E.ON-Studie: Klimaziele für 2030 lassen sich mit ambitionierten CO2-Preis erreichen

„Ich bin überzeugt, dass die Einbindung der Bürger und der Energiekunden der zentrale Maßstab guter Klimapolitik ist. Dies bietet der CO2-Preis.“

Mit dieser Botschaft hat sich E.ON CEO Johannes Teyssen auf unserem Parlamentarischen Abend am 16. Oktober 2019 an mehr als 150 Gäste aus dem politischen Berlin gewandt.

Schon lange wirbt er dafür, dass CO2 einen Preis haben sollte – mit einem Modell, in dem Bürger dort entlastet werden, wo Energie bereits grün ist und klare Preissignale dort erhalten, wo noch fossile Energieträger zum Einsatz kommen. Eine solche Maßnahme, verbunden mit dem gesellschaftlichen Wunsch nach Klimaschutz und der Digitalisierung, wäre der zentrale Treiber für eine Energiewende in Deutschland, die über den reinen Stromsektor hinausgeht. Sie macht eine intergierte Energiewende möglich, die sowohl Verkehr als auch Wärme mit berücksichtigt. Und nur so werden auch die deutschen Klimaziele für 2030 und 2050 erreicht.

In Berlin hat E.ON eine Studie zu den Auswirkungen von CO2-Preisen auf den Gebäude-, Verkehrs- und Energiesektor vorgestellt – ausgearbeitet vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln gGmbH (EWI) und dem Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN) des E.ON Energy Research Center (E.ON ERC) und der RWTH Aachen.

E.ON-Studie: Klimaziele werden nur mit hohem CO2-Preis erreicht
E.ON-Studie: Klimaziele für 2030 lassen sich mit ambitionierten CO2-Preis erreichen
E.ON-Studie: Klimaziele für 2030 lassen sich mit ambitionierten CO2-Preis erreichen

Die Ergebnisse in aller Kürze:

  • Bei einem Business-as-Usual werden die Klimaziele 2030 und 2050 verfehlt
  • Mit einem ambitioniertem CO2-Preispfad wird das nationale Klimaziel 2030 erreicht, ohne zusätzliche Förder- und Subventionsmaßnahmen; der Stromsektor trägt aufgrund des Mindestpreises im EU-ETS überproportional zur Emissionsminderung bei
  • Durch massive Entlastung des Strompreises und die Einführung einer CO2-Bepreisung werden im Gebäudesektor verstärkt Wärmepumpen genutzt, Gas- und Ölheizungen gehen zurück
  • Im Verkehrssektor erfolgt eine verstärkte Nutzung von Elektromobilität und Hybridtechnologien, der Anteil von Dieselfahrzeugen reduziert sich auch aufgrund der wegfallenden steuerlichen Privilegierung stark
  • Dies bewirkt auch im Gebäude- und Verkehrssektor erhebliche CO2-Einsparungen durch verändertes Konsum- und Investitionsverhalten, doch allein durch die CO2-Bepreisung von 80 €/t bzw. 96 €/t werden die jeweiligen sektoralen Klimaziele nicht erreicht
  • Die CO2-Bepreisung führt zu Überschüssen im Bundeshaushalt, die für weitere Senkungen des Strompreis oder klimawirksame Maßnahmen, z.B. in der Industrie genutzt werden können

Mit der von uns beauftragten Studie wollen wir einen wichtigen Impuls in die Debatte geben. Wir wollen unseren Vorschlag mit einem Ausblick auf 2050 dynamisch weiterentwickeln. Wichtig war uns zu zeigen, was ein bis 2050 konsequent fortentwickelter CO2-Preis und eine Entlastung beim Strompreis tatsächlich bewirkt, bei den Unternehmen und Bürgern in punkto Investitions- und Konsumverhalten. Bei der Klimabilanz von Deutschland. Bei den Staatseinnahmen.

Johannes Teyssen, CEO

Dr. Johannes Teyssen

Damit haben wir Sie hoffentlich neugierig gemacht auf die Ergebnisse der Studie im Detail, die wir Ihnen hier zum Download anbieten.

-> Kurzfassung der Studie

-> Prof.-Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof, Rechtsrahmen für eine CO2-Bepreisung

-> Präsentation

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