Auch während der Corona-Pandemie ist es ab Mitte Dezember wieder soweit – es ist Zeit für den alljährlichen Weihnachtsbaum und alles, was dazugehört. Aber: Warum holen wir uns eigentlich eine Nordmanntanne, Fichte oder Blaufichte ins Zimmer? Wieso schmücken und beleuchten wir den Baum? Und: Was kostet uns der Strom für diese Illumination? Entdecken Sie jetzt erhellende Fakten zum Weihnachtsbaum.

1. Warum Baum & Apfel?

Es gibt viele Gründe, Traditionen und Legenden, warum wir uns zur Weihnachtszeit überhaupt einen grünen Baum in die gute Stube stellen: Schon in vorchristlicher Zeit galten bei den Ägyptern, Chinesen und Hebräern immergrüne Bäume, Kränze und Girlanden als Sinnbild des ewigen Lebens, während beispielsweise in der römischen Antike grüne Lorbeerzweige Beständigkeit und Unsterblichkeit symbolisierten.

Nach kirchlicher Lehre hat der Baum mit unserer Abstammung zu tun: Denn schon Adam und Eva hatten im Paradies bekanntermaßen ihre Erfahrungen mit einem Baum gemacht. Leider keine guten – und so wurden sie nach dem Genuss des Apfels vom Baum der Erkenntnis aus dem Paradies vertrieben. Um daran zu erinnern, stellte die Kirche im Mittelalter diese Geschichte symbolisch dar, weil die meisten Menschen weder lesen noch schreiben konnten. Was lag da näher, als einen Baum zu nehmen, der auch im Winter noch grün war? Also hängte man an Tannen, Fichten oder Wacholder rote Äpfel, die an die verbotene Mahlzeit im Garten Eden erinnern sollten – die Vorläufer der heutigen Christbaumkugeln.

 

Weihnachtsbaumkugeln
Kerze Weihnachtsbaum

2. Feuer & Flamme für Baumschmuck

Nach und nach kam es in Mode, einen grünen Baum oder Zweige festlich zu schmücken. Zu den roten Äpfeln gesellten sich Nüsse, Früchte und andere Süßigkeiten. Aber wohl erst seit dem 16. oder 17. Jahrhundert erleuchteten Lichter in Form von Kerzen den festlich geschmückten Baum. Einen speziellen Grund hatte das Anzünden von Kerzen zur Adventszeit und ging speziell in Deutschland auf den christlichen Glauben zurück: Denn eine brennende Kerze im Fenster symbolisierte damals, dass hier Besuch willkommen ist. Da aber immer mehr Menschen Gefallen am leuchtenden Christbaumschmuck fanden, verbreitete sich der Trend zur Kerzenbeleuchtung schnell innerhalb Europas.

 

Generell ist der beleuchtete Weihnachtsbaum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland und Österreich bekannt und wurde von dort bekanntermaßen in viele Länder exportiert: So brachte der Gemahl der englischen Königin Victoria, Prinz Albert von Sachsen-Coburg, im Jahr 1840 den Weihnachtsbaum nach London. Aber auch beispielsweise die Niederlande, Russland und Italien verdanken ihren Weihnachtsbaum den Deutschen. 1837 brachte Herzogin Helene von Orleans den Weihnachtsbaum auch nach Frankreich. Nach Nordamerika gelangte der Christbaum durch deutsche Auswanderer und Matrosen.

 

3. Elektrisierende Verkettung

Für lange Zeit blieb die Kerze der Standard in Sachen Christbaumbeleuchtung. Das sollte sich aber Ende des 19. Jahrhunderts ändern. Als stellvertretender Geschäftsführer der Edison Electric Light Company und Geschäftspartner von Thoma Alva Edison entwickelte Edward Hibberd Johnson im Jahre 1882 die erste elektrische Beleuchtung für einen Weihnachtsbaum, indem er 80 rote, weiße und blaue elektrische Lichter für seinen privaten Weihnachtsbaum gestalten ließ. Was aus einer weihnachtlichen Laune entstand, war das leuchtende Beispiel und legte den Grundstein für die Verbreitung dieser Technologie: Denn schon im Jahre 1890 konnten große amerikanische Möbel- und Kaufhäuser die Lichterkette für ihre Schaufenster erwerben. Nachdem im Jahre 1903 das erste Kerzen-Set auf dem Markt kam, das man einfach in die Steckdose stecken musste, wurde die Lichterkette in den meisten europäischen Ländern Anfang der 50er Jahre zum Massenprodukt.

 

Paar am Weihnachtsbaum

4. Grünes Licht für festliche Beleuchtung

Waren bis vor wenigen Jahren noch die meisten Christbaumbeleuchtungen mit herkömmlicher Glühfaden-Technik ausgestattet, finden wir heute zumeist Lichterketten mit LED-Technologie. Dadurch sanken auch die Kosten für die meist mehrwöchige Illumination des heimischen Baumes auf 1/10 des früheren Betrages. Ein Beispiel:

Klassische Lichterkette:

Unsere exemplarische klassische Lichterkette besteht aus 100 Lämpchen mit einer Leistungsaufnahme von ja 0,3 Watt und weist eine Gesamtleistung von 30 Watt auf. Ist diese Kette von Dezember bis einschließlich Januar jeden Tag von 16:00 bis 22:00 Uhr, also 6 Stunden eingeschaltet, beträgt die gesamte Brenndauer

(31+31) Tage x 6 Stunden = 372 Stunden.

Multipliziert man diese Zeitspanne mit der Leistung erhält man

372 Stunden x 30 Watt = 11160 Wattstunden (Wh) oder 11,16 kWh.

Wenn wir einen durchschnittlichen Preis von 30,9 Cent/kWh annehmen, rechnen wir

11,16 kWh x 30,9 Cent/kWh = 3,45 €

Moderne LED-Lichterkette:

Für vielleicht immer noch erstaunlich: LED-Lichterketten sind deutlich sparsamer und verbrauchen in etwa nur 1/10 an Strom im Vergleich zu Lichterketten mit Glühfadenlampen. Folglich hat ein einzelnes LED-Lämpchen etwa eine Leistung von 0,03 Watt.

Der Gesamtenergieverbrauch ergibt sich wieder folgendermaßen:

372 Stunden x 3 Watt = 1,12 kWh

1,12 kWh x 30,9 Cent/kWh = 0,35 €

Das heißt, wir können für die ausgiebige Beleuchtung Ihres Weihnachtsbaumes grünes Licht geben. Also, informieren Sie sich doch einfach über die günstigen Stromtarife von E.ON und bleiben Sie gesund. Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und ein frohes Fest!

 

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