49-stündiger Hackathon zur Lösung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

16. November 2020
49-stündiger Hackathon zur Gestaltung des 21. Jahrhunderts

Vom 13. bis zum 15. November fand mit Odyssey Momentum einer der größten Industrie-Hackathons in Europa statt.

Dabei kamen mehr als 2000 Teilnehmer aus 100 ausgewählten Teams verschiedener Branchen zusammen, um im Rahmen der 49-stündigen virtuellen Veranstaltung gemeinsam Lösungsansätze für die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Neben den E.ON Innovationsteams beteiligten sich auch weitere Energieversorger an dem Hackathon, darunter auch Engie und Vattenfall. Unter der Führung verschiedener Unternehmen, Regierungsvertretungen und gemeinnütziger Organisationen aus den USA, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden wurden insgesamt 13 Wettbewerbe ausgerufen. Jeder Wettbewerb - Challenge genannt - umfasste dabei globale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte, die die Nachhaltigkeitsziele der UN abbildeten.

E.ON und die „Energy Singularity“

Odyssey Hackathon - Gruppenbild

E.ON beteiligte sich am Wettbewerb „Energy Singularity“, der vom Energieversorger Engie und dem Startup Grid Singularity geleitet wurde - unterstützt von den Verteilnetzbetreibern Stedin, Enpuls und Alliander.

„Energy Singularity“ ist ein spezieller Begriff, der das zukünftige dezentrale Energiesystem charakterisiert. Zentraler Aspekt der „Singularity“ ist es, dass heute unabhängige Bereiche des Energiesystems zu einem integrierten System zusammenwachsen, dessen Elemente zukünftig nicht mehr unabhängig nebeneinander bestehen, sondern miteinander interagieren. Die Idee der „Singularity“ wird auf den Energiesektor dahingehend angewandt, dass wir zukünftig alle aktive Teilnehmer im Energiesystem werden. Denn zukünftig kann jeder Energie in seinem Gebäude erzeugen und diese über den sogenannten „maschinenbasierten Handel“ verkaufen, sofern er die selbst erzeugte Energie nicht mehr nutzen möchte.

Dieser Aspekt der Erweiterung von Marktteilnehmern hat auch einen Technologieaspekt. Im beschriebenen Konzept könnten Maschinen (in einer IoT Welt) mithilfe entsprechender Technologien in einer Cloud ohne die Intervention einer zentralen Stelle mit Energierohstoffen handeln. Damit ließen sich potenziell die Energiepreise für die Verbraucher reduzieren und sie würden gleichzeitig wesentlich mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten.

In einem solchen Szenario wird der Kunde zukünftig vom Energiekonsumenten und Energieproduzenten (Prosumer) zum Energiehändler - und der Energiehandel wird autonom. Auch für Energieversorger eröffnen sich in diesem Szenario interessante Perspektiven, in dem sie ein neues transparentes Konzept für den Energiehandel und das Netzmanagement entwickeln können.

Die Energy Singularity Challenge umfasste zwei Themenschwerpunkte (sogenannte „Streams“). Stream 1 setzte sich mit der technologischen Machbarkeit von Peer-to-Peer-Energiemärkten auseinander, während die Teams im Stream 2 Apps konzipierten, die Prosumer dazu anregen, ihr Verhältnis zum Thema  Energie neu zu definieren. Die Teams in beiden Challenges gingen dabei sehr kreativ zu Werke.

Stream 1: Technische Machbarkeit eines lokalen Peer-to-Peer-Energiehandels

Der erste Teil der Energy Singularity Challenge beschäftigte sich mit der Entwicklung von Handelsstrategien, die über die Anwendung von Künstlicher Intelligenz Übertragungsspitzen im Netz reduzieren können sowie Modellen zur Kostensenkung für Endkunden, Energiehandelspreise sowie Netzgebühren.

Zur Simulation ihrer Modelle nutzten alle Startups das Open Source Framework unseres Partners Grid Singularity, dessen D3A-Software einen transaktiven und lokalen Energiehandel simulieren und durchführen kann. In dem Modell wird eine Verbindung zwischen Netzbetreiber und Aggregatoren hergestellt, die über eine Schnittstelle besser miteinander kommunizieren und damit ohne die üblichen Marktbarrieren und mit flexibleren Tarifen an den Märkten partizipieren.

Das Startup Rebase konnte hier mit den besten und genauesten Prognose- und Optimierungsmodellen aufwarten und gewann diesen Teil der Challenge. Das Unternehmen entwickelte außerdem einen Handels-Agenten (Trading Agent), der sich bestmöglich auf den kontinuierlichen Wandel der Energiemärkte in den kommenden Jahren einstellt.

Stream 2: Der Kunde von morgen: Energie neu denken

Im Stream 2 hießen die Gewinner Streaming Potential und rvolt. Streaming Potential wendet sich an die Zielgruppe Künstler und Kunstinteressierte, die Energie gegen Kunst eintauschen möchten. Prosumern wird hier über eine App ein Peer-to-Peer-Handel vorgeschlagen, über den sie Künstler mit Energie versorgen können und im Gegenzug dafür Kunstwerke erhalten.

rvolt, das zweite Siegerteam konzipierte eine App, die es Energiegemeinschaften ermöglicht, über einen Crowd-Funding- und Gamification-Ansatz ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Der Nutzer erhält konkrete Informationen zu seinem CO2 Fußabdruck und seine gesamte Klimabilanz. Darüber hinaus werden den Kunden Anreize zur Effizienzsteigerung auf Basis ihrer bisherigen Verbrauchsgewohnheiten angeboten. Ihre Einsparungen aus dem Handel mit überschüssiger Energie können die Kunden anschließend auch in die Anschaffung neuer Endgeräte für die Erzeugung Erneuerbarer Energien investieren.

Die Gewinner der Energy Singularity Challlenges wurden durch eine hochkarätig besetzte Jury gekürt. Bewertet wurden dabei die Qualität der technischen Lösung sowie das wirtschaftliche Potenzial im Falle einer Vermarktung.

Alle Teams werden in den nächsten Wochen ihre Lösungsansätze weiter ausarbeiten. Mehr über die Lösungen der Siegerteams können Sie hier nachlesen: solutions.odyssey.org.

Allen, die sich näher mit der technischen Seite der beschriebenen Ansätze befassen möchten, empfehlen wir den Artikel unseres Partners Grid Singularity über die Odyssey Veranstaltung.

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