Stockholm: Inseln, Kopfsteinpflaster und viel klares Wasser

Intelligente Mobilitätsinitiativen: Stockholm

Stockholm, seit langem ein Innovator in Sachen Umweltinitiativen, wurde 2010 zur ersten Umwelthauptstadt Europas gekürt. Die schwedische Hauptstadt hat ehrgeizige Pläne: Bis 2040 will sie 100 Prozent klimaneutral sein. 

Von CIVITAS, dem europäischen Netzwerk für nachhaltigen Verkehr in Städten, wurde Stockholm für seine Erfolge bei der Einführung emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge ausgezeichnet. Hierzu zählt unter anderem das öffentliche Verkehrssystem SL, das seit 2017 – und damit sogar früher als geplant – vollständig fossilfrei mit Energie aus erneuerbaren Quellen betrieben wird. Die nachahmenswerte Initiative umfasst auch sämtliche Immobilien der öffentlichen Verkehrsbetriebe, darunter auch Depots und Bahnhöfe, die größtenteils mit grüner Energie beheizt werden.

Im Rahmen der nächsten grünen Mobilitätsinitiative der Stadt sollen bis 2030 alle Boote und Fähren in Stockholms öffentlichem Verkehrssystem fossilfrei werden. Die Stockholmer Verkehrsbehörde prüft außerdem die Möglichkeit, in der gesamten Region Elektrobusse fahren zu lassen.

Amsterdam: fahrradfreundlich und tolerant mit Grachtenleben und Weltklasse-Museen

Intelligente Mobilitätsinitiativen: Amsterdam

Amsterdam ist berühmt für seine fahrradfreundlichen Straßen, doch damit ist die grüne Mobilität in der niederländischen Hauptstadt noch nicht erschöpft. Seit Anfang 2019 fahren alle Busse, U-Bahnen und Züge mit erneuerbarer Energie, und in puncto Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist Amsterdam klar führend.

Während 2011 in den Niederlanden nur 1.826 Ladestationen zur Verfügung standen, verfügt das Land heute mit 41.000 Ladestationen über die höchste Dichte der Welt - und 2.700 dieser Stationen befinden sich allein in Amsterdam. Weiterhin gibt es Pläne, das Netz auf eine Ladestation alle 25 Kilometer zu verdichten und Elektroautos landesweit von der Mautpflicht zu befreien.  

Zu den künftigen Projekten für grüne Mobilität zählt das autonom fahrende Motorboot Roboat, das als selbstfahrendes Taxi Staus auf den stark befahrenen Amsterdamer Kanälen vermindern soll. Roboat könnte auch als schwimmender Abfallsammler eingesetzt werden, der sich schnell und effizient durch die engen Wege und Wasserstraßen der Stadt bewegt.

Warschau: der Phönix unter den Städten – geschichtsträchtig, grün und kulturell vielfältig

Intelligente Mobilitätsinitiativen: Warsaw

Das Park&Ride-Projekt Połczyńska ist ein zukunftsweisendes Energie-Nachrüstungsprojekt entlang der Połczyńska, einer der wichtigsten Ausfallstraßen in der polnischen Hauptstadt. Das voraussichtlich 2022 abgeschlossene Projekte soll die CO2-Emissionen ab 2023 um 33 Tonnen pro Jahr senken. Die Anlage wird allerdings nicht nur zur Reduktion von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen dienen, sondern auch Regenwasser in eigens dafür gebaute Tanks leiten und so einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Das Projekt umfasst die Installation von Photovoltaikmodulen mit bis zu 192 kW Spitzenleistung und den Bau von vier Ladepunkten für Elektrofahrzeuge. Saubere Heizenergie wird durch eine Wärmepumpe erzeugt, außerdem wird die gesamte elektrische Beleuchtung modernisiert und mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Die Anschlüsse an das örtliche Stromnetz werden modernisiert und eine Energiebank zur Speicherung von Elektrizität eingerichtet.    

Ein zentraler Aspekt des Projekts besteht darin, die Menschen vor Ort in die Entwicklung einzubeziehen.  Dies geschieht unter anderem durch ein Aufklärungsprogramm, das mehr Bewusstsein für grüne Mobilität sowie für Klimawandel und Nachhaltigkeit im Allgemeinen schaffen soll. Das Projekt soll nach Möglichkeit von fünfzehn weiteren Park & Ride-Systemen der Hauptstadt übernommen werden.

