Katharina Fritsch: 1. Gartenskulptur (Torso), 1. Postkarte (Essen), 2005 – 2006; Foto: Ivo Faber, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Katharina Fritsch: 1. Gartenskulptur (Torso), 1. Postkarte (Essen), 2005 – 2006; Foto: Ivo Faber, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

E.ON sponsert Katharina Fritsch-Ausstellung

Katharina Fritsch wurde 1956 in Essen geboren. Bereits wenige Jahre nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf gelang ihr 1984 der künstlerische Durchbruch mit ihren übergroßen Skulpturen mit monochromer Farbgebung über die Teilnahme an der wichtigen, von Kaspar König kuratierten Ausstellung „von hier aus“ in Düsseldorf. Sie ist heute eine der bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands; mit Einzelausstellungen würdigten sie unter anderem 2001 die Tate Gallery, London, im Jahr 2006 das Museum of Modern Art in Chicago und die Kunstsammlung NRW 2002 und 2010.

Anknüpfend an ihren Geburtsort Essen hat Katharina Fritsch eine umfassende Werkserie geschaffen. Sie verfremdet in dieser historische Postkarten aus Essen und der Umgebung und druckt sie stark vergrößert im Siebdruckverfahren. Die Siebdrucke vom Baldeneysee, dem Grugapark oder auch dem Kennedyplatz kombiniert sie mit ihren Plastiken zu eindringlichen Rauminstallationen.

Eine in drei Farben eingefärbte Karte von der Bundesgartenschau im Essener Grugapark 1965 setzt sie etwa in räumliche Spannung zur 1. Gartenskulptur, einem archetypischen weißen Torso: Dieser geht auf eine Skulptur von Ernst Conze zurück, welche Fritsch als Kind im Garten der Nachbarn gesehen hat. Conze wiederum bezieht sich eindeutig auf einen Torso von Wilhelm Lehmbruck, der sich schon zu dessen Lebzeiten im Besitz des Museum Folkwang befunden hat.

Die Konstellationen aus Wandarbeiten und Plastiken sind charakteristisch für die künstlerische Herangehensweise von Katharina Fritsch. Konkrete (Kindheits-)Erinnerungen verwebt sie mit archetypischen Bildern. Aus dem Persönlichen destilliert sie das Universelle. Auf diese Weise entstehen faszinierende Rauminstallationen, deren Leichtigkeit und Ungreifbarkeit einnehmend wie eine verblasste Erinnerung ist.

Für das Museum Folkwang konzipiert Katharina Fritsch eine Übersicht über diese zentrale Werkserie.

E.ON freut sich, anlässlich des Umzuges der Unternehmenszentrale von Düsseldorf nach Essen, diese Ausstellung mit Bezug zur Stadt Essen, zu ermöglichen. Die Ausstellung wird vom 13. Mai bis zum 30. Oktober 2016 im Museum Folkwang präsentiert. Die Eröffnung findet am 12. Mai 2016 um 19 Uhr statt.

Der Besuch der Ausstellung ist für alle Besucher kostenlos.