Die Mischung macht’s
In unserem Geschäft umfasst der Materialverbrauch in erster Linie den Brennstoffeinsatz. Im Jahr 2007 verteilte sich unsere installierte Erzeugungskapazität zu
- 36 Prozent auf Kohle,
- 29 Prozent auf Gas und Öl,
- 21 Prozent auf Kernenergie und
- 14 Prozent auf Erneuerbare Energien.
Damit verfügt E.ON über einen breiten, ausgewogenen Energiemix, um unseren Versorgungsauftrag von der dauerhaften Sicherung der Grundlast bis zur kurzfristigen Deckung der Lastspitzen optimal zu erfüllen. Er hilft uns, wettbewerbsfähige Preise zu gewährleisten und zugleich unser Klimaziel zu erreichen. Im Energiemix nicht dargestellt sind die Aktivitäten von E.ON auf dem Erdgasmarkt.
Neue Erzeugungsstrategie
Ende 2007 hat E.ON seine Erzeugungs- und Gasstrategie verändert und an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst. So beabsichtigen wir, bis 2015 18 Prozent unseres Stroms aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. 2030 soll die Hälfte unseres Energiemix mit CO2-freien Technologien inklusive Kernenergie erzeugt werden. Für die übrigen 50 Prozent wollen wir CO2-arme Erzeugungsformen einsetzen. Als zentrale Grundpfeiler unserer Erzeugungsstrategie gelten darüber hinaus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.
Um ihr CO2-Reduktionsziel zu erreichen, führt E.ON umfangreiche Investitionen in Erneuerbare Energien durch. Außerdem werden wir die Effizienz unserer fossil betriebenen Kraftwerke erhöhen, Technologien zur Abscheidung und Einlagerung von CO2 einführen und uns weiterhin für die Kernenergie einsetzen. Dazu ist es notwendig, die Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Pilotprojekte zu steigern.
Miteinander von Kohle, Erdgas, Kernenergie und Erneuerbaren Energien
Jede Art der Energieerzeugung hat ihre Vor- und Nachteile. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit sowie unserer CO2-Emissionen leistet jeder Energieträger einen wichtigen Beitrag. Es wäre unverantwortlich, auf eine Erzeugungsart zu verzichten – zumindest solange nicht klar ist, wie man sie zuverlässig ersetzen kann. Dies ist z. B. bei der Kernenergie der Fall. Ein wichtiger Vorteil der Kernenergie ist, dass sie in der Nutzung keine CO2-Emissionen verursacht. Ihre durchschnittliche Verfügbarkeit weist innerhalb unseres Erzeugungsportfolios außerdem die höchsten Werte auf. Für die Verwendung der Kohle spricht, dass dieser Energieträger noch über mehrere Jahrhunderte zur Verfügung steht. Kohle trägt jedoch auch zum Treibhauseffekt bei – zumindest solange wir noch nicht im großtechnischen Maßstab in der Lage sind, CO2 aus den Rauchgasen abzutrennen und zu speichern. Windenergie hingegen verursacht zwar keine CO2-Emissionen, ist jedoch auf Grund der unregelmäßigen Verfügbarkeit nicht geeignet, die Grundlast der Stromversorgung zu tragen.
