E.ON nimmt erste Schnellladestation an Autobahn in Betrieb

Der Energiekonzern E.ON beginnt mit dem Aufbau von Schnellladestationen für Elektroautos entlang deutscher Autobahnen. Die erste Station dieser Art wurde am 24. August 2011 an der A8 an der Ausfahrt Irschenberg in Bayern installiert. In Deutschland kommt so erstmalig an Autobahnen die Gleichstromladetechnik zum Einsatz. Mit Ladeleistungen von bis zu 50 Kilowatt können Elektrofahrzeuge an diesen Stationen in 20 bis 30 Minuten die Batterie wieder aufladen. Bei den bisher eingesetzten Stromtankstellen mit Wechselstrom beträgt die Ladedauer für eine Vollbeladung etwa sechs Stunden, bei einer Ladeleistung von 3,5 Kilowatt. Die neuen Stationen unterstützen das CHAdeMO-Protokoll, einen einheitlichen Standard, mit dessen Hilfe in Deutschland bereits erhältliche Elektrofahrzeuge wie Mitsubishi iMiEV, Peugeot iOn, Citroën C-Zero und künftig auch der Nissan Leaf geladen werden können. Das Schnellladen wird in einer ersten Testphase pauschal fünf Euro kosten. Der zum Laden verwendete Strom wird ausschließlich in E.ON-eigenen deutschen Wasserkraftwerken erzeugt.

E.ON will künftig ausschließlich öffentliche Ladestationen betreiben, an denen der Ladevorgang nur ein paar Minuten anstatt mehrere Stunden dauert. „Nur mit kurzen Ladezeiten sind solche Stationen im öffentlichen Raum für Kunden und Energieversorger gleichermaßen attraktiv. Deshalb verfolgen wir diesen Ansatz mit besonderem Interesse.“, so Klaus Dieter-Maubach, E.ON-Vorstand für Forschung und Technik.

„Schnellladestationen erweitern den Einsatzbereich von Elektroautos deutlich“, erklärt Ruth Werhahn, bei E.ON verantwortlich für den Bereich E-Mobility. Denn bislang sind diese Fahrzeuge vor allem für Pendler geeignet, die ihre Fahrzeuge über Nacht in der heimischen Garage laden und tagsüber nicht mehr als die derzeit verfügbaren gut 100 Kilometer Reichweite für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz benötigen. „Durch Schnellladestationen werden auch größere Distanzen von 150 bis 200 Kilometern, wie von München nach Salzburg oder von Stuttgart nach Frankfurt, sicher überbrückbar“, so Werhahn weiter. Zudem könnten Schnellladestationen mit noch höheren Ladeleistungen auch Fahrern ohne eigene Garage die Nutzung von Elektroautos ermöglichen. Der Aufladevorgang könnte dann auf wenige Minuten verkürzt werden, vergleichbar mit dem heutigen Tanken.

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