E.ON AG
12.10.2008  17.28 Uhr
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Bild: Kühltürme eines Kraftwerks

CO2-Kompensationsprojekte

Der Handel mit Emissionsrechten wird durch zwei im Kyoto-Protokoll vorgesehene flexible Mechanismen ergänzt: "Clean Development Mechanism" (CDM) und "Joint Implementation" (JI). Beim CDM investiert ein Industrieland in ein Klimaschutzprojekt in einem Entwicklungsland. Die daraus resultierenden Emissionsminderungen werden der Emissionsbilanz des Industrielandes gutgeschrieben. Bei JI investiert ein Industrieland in ein Emissionssenkungsprojekt eines anderen Industrielandes. Die dortigen Einsparungen kann sich das betroffene Industrieland ebenfalls anrechnen lassen.
E.ON verstärkt Engagement zum Klimaschutz
Über die Vorgaben des Kyoto-Protokolls und der EU-Auflagen hinaus, hat E.ON sich zum Ziel gesetzt, seine spezifischen CO2-Emissionen je erzeugter Kilowattstunde gegenüber 1990 bis 2030 zu halbieren.

Wir beteiligen uns an internationalen Klimaschutzprojekten. Die E.ON Climate & Renewables GmbH, die im Jahr 2007 gegründet wurde, initiiert die Projekte. Derzeit wird eine Reihe von Projekten geprüft, in denen es um Erneuerbare Energien und Energieeffizienz geht. An Projekten, die Industriegase wie z. B. HFC-23 betreffen, beteiligen wir uns nicht. Gleiches gilt für Emissionsminderungen, die aus Biomasse gewonnen werden, deren Anbau nach aktuellen Kenntnissen Umweltschäden nach sich zieht, wie dies z. B. bei Biogas aus Palmöl der Fall ist.
Zusammenarbeit mit Russland
E.ON Ruhrgas und Gazprom planen ein Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz in ländlichen Regionen der russischen Föderation. Dies sind Regionen, die derzeit zu einem großen Teil noch nicht an das nationale Erdgasnetz angeschlossen sind.

Weitere Klimaschutzprojekte könnten sich im Zusammenhang mit der Modernisierung des Kraftwerksparks der russischen Energiewirtschaft ergeben. Auch ein Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien (vor allem Windenergie) und Energieeffizienz (Ertüchtigung von Industriekraftwerken) wird untersucht.
Klimaschutzfonds: eine attraktive Option
Durch die Beteiligung an Klimaschutzfonds lassen sich ebenfalls Emissionsgutschriften erwerben. Dabei können Unternehmen durch Bündelung ihrer Interessen gemeinsam in CDM- bzw. JI-Projekte investieren und erhalten im Gegenzug Emissionsgutschriften. E.ON beteiligt sich derzeit an zwei Klimaschutzfonds: dem "Greenhouse Gas Credit Aggregation Pool" mit einem Fondsvolumen von rund 455 Mio EUR sowie dem Klimaschutzfonds der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Volumen von 80 Mio EUR. Der KfW-Fonds hat sich insbesondere auf Projekte zur Förderung Erneuerbarer Energien und auf Energieeffizienzmaßnahmen spezialisiert.

Wir unterstützen zudem mehrere Vorhaben in den Schwellenländern. So sind wir an einem Biomasseprojekt in China, einem Industriegasprojekt in Indien, einem Deponiegasprojekt in Thailand und einem Projekt zur Energieeffizienz in Südafrika beteiligt. Dadurch sollen von 2008 bis 2012 rund 3,2 Mio Tonnen an Emissionsreduktionsgutschriften erzielt werden.
Angebote auf weiteren E.ON-Webseiten zu diesem Thema:
Intelligente Strategie für wirkungsvollen Klimaschutz
E.ON Ruhrgas informiert auf ihrer Webseite über die Voraussetzungen, den Ablauf und die Umsetzungsmöglichkeiten von JI-Projekten.
Bild: Wolken im Gegenlicht
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Greenhouse Gas Credit Aggregation Pool

Klimarahmenkonvention der UN

Kreditanstalt für Wiederaufbau