Foto-Story: In fünf Schritten zum Offshore Windpark

Rainer Stenzenberger
Autor
Rainer Stenzenberger
Manager Stakeholder Communications E.ON

Auf unserem Instagramkanal erhalten die Bilder von Offshore Windparks meist den größten Zuspruch. Darüber hinaus werden wir oft gefragt, wie man einen Job als Servicetechniker bekommen oder sich einen solchen Park überhaupt mal aus der Nähe ansehen kann.

Das ist leider nicht so ohne weiteres möglich, denn ohne spezielles Sicherheitstraining darf man sich in einem Offshore Park nicht aufhalten – und das ohnehin nur auf dafür zugelassenen Schiffen.

Für die vielen Fans der Offshore Windtechnik haben wir als kurzen, virtuellen Ausflug eine Step-by-Step Fotostory erstellt. Wir konzentrieren uns mit schönen und spektakulären Bildern auf die Phasen auf dem Meer. Konzeption, Planung, Genehmigungsverfahren, Hafenbauten und anderes mehr lassen wir außen vor, dafür gehen gleich mit Ihnen an Bord. Wir fahren zu unseren beiden Parks Rampion vor der englischen Küste und Arkona weit vor der Küste Rügens.

Volle Kraft voraus, Skipper!

Schritt 1

Windkraftanlagen müssen gegründet werden. Kein leichtes Unterfangen in einer Umgebung mit Salzwasser, Stürmen und gewaltigen Wellen – hohe Anforderungen für das Material beispielsweise hinsichtlich Korrosion und Druckfestigkeit. Spezialschiffe rammen die Fundamente in die Meeresböden, hierfür gibt es unterschiedliche Techniken wie Jackets, Tripods oder Monopiles, mit denen wir zuletzt arbeiteten. Auf diese werden die auf den Bildern in Gelb erkennbaren Transition Pieces gesetzt – die Verbindungsstücke zu den Türmen der Windkraftanlagen.

Schritt 1
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Schritt 2
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Schritt 2

Da der Windpark schon frühzeitig Strom erzeugen soll - und nicht erst, wenn die allerletzte Turbine fertiggestellt wurde -, muss eine Umspannplattform installiert werden, die sogenannte Substation. Im Bild sehen wir die Substation von Arkona, die in Frankreich gebaut und in die Ostsee geschleppt wurde.

Schritt 2

Schritt 3

Der von den Windkraftanlagen erzeugte Strom wird per Unterwasserkabel zur Substation geleitet. Spezialschiffe wie diese im Bild verlegen teilweise Hunderte Kilometer Kabel. Vom zentralen Sammelpunkt der Substation wird der Hochspannungsstrom mit einem zentralen Kabel an Land geführt.

Schritt 3
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Schritt 4
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Wenn die Türme, Turbinen und Rotoren montiert werden, kommen faszinierende Spezialschiffe zum Einsatz wie die skurrilen Jackup-Vessels. Diese transportieren nicht nur die Bauteile zu den Standorten, sondern verankern sich dann auf Standbeinen für die Montage und den Service der Anlagen. Vor allem der Schwerlastkran des Jackup-Vessels kommt nun zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt herrscht geschäftiger Betrieb im Windpark. In unserem neuesten Windpark Arkona waren bislang 50 verschiedene Schiffe im Einsatz, von den Jackup-Vessels und den Kabelverlegern über die Crew Transport-Vessels bis hin zu den schwimmenden Hotels für die Servicetechniker.

Schritt 4
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Schritt 5

Schließlich wird die letzte Turbine montiert und der Park kann mit voller installierter Leistung grünen Strom erzeugen. Nun wird es tatsächlich etwas ruhiger als während der Bauphase – aber noch immer herrscht regelmäßiger Verkehr. Service und Wartung spielen gerade bei größerer Entfernung von der Küste wie in Arkona eine große Rolle. Regelmäßig fahren Crew Transfer-Vessels mit Servicetechnikern hinaus und sorgen beispielsweise in Arkona dafür, dass  der klimaschonende Strom bis zu 400.000 Haushalte versorgen kann.

Schritt 5
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