Namensaktie und Aktiensplit

Im Folgenden möchten wir Sie über den 1:3 Aktiensplit informieren, der am 4. August 2008 im Börsenhandel und bei den Depotbanken vollzogen wurde sowie über die zeitgleiche Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien.

Allgemeines

Die E.ON-Aktie wird an allen deutschen Börsen, der Elektronischen Börse und in den USA in Form von American Depositary Receipts (ADR) im Freiverkehr gehandelt. Sie ist in den wichtigsten Indizes vertreten, unter anderem im DAX, Dow Jones (DJ) Stoxx 50, DJ Euro Stoxx 50, DJ Stoxx Utilities Index sowie in dem deutschen Dividendenindex (DivDAX) und dem DJ Sustainability Index.

Eine Namensaktie lautet auf den Namen des Eigentümers. Eine Gesellschaft mit Namensaktien führt ein Aktienregister, in das die Aktionäre unter Angabe des Namens, Geburtsdatums und der Adresse sowie der Stückzahl der gehaltenen Aktien einzutragen sind. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer im Aktienregister eingetragen ist (§ 67 Abs. 1 und 2 AktG). Der Aktionär kann von der Gesellschaft Auskunft über die zu seiner Person in das Aktienregister eingetragenen Daten verlangen.

Informationen aus dem Aktienregister unterliegen den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Die Gesellschaft darf die Registerdaten für ihre Aufgaben im Verhältnis zu den Aktionären verwenden. Die Weitergabe von Daten an Konzernfremde ist nicht zulässig. Zur Werbung für das Unternehmen darf die Gesellschaft die Daten nur verwenden, soweit der Aktionär nicht widerspricht.

Bezüglich der Verwahrung und Fungibilität gibt es zwischen Inhaber- und Namensaktien keine Unterschiede. Mitteilungen zu Hauptversammlungen erhält der Aktionär bei Namensaktien direkt von der Gesellschaft.

Die im Aktienregister eingetragenen Aktionäre bekommen Informationen der Gesellschaft, wie z.B. die Einladung zur Hauptversammlung, von der Gesellschaft und nicht mehr über ihre Depotbank zugesandt. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung kann der Aktionär sich selbst anmelden oder einen Vertreter (z.B. eine Bank, Aktionärsvereinigung oder die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft) zur Stimmrechtsausübung bevollmächtigen. Die Dividende wird wie bisher über die Depotbank des Aktionärs gezahlt.

Ja, dies ist möglich. In diesen Fällen muss die depotführende Bank im Aktienregister eingetragen werden. Gegenüber der Gesellschaft gilt aber dann die Depotbank als Aktionär. Der Aktionär, der seiner Eintragung widersprochen hat, bekommt keine direkten Informationen von der Gesellschaft, speziell die Einladung zur Hauptversammlung geht ihm nicht direkt von der Gesellschaft zu, und er kann seine Aktionärsrechte nicht unmittelbar selbst wahrnehmen.

Vorteile für Aktionär und Unternehmen

Die Namensaktie ermöglicht den direkten Dialog der Gesellschaft mit dem Aktionär. Der Aktionär kann schneller und gezielter von der Gesellschaft informiert werden und (falls er dem zustimmt), auch per E-Mail zur Hauptversammlung eingeladen werden. Er kann sich auch per Internet zur Hauptversammlung anmelden und sein Stimmrecht elektronisch ausüben.

Durch das Aktienregister kennt das Unternehmen seine Aktionäre und damit die  Aktionärsstruktur besser. Die Gesellschaft ist in der Lage, ihre  Aktionäre (sofern sie im Aktienregister eingetragen sind) direkt anzusprechen. Dies ermöglicht auch eine gezieltere und damit effizientere Investor-Relations-Arbeit.

Kosten

Die Umstellung auf Namensaktien ist für die Aktionäre kostenlos.

Durch die Führung des Aktienregisters entstehen dem Aktionär keine laufenden Kosten. Auch die Depotgebühren erhöhen sich für den Aktionär nicht.

Anonymität und Datenschutz

Jeder Aktionär kann in den Geschäftsräumen der Gesellschaft Einblick in die eigenen Daten im Aktienregister nehmen. Außerdem kann der Aktionär im Internet mit einem individuellen Passwort seine Adressdaten einsehen und auch ändern.

Nein, sie werden nicht weitergemeldet. Die Daten sind ausschließlich für Zwecke der Gesellschaft bestimmt.

Gemäß Bundesdatenschutzgesetz wird der Datenschutz durch den Datenschutzbeauftragten der Gesellschaft und die hierfür zuständige Aufsichtsbehörde überwacht.

Die Depotbanken müssen der Gesellschaft Adressänderungen mitteilen. Es ist aber auch möglich, dass der Aktionär parallel selbst eine kurze Mitteilung über seine neue Anschrift macht. Dies kann per E-Mail geschehen oder er ändert seine Adressdaten direkt über das Internet mit seinem individuellen Passwort. Es empfiehlt sich aber, immer auch die Depotbank zu informieren.

Grundsätzlich ist dies möglich, wenn ein Aktionär seiner Eintragung in das Aktienregister ausdrücklich widerspricht. Dann wird stattdessen seine Depotbank eingetragen. Wird der Aktionär jedoch nicht selbst eingetragen, gilt er gegenüber der Gesellschaft nicht als Aktionär. Mitteilungen der Gesellschaft und die Einladung zur Hauptversammlung erreichen den Aktionär dann nicht direkt.

Aktiensplit

Die Hauptversammlung der E.ON AG hat am 30.04.2008 einen Aktiensplit der E.ON-Aktie im Verhältnis eins zu drei beschlossen. Auf jede umlaufende E.ON-Aktie wurden dabei zwei weitere Aktien ausgegeben. Der Aktiensplit führte rein rechnerisch zu einer Drittelung des Kurses der einzelnen E.ON-Aktie und der Dividende je Aktie.

Der Kurs der E.ON-Aktie lag seit längerem deutlich über 100 Euro. Die Aktie erschien damit gegenüber anderen DAX-Unternehmen optisch teurer. Durch den Aktiensplit 1:3 wurden auf eine ausstehende Aktie zwei weitere Aktien neu ausgegeben. Der Kurs drittelte sich rechnerisch und liegt nun auf einem branchenüblichen Niveau.

Der Aktiensplit hatte keine Auswirkungen auf die Dividendensumme; die Dividende je Aktie drittelte sich rein rechnerisch. Dafür hat der Aktionär nun jeweils drei statt einer Aktie.

Der Kurs je Aktie reduzierte sich prinzipiell auf ein Drittel des Kurses vor dem Aktiensplit.

Der Aktiensplit ist vermögensneutral, d.h., der Gesamtwert der im Aktiendepot befindlichen Aktien verändert sich nicht: Die Anzahl der im Depot befindlichen Aktien verdreifacht sich, im Gegenzug reduziert sich der Wert je Aktie rein rechnerisch auf ein Drittel. Beide Effekte gleichen sich theoretisch aus.

Der Aktiensplit hatte steuerrechtlich keine Auswirkungen.

Als rechtliche Voraussetzung für den Aktiensplit im Verhältnis 1:3 führte E.ON zeitgleich eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien durch. Dabei wurden EUR 266,8 Mio. der Kapitalrücklage in Grundkapital umgewandelt. Nach dem Aktiensplit betrug der rechnerische Nennwert je Aktie EUR 1,00 (vor dem Split EUR 3,00). Der Wert von E.ON und der Kurs ihrer Aktien wurden dadurch nicht beeinflusst.