Emissionshandel
Ende 2007 wurden bei der Weltklimakonferenz auf Bali die Weichen für ein neues Klimaabkommen gestellt, welches das Kyoto-Protokoll ab 2013 ablöst. In dem neuen Klimaabkommen könnten die Industriestaaten dazu verpflichtet werden, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 massiv zu senken. Noch gibt es aber keine eindeutigen internationalen Reduktionsziele für die Zeit nach 2012. Lediglich die EU-Mitgliedsländer haben sich langfristig festgelegt. Sie wollen bis 2020 die Emissionen um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.
Im Kyoto-Protokoll sind drei flexible Mechanismen vorgesehen, um das angestrebte Ziel zu erreichen: Emissionshandel, Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM). E.ON möchte die Potenziale aller drei Mechanismen nutzen. Verantwortlich für den Handel mit Emissionsrechten ist die neu gegründete E.ON Energy Trading. Die Durchführung von Projekten innerhalb des JI und des CDM obliegt der E.ON Climate & Renewables.
Im Kyoto-Protokoll sind drei flexible Mechanismen vorgesehen, um das angestrebte Ziel zu erreichen: Emissionshandel, Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM). E.ON möchte die Potenziale aller drei Mechanismen nutzen. Verantwortlich für den Handel mit Emissionsrechten ist die neu gegründete E.ON Energy Trading. Die Durchführung von Projekten innerhalb des JI und des CDM obliegt der E.ON Climate & Renewables.
Mit den Kräften des Marktes
Mit der Einführung des CO2-Emissionsrechtehandels am 1. Januar 2005 in der EU sollen marktwirtschaftliche Anreize für Investitionen in Klima schonende Technologien geschaffen werden, um die Kyoto-Ziele zu erreichen. Den Unternehmen wird eine bestimmte Menge an Emissionszertifikaten zugeteilt. Wird mehr CO2 emittiert, müssen die Unternehmen Zertifikate nachkaufen. Wird der CO2-Ausstoß reduziert, können die Unternehmen eingesparte Zertifikate verkaufen.
Harmonisierung bis 2012
Noch gibt es aber Wettbewerbsverzerrungen und Mängel im europäischen Emissionshandelssystem. Wir begrüßen daher die im Rahmen des Klimaschutzgesetzespakets ("Green Package") der EU-Kommission geplante Weiterentwicklung und Harmonisierung des europäischen Emissionshandels nach 2012. Die EU-weit gleiche Behandlung aller Kraftwerke halten wir für sinnvoll. Auch die vollständige Auktionierung von CO2-Zertifikaten sehen wir als die langfristig richtige Lösung. Sie sollte jedoch stufenweise und nicht von heute auf morgen eingeführt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Erzeugungskapazitäten vom Markt genommen werden müssten und die Versorgungssicherheit beeinträchtigt wird.
Künftig werden weniger Zertifikate vergeben
In der ersten Phase des Emissionshandels, die bis Ende 2007 dauerte, waren auf Grund des ausreichenden Angebots an Zertifikaten nur geringe Anreize für den Handel gegeben. In der zweiten Phase des Emissionshandels von 2008 bis 2012 werden weniger Emissionsrechte ausgegeben und die Preise für die Zertifikate aller Voraussicht nach ansteigen.
E.ON muss Zertifikate zukaufen
Für den Zeitraum von 2008 bis 2012 wird E.ON voraussichtlich nur noch Emissionsrechte für den Ausstoß von rund 55 Mio Tonnen CO2 pro Jahr zugeteilt – anstatt 76 Mio Tonnen im Jahr 2007. Das ist eine deutlich geringere Menge, als die von den im Emissionshandel erfassten E.ON-Kraftwerke 2007 ausgestoßen haben (87,5 Mio Tonnen).
Angebote auf weiteren E.ON-Webseiten zu diesem Thema:
