E.ON mit starkem ersten Quartal


  • Adjusted EBIT um 20 Prozent über dem Vorjahreswert
  • US-Strom- und Gasgeschäft wird veräußert
  • Für das Jahr 2010 unverändert Steigerung des Adjusted EBIT zwischen 0 und 3 Prozent sowie bereinigter Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet

Das Düsseldorfer Energieunternehmen E.ON ist sehr gut in das neue Geschäftsjahr 2010 gestartet. Bei der Vorlage seines ersten Zwischenberichts gab der neue Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen eine Steigerung des bereinigten Ergebnisses (Adjusted EBIT) im ersten Quartal um 20 Prozent auf gut 3,7 Milliarden Euro bekannt. Der Umsatz lag mit rund 26 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders hohe Ergebnissteigerungen hat E.ON in Großbritannien, im Energiehandel und beim noch jungen Geschäft mit Erneuerbaren Energien erreicht. Beim Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt E.ON vor dem Hintergrund der immer noch anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise und der in diesem Jahr im Vergleich zu 2009 volatileren unterjährigen Ergebnisentwicklung dennoch zurückhaltend und belässt es bei einem vorsichtig optimistischen Ausblick: Für das Jahr 2010 wird unverändert eine Steigerung des Adjusted EBIT zwischen 0 und 3 Prozent sowie ein bereinigter Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet.

Das Adjusted EBIT der Market Unit Central Europe lag mit 1,638 Milliarden Euro nur 13 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Positiv wirkten regulierungsbedingt höhere Entgelte sowohl im Strom- als auch im Gasnetz, Effizienzsteigerungen und die Inbetriebnahme neuer Kraftwerke, belastend hingegen die Abgabe von Stromkapazitäten und des Höchstspannungsnetzes sowie eine rückläufige Marge im Gasgeschäft.

Das Adjusted EBIT von Pan-European Gas lag mit 713 Millionen Euro um 111 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Belastungen im regulierten Transportgeschäft und der Wegfall von Ergebnisbeiträgen durch die Veräußerung der Thüga konnten durch höhere Ergebnisse der eigenen Gasförderung bisher nicht ausgeglichen werden. Das Ergebnis des Gashandelsgeschäfts war im ersten Quartal stabil. Während der Gasabsatz aufgrund des lang anhaltenden Winters stieg, blieben die Verkaufspreise im verschärften Wettbewerb unter Druck.

Besonders hoch fiel der EBIT-Anstieg bei E.ON UK aus. Das Adjusted EBIT von UK nahm um 358 Millionen Euro auf jetzt 433 Millionen Euro zu. Dies ist vor allem auf Verbesserungen im Vertrieb sowie ebenso auf einen wetterbedingt höheren Gasabsatz zurückzuführen. Das Adjusted EBIT der Market Unit Nordic stieg leicht um 11 Millionen Euro auf jetzt 234 Millionen Euro, das Adjusted EBIT der Market Unit US-Midwest lag mit 129 Millionen Euro um 4 Milionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert.

Das Adjusted EBIT der Market Unit Energy Trading lag in einem volatilen Marktumfeld bei insgesamt 348 Millionen Euro gegenüber 107 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auf den Optimierungsbereich, der im Wesentlichen der Risikobegrenzung und der Optimierung von Erzeugung und Produktion im E.ON-Konzern dient, entfielen 350 Millionen Euro. Der Eigenhandel wies dagegen einen Verlust von 2 Millionen Euro aus.

Das Adjusted EBIT der neuen Märkte, also der E.ON-Aktivitäten in Russland, Italien und Spanien sowie im Bereich der Erneuerbaren Energien, stieg um 55 Prozent auf 246 Millionen Euro. Vor allem die Market Unit Climate & Renewables konnte beim Adjusted EBIT im Wesentlichen wegen des deutlichen Anstiegs der Erzeugungskapazitäten aus Windparks erheblich zulegen. Russland profitierte von der fortgesetzten Marktliberalisierung.

Der Konzernüberschuss der Gesellschafter der E.ON AG und das entsprechende Ergebnis je Aktie lagen mit knapp 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise 1,20 Euro jeweils 7 Prozent unter den Vorjahreswerten von 2,5 Milliarden Euro und 1,29 Euro. Der unter anderem um Effekte aus der Marktbewertung von Derivaten, Buchgewinnen und -verlusten aus Desinvestitionen sowie Restrukturierungsaufwendungen bereinigte Konzernüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf jetzt knapp 2,1 Milliarden Euro. Der operative Cash Flow lag mit gut 3,1 Milliarden Euro rund 8 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2009.

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