CO2-Abtrennung nach der Verbrennung
(Post-Combustion-Capture)
Um die Entwicklungsziele für die Zukunft zu erreichen, hat E.ON eine wegweisende Partnerschaft mit Siemens Power Generation geschlossen – einem der weltweit führenden Kraftwerkshersteller. Die Entwicklung umweltverträglicher CO2-Waschmittel, die Optimierung des Abtrennverfahrens und eine intelligente Integration in die Kraftwerke stehen im Vordergrund der Kooperation. Und weisen den Weg in eine klimafreundliche Zukunft – denn ca. 90 Prozent des CO2, das bei der Stromproduktion entsteht, könnte zukünftig abgetrennt werden. Das neue Verfahren wird für Kraftwerksneubauten genauso geeignet sein wie für die Nachrüstung in den Bestandsanlagen von E.ON.
Die Überführung optimierter Post-Combustion Capture-Verfahren in den großtechnischen Einsatz ist von zentraler Bedeutung. Ab 2010 wird das von E.ON und Siemens neu entwickelte Verfahren deshalb in einer Pilotanlage unter realen Einsatzbedingungen verifiziert.
Zudem findet gemeinsam mit allen Konzerngesellschaften von E.ON ein breit angelegtes Untersuchungs- und Bewertungsverfahren aller Abtrennprozesse statt.
E.ON Nordic kooperiert beim Bau einer Pilotanlage im Kraftwerk Karlshamn mit dem Kraftwerksbauer Alstom, wobei dessen "Chilled Ammonia Process" (Verfahren mit gekühltem Ammoniak) zum Einsatz kommt. Dieses Verfahren dient der Abtrennung von CO2 aus den Rauchgasen von mit Öl oder Gas befeuerten Kraftwerken. Außerdem ist E.ON über EPRI (Electric Power Research Institute) am Bau einer ähnlichen Pilotanlage für ein Kohlekraftwerk in den USA beteiligt. Weiterhin arbeitet E.ON an dem von der EU finanzierten Projekt CASTOR mit, bei dem ein auf Aminen basierendes Waschverfahren getestet wird. E.ON Benelux plant für 2008 eine Pilotanlage, der ein Rauchgasstrom des Kraftwerks Maasvlakte zugeführt werden soll.
