Bio-Erdgas wird aus Biogas hergestellt, welches wiederum bei der Vergärung von organischem Material entsteht. Bevorzugt werden speziell für die Energienutzung gezüchtete und angebaute Pflanzensorten. Die Pflanzen stammen aus natürlicher Züchtung, auf Gentechnik wird verzichtet.
Bio-Erdgas - neue Energie aus Biomasse
Die geernteten Pflanzen werden klein gehäckselt und kommen dann in das Herzstück der Biogasanlage, den Fermenter. Dort werden sie unter Luftabschluss vergoren. Dabei entsteht das Biogas, welches sich hauptsächlich aus Methangas (50-70%) und Kohlendioxid (30-50%) zusammensetzt. Weitere Bestandteile sind Stickstoff, Sauerstoff und Schwefelwasserstoff.
Schrittweise Veredelung von Biogas zu Bio-Erdgas
In einem weiteren Schritt wird das Biogas in einer Aufbereitungsanlage im Wesentlichen von Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff befreit. Durch weitere innovative Prozessschritte wird es dann zu Bio-Erdgas "veredelt". Das Bio-Erdgas besitzt dann exakt die Eigenschaften von Erdgas.
Um das Bio-Erdgas in das Erdgasnetz einspeisen zu können, muss es noch auf den entsprechenden Betriebsdruck verdichtet werden. Jetzt kann es umweltschonend weiter transportiert werden, ist bei Bedarf speicherbar und kann unabhängig vom Ort der Herstellung überall verwendet werden.
Für den Umweltschutz ist wichtig: die bei der Bioerdgaserzeugung übrig bleibenden Gärreste sind ein wertvolles Düngemittel und werden auf die Felder zurückgebracht. Durch diesen Kreislauf kann beim Energiepflanzenanbau auf zusätzlichen Düngemitteleintrag verzichtet werden.
