E.ON AG
21.11.2008  14.51 Uhr
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Gezeitenkraftwerke

von gestern bis heute

Das von E.ON geplante Gezeitenkraftwerk an der Westküste Englands ist mit einer Leistung von bis zu acht Megawatt eines der größten Gezeitenkraftwerke weltweit. Und damit das erste, das ohne „Staudamm-Prinzip“ eine signifikante Menge „Strom aus dem Meer“ bereitstellt.


Bisherige große Gezeitenkraftwerke arbeiten mit der Kraft des Tidenhubs. Die Nutzung der Gezeitenenergie findet dort durch ein Dammbauwerk statt, was nach heutigem Wissensstand einen zu großen Eingriff in die natürlichen Umweltbedingungen darstellt.


Das erste Gezeitenkraftwerk der Erde, die französische Anlage an der Rance-Mündung in St. Malo in der Bretagne, wurde 1967 errichtet.


Ein weiteres Gezeitenkraftwerk befindet sich in Annapolis Royal an einer Nebenbucht der Bay of Fundy in Neuschottland (Kanada). Es wurde 1984 errichtet und dient in erster Linie der Forschung und Entwicklung. Es arbeitet im Ein-Richtungs-Betrieb und nutzt nur den Ebbstrom.


Andere kleinere Gezeitenkraftwerke gibt es in Russland bei Murmansk mit 0,4 MW und in China. Das größte chinesische Gezeitenkraftwerk befindet sich bei Jiangxia in der Provinz Zhejiang. Es wurde 1986 fertig gestellt.


Seit 2006 produziert ein Gezeitenkraftwerk im East River Strom für einen Supermarkt sowie für einen Parkplatz in New York. Freistehende Räder mit langsamer Umdrehung erzeugen hier den Strom aus den durch Ebbe und Flut ausgelösten Wasserbewegungen.

Strom aus dem Strom
E.ON Wasserkraft ist mit einer Leistung von 2.753 MW Deutschlands größter Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien.
Bild: Wasserkraftwerk Kinsau