E.ON AG
21.11.2008  11.38 Uhr
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  Technologie- entwicklung 50 Prozent-
Kohlekraftwerk
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und -Speicherung
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Bild: Herausforderungen

Heutige Herausforderungen

für das Kraftwerk von morgen

Seit Mitte der neunziger Jahre forschen Stromerzeuger europaweit an Möglichkeiten, Steinkohle als Energieträger effizienter zu nutzen.

Moderne Kraftwerke laufen auf einer Betriebstemperatur von 500 °C und einem Druck von etwa 240 bar. Um mehr Effizienz zu erreichen, muss die Temperatur jedoch auf 700 °C erhöht und der Druck gleichzeitig auf 350 bar gesteigert werden.

Comtes700 – Das Projekt für die Zukunft
Mit dem Projekt Comtes700 in Block F des Kraftwerks Scholven ist E.ON nun der weltweite Durchbruch gelungen. Statt auf normalen Kraftwerksstahl zu setzen, der nur Temperaturen bis 600 °C standhält, suchten E.ON-Ingenieure nach einem neuen Material für das Kraftwerk der Zukunft – und fanden es in einer Nickelbasislegierung.

 

Das Problem: Nickel ist sehr zäh und lässt sich nur schwer verarbeiten. Erst nach vielen Testreihen gelang es, das Material qualitativ einwandfrei einzusetzen.

 

Auch das riesige Turbinenventil für das Kraftwerk stellte eine Herausforderung dar. Aufgrund seiner Größe konnte nur eine einzige Gießerei in ganz Europa gefunden werden, die in der Lage war, es herzustellen.

Technik aus dem Weltall für die Energieversorgung auf der Erde

Bei der Suche nach neuen Materialien für den modernen Kraftwerksbau griff E.ON dabei sogar auf Raumfahrttechnik zurück. Eine Technologie aus der internationalen Raumstation ISS soll künftig verhindern, dass die Kraftwerkskessel von innen „verrosten“. Denn je höher die Temperatur im Kessel, desto höher auch die Kohlenmonoxidwerte – und damit die Korrosionsschäden.

 

Wissenschaftler der Universität Stuttgart haben mit Unterstützung der E.ON Energie nun einen Sensor entwickelt, der selbst bei vollem Betrieb diese Konzentration im Kessel messen kann und so eine Regulierung möglich macht. Zeit- und kostenintensive Ausfälle sollen damit zukünftig verhindert werden.

Das erste 50 Prozent-Kohlekraftwerk der Welt

Die Anstrengungen haben sich gelohnt: dank der erfolgreichen Versuche in Scholven wird E.ON nun das erste Kohlekraftwerk der Welt errichten, das über einen Wirkungsgrad von über 50 Prozent verfügt – ein Quantensprung in der heutigen Kraftwerkstechnik. Denn bisher wurden in den deutschen Anlagen nur Wirkungsgrade von durchschnittlich 38 Prozent erreicht.

 

E.ON ist damit Vorreiter bei den Bemühungen, die vorhandenen Ressourcen effizienter zu nutzen und so auch die CO2-Emissionen maßgeblich zu verringern.

Angebote auf weiteren E.ON-Websites zu diesem Thema:
Entwicklung von hocheffizienten Kohlekraftwerken
E.ON Kraftwerke ist an einem internationalen Firmenkonsortium beteiligt, das Werkstoffe und Komponenten in ihrem Kohlekraftwerk Scholven in Gelsenkirchen testet.
Bild: Kraftwerk Comtes700
Das Kraftwerk der Zukunft
Bereits heute wird aus einem Kilogramm Steinkohle doppelt so viel Strom erzeugt, wie in den 50-er Jahren. Wir wollen den Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weiter steigern, um Ressourcen zu sparen und CO2-Emissionen zu verringern.
Bild: Kohlekraftwerk 50 plus

E.ON engagiert sich für CO2-freie Kohlekraftwerke