E.ON AG
28.08.2008  17.43 Uhr
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Bild: Kohletransportband im Kraftwerk Scholven

Kohle und Erdgas

Fossile Energieträger werden in den meisten Ländern auch künftig die Stromerzeugung dominieren. Laut dem World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur wird ihr Anteil bis 2030 weltweit auf 82 Prozent leicht zunehmen. Hinter Öl, das hauptsächlich für den Verkehr und die Wärmeerzeugung genutzt wird, bleiben Kohle und Erdgas die wichtigsten Energieträger. Beide zusammen machen heute mehr als die Hälfte unseres Energiemix aus.
Renaissance der Kohle
Der Bedarf an Kohle wird rasant zunehmen, denn Schwellenländer wie Indien und China planen verstärkt den Bau neuer Kohlekraftwerke. Diese Kraftwerke werden größtenteils nicht den Standard haben, den wir mit unseren Kraftwerksneubauten umsetzen werden.

 

Der wesentliche Teil der Kohleverstromung bei E.ON entfällt auf Steinkohlekraftwerke, die 2007 über eine Kapazität von 18,8 TW verfügten. Um ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, muss vor allem ihre Effizienz erhöht werden. So planen wir, bis 2014 das weltweit erste Kohlekraftwerk mit einem Wirkungsgrad von über 50 Prozent zu errichten. Gleichzeitig werden wir die Entwicklung CO2-armer Kohlekraftwerke vorantreiben. Mit solchen Innovationen stärken wir unsere Wettbewerbsposition und bleiben Technologieführer.

 

Neben der Steinkohle wird auch Braunkohle weiter verstromt. Braunkohlekraftwerke stoßen mit ihrem vergleichsweise niedrigen Wirkungsgrad große Mengen an Kohlendioxid aus. Bei E.ON haben die Braunkohlekraftwerke eine geringe Bedeutung. 2007 machten sie mit einer Kapazität von rund 1,3 TW nur einen kleinen Teil der Stromerzeugung aus.

Erdgas als Ergänzung
Als klimafreundlicher Energieträger ist Erdgas ein wichtiger Bestandteil unseres Energiemix. Auf Grund seines niedrigen Kohlenstoffgehalts ist Erdgas der fossile Energieträger mit den geringsten Treibhausgasemissionen bei der Verbrennung. Auch beim Transport über Pipelines sind die austretenden Treibhausgasemissionen sehr viel niedriger als bis vor kurzem angenommen. Das beweist eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die günstige CO2-Bilanz auch für das aus Russland in die EU importierte Erdgas gilt.

 

Trotz der vorteilhaften CO2-Bilanz des Erdgases werden wir den Anteil erdgasbetriebener Kraftwerke bis 2015 nicht wesentlich erhöhen, da sich Erdgas eher für die Abdeckung von Mittel- und Spitzenlast als für Grundlastkraftwerke eignet. Stattdessen werden wir die Vorteile des Erdgases als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge stärker betonen. E.ON Ruhrgas wird den Ausbau des Erdgastankstellennetzes beschleunigen. Gleichzeitig werden Anreize geschaffen, Kraftfahrzeuge auf den Erdgasbetrieb umzurüsten bzw. dies bei Neuanschaffungen zu berücksichtigen.

Angebote auf weiteren E.ON-Websites zu diesem Thema:
Innovation
Im gesamten Konzern entwickeln wir neue Technologien, um Ressourcen effizient einzusetzen.
Bild: Computeranimation eines geplanten Kraftwerks
Umweltfreundliches Erdgas
Erdgas bietet Vorteile gegenüber anderen fossilen Energieträgern.
Bild: Erdgaspipelines
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Internationale Energieagentur – IEA

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie