Was macht die Digitale Transformation aus? Klar, sie ist mehr als die Umwandlung analoger Information in digitale – beispielsweise in Form eines Binärcodes. Aber: So falsch ist diese Vorstellung gar nicht. Denn es geht um einen klaren Bewusstseinswandel, um grundlegende Veränderungen, um unglaubliche Chancen. Wie wir dabei die modernsten digitalen Technologien einsetzen und was das beispielsweise für E.ON Kunden und Mitarbeiter bedeutet, zeigen wir im Folgenden auf – in textlich analoger Form.

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Mitarbeiter – mehr als Nullen und Einser

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Auch im digitalen Zeitalter geht vieles besser durch moderne Technologie, aber nichts geht ohne den Menschen. Gerade in Bezug auf (neue) Mitarbeiter ist der Erfolg der Digitalen Transformation vor allem eins: Einstellungssache. Tighe Wall, Head of Digital Strategy and Transformation bei E.ON SE, drückt es so aus: „Wir brauchen für den digitalen Wandel eine Art „Reset“ in den Köpfen, die Mitarbeiter müssen sich oftmals von Bewährtem verabschieden und Neues lernen. Und E.ON muss dafür sorgen, den Kollegen das Handwerkszeug zu geben, das sie im Zeitalter der Digitalen Revolution brauchen.

Daneben geht es bei E.ON selbstverständlich auch darum, „neues Blut“ in den Konzern zu bringen. Beim Suchen und Finden von Digital Talents komme es vor allem darauf an, offen für alle Arten von Menschen zu sein, so Wall.

„Wir sind interessiert an möglichst vielen, möglichst verschiedenen neuen Mitarbeitern, die Herausforderungen ohne die Unternehmensbrille angehen.“ Dass man dabei von modernen Arbeitsbedingungen wie z. B. flexiblen Arbeitszeiten, Home Office, einer erstklassigen Ausstattung mit Hard- und Software sowie dem Zugang zu neuen digitalen Werkzeugen und Technologien („emerging digital tools und technologies“) nicht nur reden, sondern sie auch leben muss, ist bei E.ON SE eine Selbstverständlichkeit.

Bei allen technischen Möglichkeiten – auch solchen, die sich aus der intelligenten und verantwortungsvollen Nutzung von Daten ergeben – ist eins entscheidend: Nicht die Maschine macht bei E.ON den Wandel möglich, sondern immer der Mensch. Selbst die leistungsfähigsten, innovativsten, futuristischsten Maschinen entfalten ihren Mehrwert für Kunden und Gesellschaft nur dann, wenn sie von Menschen kreiert, programmiert und genutzt werden. Speziell für E.ON Mitarbeiter kommt der Rückenwind sozusagen von ganz oben: Schließlich stehen alle zentralen Entscheidungsträger hinter der Entscheidung, sämtliche digitalen Tools und Technologien zu nutzen – mit dem eindeutigen Ziel, echte Kundenprobleme zu lösen.

E.ONs Mann für digitale Strategie und Transformation drückt es so aus: „Eine der wichtigsten Verantwortungen der Entscheidungsträger in der digitalen Transformation ist es, neue Wege zu gehen. Auch die Entscheider müssen beim Besetzen von Schlüsselpositionen ihre erprobten Glaubenssätze hinterfragen. Das gleiche gilt für die Kollegen, die bei der Problemlösung alte Methoden und Kenntnisse auf den Prüfstand stellen müssen.“

Kunden – Abteilung (digitale) Attacke

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Wenn man den Blick wendet und die Menschen „draußen“, also die Kunden in den Focus nimmt, stellt man ebenfalls fest: Es geht nicht nur um eine optimierte, digitale User Experience in vorhandenen Prozessen oder bestehenden Geschäftsmodellen. „Ziel ist die grundsätzliche Digitalisierung vieler Kundenbeziehungen – also die Aufwertung der Beziehung zwischen E.ON und den Menschen, etwa durch Personalisierung von Kommunikation, Produkten und Dienstleistungen. 

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Es geht aber auch um das kluge Hinterfragen existierender Geschäftsmodelle, um einer etwaigen Disruption von außen zuvorzukommen“, so Tighe Wall. Mehr als ein Lippenbekenntnis, sondern handfestes Credo ist dabei, dass der Kunde im Zentrum aller Bemühungen steht. E.ON setzt darauf, dass Angriff die beste Verteidigung ist: „Mit unserer neuen, zentralen, digitalen Plattform schaffen wir die Basis, unseren Kunden schneller und gezielter Innovation zugänglich zu machen – sei es Smart Metering, neue Energielösungen, vorausschauender Service, der künstliche Intelligenz nutzt, bis hin zu neuen Möglichkeiten für unsere Kunden die „Form und Farbe“ ihres Stroms zu ändern“, erklärt E.ON Manager Wall.


Der im April 2018 zunächst in UK eingeführte digitale Plattform umfasst die Interaktion mit unseren Kunden sowie die dahinterliegenden digitalisierten Prozesse und IT-Systeme Ende-zu-Ende. Zielsetzung ist es, ein herausragendes digitales Erlebnis zu bieten und gleichzeitig die niedrigsten Betriebskosten in der Versorgungsindustrie pro Kunde zu erreichen.

Entscheidend für das herausragende Erlebnis ist neue Firmen als Partner für E.ON zu begeistern: „Wir können jetzt rasch und flexibel Ideen gemeinsam mit Partnern entwickeln und gezielt mit potenziellen und bestehenden Kunden testen und weiterentwickeln. Geschwindigkeit und Relevanz für unsere Kunden sind hier entscheidend, führt Tighe Wall aus.

Digital Transformation – von Anfang an zu Ende gedacht?

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Die digitale Transformation beinhaltet einen Prozess des Wandels. Die Frage aber ist, ob sie sich selbst überflüssig macht, wenn diese Transformation vom Analogen zum Digitalen abgeschlossen ist. Die Antwort ist wohl, dass die digitale Transformation niemals abgeschlossen sein wird. Denn es wird immer darum gehen, neue digitale Technologien, Fähigkeiten und (soziale) Verhaltensweisen zu lernen bzw. zu erhalten. Es wird immer darum gehen, kreative, flexible, kollaborative, explorative Mitarbeiter zu finden, zu halten sowie ihnen optimale digitale Arbeitsbedingungen zu bieten. Und es wird immer darum gehen, dies alles zum Wohle unserer Kunden und unseres nachhaltigen Geschäftserfolgs einzusetzen. Oder wie es Tighe Wall ausdrückt: „Wir können nicht in die Zukunft sehen. Aber wir können sicherstellen, so mit dem non-linearen, virtuellen, schnellen und komplexen Umfeld unserer digitalen Transformation umzugehen, dass die Energiewelt von morgen noch besser wird. Und hier geht E.ON voraus – analog und besonders digital.“