E.ON AG
21.11.2008  12.53 Uhr
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Bild: Modell Funktionsweise eines Gezeitenkraftwerks

Wo Gezeiten effizient arbeiten

Für das wirtschaftliche Betreiben eines Gezeitenkraftwerks war ursprünglich ein zwischen den Gezeiten auftretender Höhenunterschied des Meeresspiegels (Tidenhub) von mindestens fünf Metern notwendig. Diese relativ großen Höhendifferenzen werden nur in Buchten oder Flussmündungen erreicht, was die Zahl möglicher Standorte erheblich einschränkt.

 

Ein neuer Ansatz, die Gezeitenkräfte in elektrische Energie umzuwandeln, sind Anlagen, die sozusagen nach dem Prinzip einer „Unterwasser-Windkraftanlage“ arbeiten. Diese nutzen nicht den Tidenhub, sondern die durch die Gezeiten verursachten Meeresströmungen. Europa verfügt in diesem Bereich über eine der ertragreichsten Meeres-Energiequellen der Welt. Der Rhythmus der Gezeiten verändert sich insbesondere an der Küste Englands kaum, so dass die Energiegewinnung zu einer äußerst planbaren Größe wird und die maximale Leistung des Gezeitenkraftwerkes von Tag zu Tag konstant bleibt. In Deutschland ist die Nutzung von Gezeitenkraftwerken aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeiten in der Nord- und Ostsee weniger ertragreich.