E.ON orientiert sich beim Betrieb aller Anlagen an hohen Standards. Das gilt auch bei der Nutzung von Wasser, das in unseren Kraftwerken als Kühl- und Prozesswasser sowie zur Dampferzeugung verwendet wird. Die Wassermenge, die wir für andere Zwecke nutzen, ist im Vergleich dazu unerheblich.
Der weitaus größte Teil wird für die Kühlung unserer Kraftwerke verwendet. Hierbei wird das Wasser, sofern der Betrieb nicht über einen geschlossenen Kühlkreislauf verfügt, aus einem Vorfluter entnommen, gefiltert, um wenige Grad Celsius erwärmt und wieder eingeleitet. Die mengenmäßige Erfassung des Kühlwassers ist unseres Erachtens allerdings keine aussagekräftige Kennzahl. Denn je höher das Kühlwasser erwärmt wird, desto weniger Wasser benötigt das Kraftwerk. Das Kühlwasser wird je nach Standort und den jeweiligen rechtlichen und ökologischen Rahmenbedingungen eingesetzt.
Das notwendige Wasser für die Kraftwerke kann entweder direkt aus einem nahe gelegenen Fluss entnommen oder in einem geschlossenen Kreislaufsystem eingesetzt werden. Bei einem Kreislaufsystem reduziert sich die benötigte Kühlwassermenge. Andererseits wird das Wasser nicht dorthin zurückgeführt, wo es entnommen wurde. Der Entzug des Wassers (in einem Kreislaufsystem) kann die Umwelt oftmals mehr beeinträchtigen als die Rückführung des leicht erwärmten Wassers, zumal eine Kreislaufführung oftmals zu einer geringeren Effizienz des Kraftwerks führt: Bei der Benutzung von Kühltürmen wird zwar der Wasserverbrauch des Kraftwerks drastisch gesenkt, das Wasser wird aber nicht dorthin zurückgeführt, von wo es entnommen wurde.
Neben dem Kühlwasser verwenden wir Wasser für die Erzeugung von Dampf. 95 bis 99 Prozent des Wassers, das hierfür eingesetzt wird, kondensiert und wird wieder genutzt. Darüber hinaus setzen wir das Wasser als so genanntes Prozesswasser (z. B. für Entschwefelungsanlagen) ein. Der Verbrauch an Prozesswasser, das heißt der Wassereinsatz für die Produktion abzüglich des Kühlwassers, spiegelt die unterschiedlichen Produktionsmengen und Einsatzmengen an Kohle in den stromerzeugenden Market Units wider.
Der Prozesswasserverbrauch ist 2007 im Vergleich zu 2006 nahezu konstant geblieben. Im Vergleich zu 2005 ist er allerdings deutlich gestiegen. Dies hängt damit zusammen, dass erst seit 2006 der Prozesswasserverbrauch von E.ON UK ausgewiesen wird. Außerdem schlug sich der vermehrte Einsatz von Kohle stärker im Prozesswasserverbrauch nieder. Ohne E.ON UK erhöhte sich der Verbrauch von 2005 bis 2007 lediglich um rund fünf Prozent. Da Wasser an den meisten Standorten unserer Kraftwerke ausreichend vorhanden ist, hat die Reduzierung der Wasserentnahme eine niedrigere Priorität als andere Umweltschutzanforderungen. Dennoch achten wir darauf, mit der Ressource sorgsam umzugehen.