Computer-Gehirn-Interface – von Science-Fiction in den Alltag

In unseren Gehirnen eingepflanzte Steuerchips: das klingt für die meisten von uns wie eine düstere Fantasie aus einem Science-Fiction-Roman. Vor Kurzem hat jedoch Elon Musk ein Schwein namens Gertrude vorgestellt – mit eben einem solchen Chip im Gehirn. Dies könnte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur direkten Kommunikation zwischen Gehirn und Elektronik sein, um somit beispielsweise Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Behinderungen dabei zu helfen, technische Hilfsmittel zu steuern.

Keine Science-Fiction mehr, sondern seit geraumer Zeit Gegenstand innovativer Forschungen sind sogenannte Wearables, die mittels auf dem Kopf platzierten EEG-Elektroden (EEG = Elektroenzephalografie) kleinste Spannungsschwankungen im Gehirn messen und diese nutzen, um so eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer zu schaffen.

Die meisten dieser Wearables funktionieren, indem Gehirnströme aufgezeichnet werden, wenn die Nutzer an eine bestimmte Aktivität, zum Beispiel „Licht einschalten“ denken. Empfängt das Gerät später dann die gleichen Gehirnströme, kann es innerhalb von Sekundenbruchteilen den Gedanken in die entsprechende Aktivität übersetzen.

Die große Frage dabei ist, ob diese Technologie – abgesehen vom Reiz des Neuen und außerhalb spezieller Anwendungen, zum Beispiel im Bereich der Computerspiele – auch wirklich einen praktischen Nutzen hat oder einen Mehrwert schaffen kann. Denn selbst in der Welt der Alexas und Siris wird der Fernseher meist immer noch per Fernbedienung eingeschaltet und das Licht am Wandschalter ausgeknipst.

Smarte Technologien verbessern die Lebensqualität

Ein Bereich, in dem das gedankengesteuerte Smart Home eine unmittelbare Wirkung haben könnte, ist die Unterstützung von Menschen, die zum Beispiel durch eine Tetraplegie oder Motoneuronerkrankung stark in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Mithilfe der zuvor erwähnten EEG-Technologie könnten Menschen mit solchen physischen Einschränkungen beispielsweise das Licht einschalten, die Heiztemperatur im Haus verstellen, Musik abspielen oder Jalousien öffnen.

„Lösungen für große Herausforderungen sind der Schlüssel zum Erfolg radikaler Innovationen“, erklärt Dr. Markus Grote, Head of Connected Life at E.ON Innovation. „Erste Anwendungen zeigen bereits, dass die Steuerung von Geräten per Gedankenkontrolle die Lebenssituation von Menschen mit physischen Einschränkungen enorm verbessern kann. Wir erwarten in diesem Bereich bereits in den nächsten Jahren beträchtliche Fortschritte.“

Damit soll natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Gehirn-Computer-Schnittstellen in naher Zukunft auch für den Rest der Bevölkerung zur Norm werden. Wie bei allen Technologien, bei denen künstliche Intelligenz im Spiel ist, werden solche Systeme mit zunehmender Nutzung immer besser werden. Maschinelles Lernen wird es ihnen so im Lauf der Zeit ermöglichen, vorausschauend zu agieren und auf Gefühle und Emotionen zu reagieren, statt auf explizite Kommandos.

Trotz riesiger Fortschritte bei der Entwicklung und Integration der Gedankensteuerung, wird diese, zumindest vorerst, nicht unbedingt die vorherrschende Technologie zur Interaktion mit unseren intelligenten Geräten werden. In der näheren Zukunft werden wir vermutlich eine Kombination aus Berührungs-, Sprach-, Augen- und Gedankensteuerung nutzen. Sollten jedoch die Visionen von Elon Musk und Mark Zuckerberg Wirklichkeit werden, dann könnten EEG-Wearables der nächste Schritt in dieser Evolution werden.

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