Verbrauchern und Erzeugern. So werden auch Privathaushalte, kommunale Verbraucher, Elektro-Ladestationen und Speicher in das intelligente Netz eingebunden.

Regional schlägt das Herz

Wer Menschen und ihre Bedürfnisse verstehen will, muss vor Ort vertreten sein. Regionalität und Nähe sind für uns essenziell und unsere Verteilnetzbetreiber daher seit Jahrzehnten fester Bestandteil ihrer Region. Bei Tag und Nacht, Wind und Wetter kümmern sich unsere Kollegen um eine zuverlässige Energieversorgung. Mit den Verteilnetzen treiben wir nicht nur die Energiewende voran; gleichzeitig wird die regionale Wirtschaft unterstützt. Für Serviceleistungen ist stets ein Team vor Ort. 

Netzarbeiten
Spannwerk_Netzarbeiten
Teamwork schafft Mehrwert

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und den Verteilnetzbetreibern ist besonders wichtig, sei es als Anteilseigner von Stadtwerken oder Partner bei der Verwirklichung kommunaler oder urbaner Energiekonzepte. Diese verlässliche Partnerschaft ist der Antrieb für die nächste Phase der Energiewende: sauberer Strom, auch für Wärme und Mobilität. 

Die Wurzeln unserer Zusammenarbeit mit Partnern in der Region reichen weit in das vergangene Jahrhundert zurück. Daher sind wir Partner von mehr als 3.200 Kommunen und Städten deutschlandweit. Gemeinsam realisieren wir so nachhaltige Energiekonzepte.  

Sicherheit und Effizienz mit Bestnoten

Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen steht der Kunde. Schließlich soll Strom verlässlich aus der Steckdose kommen. Dabei soll der Endverbraucher von den Arbeiten an den Verteilnetzen möglichst wenig mitbekommen, weder Zuhause noch auf seiner Abrechnung. Die Arbeiten sollen sich also möglichst effizient und kostengünstig gestalten. 

Das haben wir erreicht. Unsere Netze gehören zu den sichersten weltweit: jährlich fallen sie im Schnitt nur etwas mehr als eine Viertelstunde aus. In Kanada dagegen fünf Stunden, in Frankreich eine Stunde, um nur zwei Beispiele zu nennen. 

E.ON wurde Ende 2018 erneut von der Bundesnetzagentur bestätigt und ausgezeichnet. Alle vier großen Netzbetreiber von E.ON erhielten die Bestnote: 100 %-Effizienz.  

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