E.ON erfüllt Erwartungen für 2012 und passt Ausblick für 2013 an geändertes Umfeld an

  • EBITDA 2012 mit voraussichtlich 10,8 Milliarden Euro im Plan
  • Dividende von 1,10 Euro pro Aktie für 2012 bestätigt
  • Ausblick 2013: EBITDA von 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro, nachhaltiger Konzernüberschuss von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro erwartet

Die E.ON SE, Düsseldorf, hat heute über Eckdaten des Jahresergebnisses 2012 sowie den revidierten Ausblick für 2013 informiert. Dr. Johannes Teyssen, Vorsitzender des Vorstands, und Dr. Marcus Schenck, Finanzvorstand des Konzerns, erläuterten darüber hinaus, welche strategischen Konsequenzen E.ON aus den Verwerfungen im europäischen Erzeugungsgeschäft zieht. Teyssen kündigte zudem eine noch stärkere Konzentration der Investitionen auf die Wachstumsfelder Dezentrale Energien, Erneuerbare und Märkte außerhalb Europas an.

E.ON erwartet auf Basis vorläufiger, noch ungeprüfter Zahlen für das Gesamtjahr 2012 ein EBITDA von 10,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 9,3 Milliarden Euro. Der Anstieg ist auch auf Einmaleffekte, wie die mit den Produzenten erfolgreich neuverhandelten Gasbezugsverträge sowie den Wegfall der Belastung aus der deutschen Atomgesetznovelle im Berichtszeitraum 2011 zurückzuführen. Das vorläufige Ergebnis liegt somit innerhalb der Prognose von 10,4 bis 11 Milliarden Euro.

Der nachhaltige Konzernüberschuss steigt entsprechend gegenüber dem Vorjahr von 2,5 auf voraussichtlich rund 4,3 Milliarden Euro. Der im Vergleich zum EBITDA leicht höhere Anstieg des nachhaltigen Konzernüberschusses ist im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr gesunkene Abschreibungen und ein geringeres Zinsergebnis zurückzuführen. Auch hier liegt das Ergebnis voraussichtlich innerhalb des Ausblicks für das Gesamtjahr 2012 von 4,1 bis 4,5 Milliarden Euro.

Auf dieser Basis ergibt sich ein nachhaltiges Ergebnis je Aktie von rund 2,2 Euro. E.ON wird daher wie geplant der Hauptversammlung im Mai vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,10 Euro zu zahlen.

E.ON hatte im November angekündigt, den Ausblick für das Jahr 2013 auf Grund der deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen der europäischen Energiewirtschaft zu überarbeiten. E.ON geht jetzt davon aus, dass das EBITDA für das Jahr 2013 zwischen 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro liegen wird. Dieses Ergebnis ist bereinigt um die
substantiellen Ergebnisbeiträge, die durch die derzeit laufende Abgabe von Beteiligungen entfallen werden. Daneben prägen im Wesentlichen eine Normalisierung der Ertragslage im Gas Midstream-Geschäft sowie die mangelnde Profitabilität des Erzeugungsgeschäfts das Ergebnis.

Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON ein Ergebnis zwischen 2,2 und 2,6 Milliarden Euro. Neben den beschriebenen EBITDA-Effekten wirken sich eine Normalisierung des Zinsergebnisses und eine voraussichtlich steigende Steuerquote aus.

Wie bereits im November angekündigt, wird E.ON wieder von einem absoluten Dividendenziel zur Festlegung einer Ausschüttungsquote zurückkehren. Die Dividende soll künftig wieder 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses betragen.

E.ON erläuterte zudem, dass der Konzern aufgrund der Verwerfungen im europäischen Energiegeschäft seine Strategie präzisiert und in Teilen neu justiert hat.

Insbesondere Gaskraftwerke in Europa, die bereits von der rezessionsbedingt sinkenden Stromnachfrage getroffen waren, sind derzeit durch den ungesteuerten Zuwachs Erneuerbarer Energien und den daraus folgenden Niedergang des europäischen Emissionshandels überwiegend nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Die Vorhaltung von Kapazität zur Sicherung der Versorgung muss daher angemessen kompensiert werden. E.ON wird seine konventionelle Erzeugung so restrukturieren, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Kraftwerksflotte zügig verbessert wird. Neben weiteren Kostensenkungen und Effizienzverbesserungen überprüft E.ON in diesem Zusammenhang auch die Stilllegung von Kraftwerken in Europa.

Zudem kündigte E.ON eine noch striktere Konzentration der während der Transformationsphase insgesamt sinkenden Investitionen auf Wachstumsfelder an. Hierzu zählen insbesondere der kräftige Ausbau des dezentralen Geschäfts, die Erneuerbaren Energien sowie die Märkte außerhalb Europas wie Russland und die Türkei. Teyssen machte deutlich, dass er die Transformation des Konzerns noch entschlossener und schneller vorantreiben und den Anteil der Wachstumsgeschäfte am Konzernergebnis zügig steigern will.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.