Simris – 100% erneuerbare und lokal produzierte Energie

E.ON bringt bis zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen in den schwedischen Ort Simris.

Key
Facts

  • Das Interflex Projekt in Simris, unter der Leitung von E.ON Innovation, zeigt als erstes Vorhaben seiner Art wie das Energiesystem der Zukunft aussehen kann.
  • Das innovative System versorgt das schwedische Dorf Simris bis zu 100% mit grünem, lokal erzeugtem Strom. Ermöglicht wird dies durch die Kombination von Solarmodulen, Windturbinen, Batteriespeichersystemen, einem intelligenten Energiemanagement und einer lokalen Energiegemeinschaft, die voll hinter dieser Initiative steht.
  • Dank des Projekts können die Bewohner von Simris ihren eigenen Grünstrom erzeugen und speichern und werden damit zu einer Gemeinschaft unabhängiger und engagierter Energienutzer.

Die Herausforderung

2015 drehte sich bei der E.ON Innovation alles um die Frage: „Wie können wir das Energiesystem der Zukunft schaffen?“ Die E.ON-Vision sah ein futuristische Energiesystem voraus: Bis zu 100% lokal erzeugter Strom aus erneuerbaren Energiequellen und Fokus auf engagierte Kunden, die an der Erzeugung, Versorgung und Speicherung ihres Stroms beteiligt werden.

Um den Beweis zu liefern, dass die Gesellschaft für eine solche Lösung bereit ist, sollte ein Pilotprojekt initiiert werden. Der perfekte Ort für ein solches Projekt? Simris. Simris ist ein kleines schwedisches Dorf in einer der windigsten und sonnigsten Gegenden des Landes. Außerdem wohnen In Simris Menschen, die sich für nachhaltig erzeugten Strom begeistern können.



bis zu 100% erneuerbar


lokal produziert


im Zentrum stehen engagierte Kunden

Die Lösung

Um die engagierte örtlichen Gemeinschaft von Simris mit grünem, lokal erzeugtem Strom zu versorgen, hat das Team der E.ON Innovation ein hochmodernes, innovatives Energiesystem entwickelt. Dieses System vereinigt Windenergie, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, intelligente Geräte in den Häusern der Kunden und eine smarte Netzsteuerung.

Zwei Batteriesysteme speichern lokal produzierten, überschüssigen Strom, um die Dorfbewohner später, wenn zum Beispiel in der Nacht wenig oder keine Erzeugung stattfindet, damit zu versorgen. Die Batteriespeicher dienen außerdem zur Stabilisierung des kommunalen Netzes, dem Rückgrat der Energiegemeinschaft. Das Projekt wird von dem Wunsch getrieben, eine begeisterte Energiegemeinschaft von Prosumern zu formen – also Dorfbewohnern, die den Strom sowohl vor Ort selbst erzeugen als auch verbrauchen.



Bereitstellung von Energiespeichersystemen


stabiles Netz als Rückgrat


eine Energiegemeinschaft begeisterter Prosumer schaffen

Die Ergebnisse

Das Energiesystem in Simris könnte bis zu 100% mit Ökostrom betrieben werden, der lokal mit Windturbinen und Photovoltaikmodulen erzeugt wird – wenn es nötig wäre, sogar im „Inselmodus“, also ohne Verbindung zum Hauptnetz. Damit hebt sich Simris von allen anderen Energiesystemen in der Welt ab und zeigt, dass es möglich ist, schon heute ein vollkommen unabhängiges und nachhaltiges lokales Energiesystem zu betreiben.

Des Weiteren bilden das Wissen und die Erkenntnisse aus dem Interflex Projekt in Simris die Grundlage für verschiedene weitere Innovationsprojekte dieser Art in Europa. Dank des Erfolgs mit dem Projekt in Simris können wir jetzt beispielsweise große Photovoltaiksysteme wesentlich schneller und kostengünstiger in unsere Stromnetze integrieren und somit die Energiewende beschleunigen.

Darüber hinaus dient die Energiegemeinschaft in Simris als Best-Practice-Beispiel. Die Bewohner von Simris haben die Bedeutung der Nutzung erneuerbarer Energien für eine nachhaltige Energiewende erkannt. Ob als Verbraucher, Produzent oder Prosumer von lokal erzeugtem, erneurbarem Strom – jeder der Einwohner hat zur Energiewende im Dorf beigetragen.

Die in Simris gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für mehrere weitere Innovationsprojekte in Europa. Wir können jetzt erneuerbare Energien schneller integrieren und wissen wie wir Bürger vor Ort, die eine Schlüsselrolle bei der Energiewende spielen werden, mit einbinden können.

Luis Hernandez, Head of Energy Communities and Networks bei E.ON Innovation.

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