E.ON AG
18.03.2010  08.34 Uhr
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Bild: Pilotanlage Schwandorf
Im oberpfälzischen Schwandorf haben wir  die europaweit größte Anlage mit Aufbereitung von Biogas zu Bio-Erdgas in Betrieb genommen. Die Produktionsleistung beträgt ca. 10 Megawatt (Gaserzeugung). Seit Februar 2008 wird das hier produzierte Bio-Erdgas in das bestehende Erdgasnetz eingespeist.

 

Wir glauben, dass Bio-Erdgas in Zukunft eine interessante Option für die umweltschonende Energieversorgung darstellen kann. Deshalb planen wir konkret den weiteren Ausbau dieses Segments mit dem Bau weiterer Bio-Erdgas-Anlagen.

Neue Energie durch einheimische Energieträger
Bei einem umsichtigen Einsatz können wir uns mit Bio-Erdgas also eine umweltschonende heimische Energiequelle erschließen, mit deren Hilfe mittelfristig zum Beispiel auch die rückläufige inländische Erdgasförderung teilweise kompensiert werden kann. Für die Zukunft  ist das der richtige Schritt in eine umweltfreundlichere und sichere Energieversorgung.
Energie und Landwirtschaft Hand in Hand
Als Energieversorger sehen wir es auch als eine unserer Aufgaben an, die Regionen unseres Versorgungsgebietes zu stärken. Und gerade da bietet die Biogastechnologie ideale Möglichkeiten: Rund 100 Landwirte der Region liefern die Biomasse, aus der Biogas für die energetische Verwertung entsteht. Für manchen Landwirt erschließt sich mit der Erzeugung von Energiepflanzen eine ganz neue Erwerbsquelle.
Bio-Erdgas - in Schwandorf eine saubere Produktion
Biogasanlagen und damit auch Bio-Erdgasanlagen produzieren Energie im Kreislauf der Natur. Deshalb achten wir in Schwandorf gezielt auf eine umweltschonende Produktion der Energiepflanzen.

 

Für uns selbstverständlich ist auch, dass wir die Energiepflanzen nur von umliegenden Feldern beziehen. Wir wollen keine langen Transportwege und Importe aus Drittländern sind für uns kein Thema.

 

In Schwandorf ist selbst der Kraftstoffverbrauch der Zugfahrzeuge (Traktoren) ermittelt worden. Denn für die Zukunft legen wir und unsere Partner Wert darauf, dass Schlepper verwendet werden, die sich durch einen geringen Dieselverbrauch auszeichnen. Damit die Transportkosten für die Energiepflanzen und die Umweltbelastung so gering wir möglich gehalten werden.

Unsere Rohstoffe - Pflanzenmix von heimischen Feldern
Die Erzeugung von Bio-Erdgas ist aus wirtschaftlicher und vor allem ökologischer Sicht nur sinnvoll, wenn Energiepflanzen nicht erst über lange Wege zur Anlage transportiert werden müssen. Genau deshalb werden in Schwandorf ausschließlich Energiepflanzen verwendet, die auf den Feldern der Umgebung wachsen. Importe aus Drittländern kommen in dieser Anlage nicht zum Einsatz.

 

Schwandorf wird darüber hinaus mit einem Mix aus Pflanzen betrieben - und nicht ausschließlich mit Mais. Ein großer Teil der Energiepflanzen sind Gras und Zwischenfrüchte. Denn vor allem Zwischenfrüchte haben den Vorteil, dass sie in keiner Weise in Konkurrenz zu Nahrungspflanzen stehen. Sie wachsen in der Zeit zwischen den Hauptfrüchten. Pflanzen wie Kleegras, Lupinen, Buchweizen oder Ölrettich gedeihen unabhängig von der Aussaat auch im Frühling, Herbst und Winter.

 

Diese Fruchtfolge entspannt nicht nur die Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, sie erhöht auch die Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit. Und im Vergleich zu Anlagen ähnlicher Größenordnung reduziert sich damit auch die benötigte Ackerfläche um etwa ein Drittel.

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