E.ON AG
11.03.2010  03.24 Uhr
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Sonnige Aussichten

In drei Stunden schickt die Sonne die Energiemenge zur Erde, die wir weltweit in einem Jahr benötigen: Um den gesamten Primärenergiebedarf der Erde zu decken, würde die Energie der Sonne ausreichen, die auf eine Fläche von 1.000 Quadratkilometer fällt.

Von den regenerativen Energien hat die Solarenergie das größte Potenzial. Dennoch deckte die Solarenergie im Jahr 2008 beispielsweise in Deutschland erst 0,8 Prozent des Stromverbrauchs. Die Windenergie lieferte bereits gute acht Prozent. Bisher hat die Windenergie also die Nase vorn - auch was die Wirtschaftlichkeit angeht. Doch die Sonnenenergie zieht nach. Auch E.ON beteiligt sich aktiv an dieser Aufholjagd. Gesteuert werden diese Aktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien von E.ON Climate & Renewables.

Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, aus Solarenergie Strom zu erzeugen: Entweder werden Sonnenstrahlen direkt in Strom umgewandelt. Dann spricht man von Photovoltaik. Oder die gebündelte Solarenergie (Concentrated Solar Power, kurz CSP) erzeugt Dampf, der - wie in einem konventionellen Kraftwerk - über eine Turbine einen Generator antreibt. Dann handelt es sich um ein solarthermisches Kraftwerk. Neben der Projektentwicklung im Bereich Solarenergie richtet E.ON Climate & Renewables derzeit das Augenmerk ganz auf Malibu: ein Joint Venture mit dem Fassadenspezialisten Schüco. Anfang Juni 2009 weihten die Projektpartner die Produktionsanlagen für eine neue Generation von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen offiziell ein. Zeitgleich wurde der erste Bauabschnitt unseres Solarparks in Südfrankreich fertig gestellt - mit Solarmodulen von Malibu.

Mit der Übernahme des Französischen Photovoltaik-Projektentwickler Société Conilhac Energies S.A.S. (Conilhac) setzen wir die Entwicklung unseres Solargeschäfts in einem der bedeutendsten Solarmärkte Europas schnell und konsequent fort. Conilhac hat bereits erfolgreich Photovoltaikprojekte in Südfrankreich umgesetzt und verfügt über eine gut gefüllte Pipeline mit Vorhaben unterschiedlicher Reife. Durch die Übernahme von Conilhac haben wir wertvolles Know-how für die Umsetzung von Solarprojekten im industriellen Maßstab dazu gewonnen.

Darüber hinaus hat E.ON gemeinsam mit elf anderen Unternehmen am 13. Juli 2009 ein "Memorandum of Understanding" zur Gründung einer Desertec Industrial Initiative Planungsgesellschaft (DII) unterzeichnet. Ziel dieser Initiative ist die Analyse und Entwicklung von technischen, ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen zur CO2-freien Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas. Dieses von der TREC-Initiative des Club of Rome entwickelte DESERTEC-Konzept beschreibt die Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für alle Regionen der Welt mit Zugang zum Energiepotenzial von Wüsten.
Auch Dr. Hervé Touati, Mitglied der Geschäftsführung von E.ON Climate & Renewables, äußerte sich zur Initiative:
Bild: Dr. Hervé Touati
„E.ON ist davon überzeugt, dass der Solartechnik langfristig die Zukunft gehört. Wir teilen die Vision von DESERTEC, die Kraft der Sonne im großen Stil für die Energieversorgung Europas und der afrikanischen Länder zu nutzen. Um diese große Idee möglich zu machen, unterstützen wir die Initiative. Unabhängig davon baut E.ON sein Engagement im Bereich Solarstrom weiter kontinuierlich aus, vor allem auch im Bereich solarthermischer Kraftwerke, wie sie in der DESERTEC-Initiative für die Energieversorgung vorgesehen sind.“
Auch in Forschung und Entwicklung zukünftiger Energietechnologien und -anwendungen wird der Solarenergie ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das zeigen die im Rahmen der E.ON-Forschungsinitiative im April 2009 ausgezeichneten Forschungsvorhaben.
Der Standort ist ein ausschlaggebender Faktor für den Erfolg.
Dünnschicht-Technologie wandelt das Licht der Sonne direkt in elektrischen Strom um.

DESERTEC

Spiegel Online Interview mit Frank Mastiaux:

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