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Die Straßenlaterne als digitales Multitalent

Die Straßenlaterne

Jahrzehnte lang wurde sie nicht beachtet, von Nachtschwärmern und abendlichen Spaziergängern ignoriert. Autos haben sie angerempelt, Hunde haben sie als Platz für ihre Geschäfte benutzt. Doch jetzt wird sie zum Multitalent für eine immer digitalere Gesellschaft: die Straßenlaterne.

Alexander Ihl
Autor
Alexander Ihl
Pressesprecher, E.ON SE

Mit der Straßenlaterne surfen

Die neuen Laternen machen nämlich nicht mehr einfach nur Licht, sondern sind in Zukunft auch HotSpot und Ladestation für Elektroautos. Beides testen die Kollegen vom Bayernwerk in verschiedenen Pilotprojekten. Die Menschen in Maxhütte-Haidhof am Oberpfälzer Wald können beispielsweise dank eines solchen Projektes jetzt rund um ihr Rathaus kostenlos im Internet surfen. Denn die dort neu installierte Straßenlaterne liefert neben energiesparendem Licht aus LEDs im Umkreis von 60 Metern einen freien Zugang zu Google, WhatsApp, Twitter und Co.

Mit der Straßenlaterne sparen

Mehr als zehn Prozent der von E.ON betriebenen Straßenbeleuchtung ist mittlerweile mit energiesparenden, hellen und effizienten LED-Leuchten ausgestattet – Tendenz weiter stark steigend. Denn mit dieser Technik lassen sich, rein rechnerisch, in einer 100.000 Einwohner-Stadt 400.000 Euro im Jahr im Vergleich zu herkömmlichen Leuchten sparen. Das entlastet nicht nur die Stadtkasse, sondern am Ende auch den Steuerzahler.

Insgesamt tragen die deutschen Regionalversorger von E.ON die Verantwortung für knapp 800.000 Brennstellen inklusive dem dazugehörigen Kabelnetz – und sind damit bundesweit der größte Betreiber von Straßenbeleuchtungsanlagen. Hinter dem Begriff Brennstelle verbirgt sich in aller Regel eine Straßenlaterne, in manchen Fällen kann eine Laterne aber auch zwei oder mehr Leuchten haben.

Mit der Straßenlaterne immer top informiert

Neue Leuchten und Lichtsteuersysteme, die E.ON gerade testet, liefern – neben kostenlosem W-LAN oder Strom fürs E-Auto – auch Daten über ihren aktuellen Betriebszustand oder melden sich bei Störungen automatisch bei einem Handy oder einer E-Mail-Adresse. Zusätzlich kann direkt per Mausklick oder anhand von hinterlegten Zeitplänen die Lichtstärke reguliert und spät in der Nacht, wenn hoffentlich auch die letzten Clubs ihre Türen geschlossen haben, die Beleuchtungsstärke reduziert werden.

Was jetzt noch fehlt, ist eine Straßenlaterne, die sich wehrt, wenn selbsternannte Spaßvögel mal wieder versuchen, sie auszutreten. 

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