Schnellladepark in Duisburg besteht Belastungstest

10. August 2020
Schnellladepark in Duisburg besteht Belastungstest

Ein Gemeinschaftsprojekt von E.ON Innovation, innogy eMobility Solutions GmbH und die Stadtwerke Duisburg geht zur nächsten Stufe

Der Kauf eines emissionsfreien Elektrofahrzeugs vor allem in Städten ergibt auch heute bereits Sinn, da sich auf diesem Wege nachhaltig die Luftqualität verbessern lässt. Dennoch verfügen die Fahrer von Elektroautos zu Hause oft nicht über die notwendige Ladeinfrastruktur. E.ON Innovation, innogy eMobility Solutions GmbH und die Stadtwerke Duisburg gehen diese Herausforderung im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts mit einem Ultra-Fast Ladepark an.

Die innovative Lösung in Duisburg kombiniert Schnellladesäulen mit einer Solaranlage auf dem Dach und einem Batteriespeicher. Die Lage des Parks, unweit des Autobahnkreuzes A42/A59, macht den Park sowohl für Durchreisende als auch für Stadtbewohner ohne eigenes Ladesystem leicht zugänglich.  

Der integrierte Batteriespeicher reduziert die Netzbelastung auf ein Minimum. Während der Stoßzeiten, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig mit voller Leistung an den Schnellladesäulen laden, fungiert er als Puffer. Dank des Batteriespeichers kann auch die Solarstromanlage des Parks optimal genutzt werden, wodurch die zukunftsorientierte Elektrotankstelle so zu bestimmten Zeiten beinahe unabhängig vom Netz arbeiten kann. Für den effizienten Betrieb eines Systems dieser Art ist ein optimales Zusammenspiel aller Komponenten erforderlich sowie ein intelligentes Energiemanagement. 

Schnellladepark in Duisburg besteht Belastungstest

Zum Duisburger Ladepark mit seinem intelligenten Energiemanagementsystem gehören vier DC-Schnellladesäulen mit einer Leistung von jeweils 150 kW, zwei AC-Ladestationen mit jeweils 2 x 22 kW, ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 210 kWh und ein Solardach, das jährlich 26.000 kWh grünen Strom erzeugt – was einer Fahrtstrecke von über 150.000 Kilometern mit einem Elektrofahrzeug entspricht. Dieses Projekt ermöglicht den Bewohnern dieses Ballungsgebiets saubere, emissionsfreie Mobilität.

Eineinhalb Jahre nach Inbetriebnahme des Duisburger Schnellladesparks wurden in über 3.600 Ladevorgängen Elektrofahrzeuge mit insgesamt 80.000 Kilowattstunden klimafreundlichem Strom aufgeladen. Genug, um mit einem elektrischen VW Golf ca. 470.600 Kilometer zurückzulegen. Allein das Solardach der Station hat dazu ungefähr 210.000 km Reichweite beigetragen.

Nach dem ersten erfolgreichen Betriebsjahr wurde das System nun umfangreichen Belastungstests unterzogen. „Wir können an allen Ladesäulen gleichzeitig Elektrofahrzeuge mit voller Leistung aufladen, ohne vor Ort das Netz zu überlasten. Damit ist der Ladepark ideal für die neuen, schnellladenden Elektrofahrzeuge geeignet“, berichtet Lioudmila Simon, Head of Networked Mobility bei E.ON Innovation. „Die Station kombiniert eine Schnellladeinfrastruktur mit der Erzeugung von klimafreundlichem Strom, modernster Speichertechnologie und einer hervorragenden Netzkompatibilität. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt nutzen wir schon heute die Infrastruktur von morgen.“

Schnellladepark in Duisburg besteht Belastungstest

Bei den durchgeführten Tests wurde vor allem das Energiemanagementsystem einer harten Belastungsprobe unterzogen. Im Rahmen der Prüfung wurde untersucht, wie die Schnellladepunkte reagieren, wenn der Batteriespeicher leer ist, Fahrzeuge an allen Ladesäulen gleichzeitig laden und die Netzleistung überschritten wird. Das Ziel dabei war es, herauszufinden, ob sich die Hochleistungsladepunkte zur Vermeidung einer Netzüberlastung sukzessive abschalten – und die Testergebnisse waren genau wie erwünscht.

Wenn durch das Abschalten der Schnellladesäulen die erforderliche Netzstabilität nicht erreicht wird, dann soll der ganze Ladepark vom Netz gehen. Dieser Vorgang verlief ebenfalls planmäßig. Waren bei leerer Batterie gleichzeitig an allen Ladesäulen Fahrzeuge angeschlossen, gingen zuerst die Schnellladestationen und dann der gesamte Ladepark in den Standby-Modus.

In einem abschließenden Test wurde die Fähigkeit des Batteriespeichers zur Netzunterstützung untersucht. Auch hier wurde das gewünschte Ergebnis erreicht. Das Batteriespeichersystem kompensiert die Menge an Ladeleistung, die nicht aus dem Netzanschluss bezogen werden kann, und entlastet so das Netz. Alle Fahrzeuge wurden problemlos aufgeladen.

Der Ladepark Duisburg bringt den Mobilitätssektor der nachhaltigen Verkehrszukunft einen großen Schritt näher und ermöglicht einen effizienten, komfortablen und kostengünstigen Übergang zur Elektromobilität. Dieses Projekt zeigt, wie der Schnellladepark der Zukunft aussieht, der keine Netzengpässe erzeugt. In einem nächsten Schritt wird der Batteriespeicher der Station zur Bereitstellung von Regelleistung für den Regelenergiemarkt genutzt. Dieser flexible Service erschließt eine zusätzliche Einkommensquelle und macht den Park damit für die Betreiber noch attraktiver.

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