E.ON-Geschichte 1923-99

E.ON feiert 2010 10-jährigen Geburtstag, hat aber zugleich eine viel längere Tradition. Im Jahr 2000 wuchsen zwei Mischkonzerne - VEBA und VIAG - zusammen, deren historische Wurzeln bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreichen.

Dies gilt übrigens auch für einige der Unternehmen, die E.ON in seiner 10-jährigen Geschichte erworben hat. Die heutige Tochtergesellschaft E.ON Ruhrgas zum Beispiel wurde 1926 gegründet und bündelt heute alle Gasaktivitäten des Konzerns.

Die Geschichte von E.ONs Vorgängerunternehmen VEBA und VIAG ist geprägt von stetigem Wandel. Neben der Energie standen die Spezialchemie, Telekommunikation, Immobilien und weitere Aktivitäten. Dazu zählten prominente Namen wie VAW Aluminium, Klöckner & Co, Stinnes, Schmalbach-Lubeca, Degussa, E-Plus und Viag Interkom.

Unter dem Namen "Vereinigte Industrie-Unternehmungen Aktiengesellschaft" (VIAG) wurde die VIAG als Holdinggesellschaft des Deutschen Reichs in Berlin gegründet. Zum Konzern gehörten unter anderem die Vorläuferunternehmen der VAW aluminium AG und der SKW Trostberg AG. 1929 gründete der Freistaat Preußen in Berlin die "Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks- Aktiengesellschaft"(VEBA) als Finanzholding.

1965 brachte der Bund die Mehrheit des VEBA-Kapitals an die Börse. Weitere Privatisierungsschritte folgten 1983 und 1987. In dieser Zeit wurde auch die VIAG privatisiert; im Jahr 1988 verkaufte der Bund seine letzten Aktien. Beide Unternehmen wurden in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen.

Es folgte eine Neuausrichtung durch konsequentes Kostenmanagement, Veräußerung von strategisch nicht wesentlichen Geschäftsbereichen sowie umfangreiche Restrukturierungen in den Unternehmensbereichen Strom, Chemie, Distribution/Logistik und Immobilien Management. Sie führte zur Fokussierung auf die Kerngeschäfte Dienstleistungen mit Energie und Telekommunikation einerseits und innovative Industrien in den Bereichen Aluminium, Chemie und Verpackung andererseits.

Beim Zusammenschluss von VEBA und VIAG zu E.ON stand dann die Konzentration auf die Bereiche Energie und - damals noch - auf die Chemie eindeutig fest.