Duisburg: faszinierende Hafenstadt mit Industriekultur

Intelligente Mobilitätsinitiativen: Duisburg

2019 führte Duisburg seinen ersten, nahezu netzunabhängigen und damit autarken, Schnellladepark in Deutschland ein. Die Anlage ermöglicht es Menschen ohne eigenen Privatparkplatz, Elektrofahrzeuge an einem stadt- und autobahnnahen Standort schnell und effizient aufzuladen. Zur Ergänzung der lokalen Netzkapazität ist der Ladepark mit einem Solardach und einer Batterie ausgestattet, die bei hohem Ladebedarf als Puffer dient. Die Batterie speichert darüber hinaus Solarstrom, sodass die Kapazität der Solaranlage voll ausgeschöpft wird und die Ladestationen in Zeiten geringerer Nachfrage völlig netzunabhängig betrieben werden können.

Das gemeinsam von E.ON Innovation, innogy eMobility Solutions und den Stadtwerken Duisburg initiierte Projekt ermöglicht das schnelle Laden von Elektrofahrzeugen ohne Überlastung der Netzkapazität. Die Anlage umfasst vier Gleichstrom-Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung und eine Batteriespeicherkomponente mit 210 kWh Kapazität. Das 180 Quadratmeter große Solardach kann pro Jahr 26.000 kWh grünen Strom liefern – das entspricht 200.000 Kilometern emissionsfreiem Fahren. Alle Komponenten und Energieströme werden über ein intelligentes Energiemanagementsystem optimiert und sorgen so für höchstmögliche Effizienz.

Der ultraschnelle Ladepark ist nicht die einzige grüne Mobilitätslösung in der Stadt. Auch Duisport, der größte Binnenhafen der Welt, hat mehrere bedeutende Umweltinitiativen auf den Weg gebracht. Der Hafen bietet ein umfassendes und hocheffizientes intermodales Verkehrsnetz, das Duisburg mit fast allen europäischen Ländern und allen wichtigen Industriezentren des Kontinents verbindet. Darüber hinaus verlagert Duisport seinen Güterverkehr kontinuierlich auf Schiene und Binnenschifffahrt und trägt so zur Reduzierung des Straßenverkehrs und zur Verbesserung der Umweltqualität bei. Schiffe, die im Hafen vor Anker liegen, können sich über CEE-Stecker mit einer wasserdichten Land-Schiff-Ladestation verbinden und so umweltfreundlichen Strom anstelle des von Dieselgeneratoren erzeugten Stroms an Bord nutzen.

Venedig: Wasser, Brücken, Masken und Romantik

Intelligente Mobilitätsinitiativen: Venice

Ein leuchtendes Beispiel für grüne Mobilitätsprojekte, die auch die Menschen vor Ort einbeziehen, ist die Initiative für grüne Kraftstoffe in Venedig. 2018 erprobte die Stadt Venedig gemeinsam mit der AVAM Group, ENI und VERITAS Spa den Einsatz von Eni Diesel, einem Premium-Diesel, der 15 Prozent hydriertes Pflanzenöl (HVO) enthält und die weltbekannte Flotte öffentlicher Boote auf den Kanälen und der Lagune der Stadt antreibt. Die Bürger der Stadt können an einer Reihe öffentlicher Sammelstellen in ganz Venedig Altspeiseöl abgeben, das dann in Biodiesel umgewandelt und an die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt geliefert wird. Die Kosten entsprechen dabei genau denen von normalem Dieseltreibstoff.

Mit jeder verbrauchten Tonne Biodiesel werden schätzungsweise 3,13 Tonnen CO2-Äquivalenten und 1,9 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart. Es ist geplant, die Produktion bis 2012 auf bis zu 560.000 Tonnen Öl zu erhöhen.

Mit der Initiative geht Venedig einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft. Sie wird auch dazu beitragen, Schadstoffe wie Stickoxide zu reduzieren und die Luftverschmutzung zu verringern. Flottenbesitzer dürften außerdem von geringeren Wartungskosten profitieren, da die Motoren 4 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen und so weniger Reparaturen erforderlich sind.

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