Effizienzsteigerungsprogramm „E.ON 2.0“ macht schnelle Fortschritte
Vorüberlegungen für weitere Standorte von E.ON in Deutschland werden derzeit konkretisiert
Das im August 2011 gestartete Programm E.ON 2.0 geht zügig voran. Die erste Phase, in der es vor allem um die Definition konkreter Zielsetzungen und die Identifikation von Ansatzpunkten zum Erreichen der angestrebten Kostenreduzierungen geht, ist jetzt abgeschlossen. Die Ergebnisse aus der ersten Phase zeigen, dass sich durch E.ON 2.0 die für das Jahr 2015 angestrebte Senkung der variablen Kosten auf 9,5 Mrd. Euro erreichen lässt. Die Zahl der einzusparenden Arbeitsplätze wird sich dabei nach dem gegenwärtigen Stand der Vorüberlegungen am oberen Ende der bisher genannten Bandbreite von 9.000 bis 11.000 bewegen. In der nun beginnenden zweiten Phase liegt der Schwerpunkt darauf, konkrete Maßnahmen weiter zu entwickeln und mit deren Umsetzung zu beginnen. Die zweite Phase wird in nun identifizierten Einzelprojekten von bereits benannten Projektverantwortlichen und deren Teams im ganzen Konzern vorangetrieben.
Heute informiert E.ON die Mitarbeiter über die weitere Konkretisierung der Vorüberlegungen zu Veränderungen an den deutschen Standorten. Danach ist es vorgesehen, Steuerungsfunktionen des Konzerns im Raum Düsseldorf/Essen anzusiedeln und das globale Gas- und Handelsgeschäft zusammenzuführen. Hannover wird als Standort für die Erzeugungssparte erhalten bleiben. Unterstützungsfunktionen wie Finanzen, Personal oder Rechnungswesen sollen in Serviceeinheiten verlagert werden.
Deutschlandgeschäft soll künftig aus Essen geführt werden
Die Steuerung für den deutschen Markt soll zukünftig eine neue Einheit unter dem Dach der E.ON AG wahrnehmen. Diese Steuerungseinheit trägt den Namen E.ON Deutschland. Um Abstimmungswege zu verkürzen und Doppelarbeit zu vermeiden, wird diese neue Einheit künftig in Essen angesiedelt sein. Die Standorte weiterer Einheiten, die bisher am Standort München angesiedelt sind, werden im Rahmen von E.ON 2.0 weiter geprüft.
Nach der Umsetzung aller derzeit empfohlenen Maßnahmen würden rund 1.000 bis 1.500 Büroarbeitsplätze in München verbleiben. Essen soll allein durch die Ansiedelung der E.ON Deutschland ein wichtiger E.ON-Standort bleiben, von dem aus breit gefächerte Aufgaben für unterschiedliche Geschäftsfelder im Konzern wahrgenommen werden. Das würde auch durch die erwogene Ansiedlung der E.ON Energy Sales und der E.ON Inhouse Consulting in Essen unterstrichen. Für die E.ON Climate & Renewables wird eine Ansiedlung in Essen im Rahmen von E.ON 2.0 geprüft und schnellstmöglich entschieden. Zwischen 1.500 und 2.100 Mitarbeiter – annähernd so viele wie heute auch – würden nach dem aktuellen Stand der Vorüberlegungen am Standort Essen zukünftig für E.ON arbeiten.
Bündelung der Handelsaktivitäten in Düsseldorf
Die Handelsaktivitäten von E.ON Ruhrgas sollen nach dem derzeitigen Stand der Vorüberlegungen mit denen der E.ON Energy Trading am Standort Düsseldorf zusammengeführt werden. Die neue Einheit würde die vorhandene Kompetenz im Handel mit den Stärken in der Gasversorgung kombinieren und könnte sich zu Europas führendem, rohstoffbasiertem Handelsunternehmen entwickeln.
Weitere Aktivitäten von E.ON Ruhrgas wie zum Beispiel Exploration und Produktion oder Technik und Vertrieb, sowie Teile von E.ON Energy Trading sollen anderen Einheiten im Konzern zugeordnet werden. Danach noch bei E.ON Ruhrgas verbleibende Aktivitäten und Funktionen könnten dann neu geordnet oder veräußert werden.
Am Standort Düsseldorf würden dann zwischen 1.300 und 1.700 Mitarbeiter von E.ON angesiedelt sein. Die bereits bekanntgegebene Verschlankung der Konzernleitung, die wie angekündigt in Düsseldorf verbleibt, ist in dieser Zahl schon berücksichtigt.
Zusammenführung der erzeugungsnahen Funktionen in Hannover
Durch strukturelle Anpassungen in der Erzeugungssparte in Hannover sollen vereinfachte Steuerungs- und Berichtsstrukturen erreicht werden. Gleichzeitig wird eine Verschlankung des Flottenmanagements in den Bereichen Finanzen, Controlling und im regionalen Management der Anlagen angestrebt.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Vorüberlegungen sollen die bislang in der ebenfalls in Hannover angesiedelten Einheit „Erzeugung Deutschland“ wahrgenommenen Funktionen aufgeteilt werden. Erzeugungsnahe Funktionen wie beispielsweise Brennstoffwirtschaft, Umweltschutz und das Controlling einzelner Kraftwerke sollen direkt bei der Steuerung der Kraftwerksflotte angesiedelt werden. Weitere Aufgaben der heutigen Erzeugung Deutschland sollen als Unterstützungsfunktionen fortgeführt werden. Eher steuernde Funktionen wie die Projektentwicklung sollen in die E.ON Deutschland am Standort Essen verlagert werden.
In einem ersten Schritt würde die Verwaltung der globalen Einheit Erzeugung insgesamt um rund 260 Stellen reduziert. In welchem Maße es zu weiteren Reduktionen kommen könnte, wird im Rahmen der konzernweiten Vorüberlegungen für die Unterstützungsfunktionen ermittelt.
Hannover bliebe aber in jedem Fall mit dem Sitz der globalen Einheit Erzeugung und der E.ON IT ein Standort mit für den E.ON-Konzern zentralen Aufgaben.
Unterstützungsfunktionen sollen neu aufgestellt werden
In allen Einheiten werden bislang Aufgaben wahrgenommen, die das operative Geschäft unterstützen, die aber nicht geschäftsspezifisch sind und keine steuernde Funktion haben. All diese Funktionen sollen nach Vorstellungen des Vorstands konzernweit gebündelt werden. Viele Aufgaben und Bereiche, wie z.B. Einkauf, IT und die Inhouse-Beratung, sind bereits heute im Konzern als solche Unterstützungsfunktionen definiert. Nun wurden auch in Bereichen wie Finanzen, Personal, Facility Management, Rechnungswesen oder Recht Unterstützungsfunktionen identifiziert, die in gleicher Weise neu aufgestellt werden sollen. Ergebnisse zu diesen Vorüberlegungen erwartet E.ON im Frühjahr 2012. Bereits heute ist aber schon absehbar, dass auch hier ein Abbau von 30 bis 40 Prozent der Arbeitsplätze erfolgen wird.
Dies kann dadurch erreicht werden, indem solche Unterstützungsfunktionen zusammengefasst werden und Dienstleistungen über einzelne Konzerneinheiten hinweg erbringen. Eine solche Bündelung gleichartiger Aufgaben soll vorhandenes Know-how und hohe Qualitätsstandards mehreren Konzerngesellschaften gleichermaßen zugänglich machen.
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