E.ON verkauft Gazprom-Beteiligung

• Verkaufserlös leistet wesentlichen finanziellen Beitrag im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Konzerns
• Langfristige Energiepartnerschaft mit Gazprom wird fortgeführt

E.ON hat den von der Konzerntochter E.ON Ruhrgas gehaltenen Gazprom-Anteil von 3,5 Prozent verkauft. Hierzu einigte sich E.ON mit der staatlichen russischen Investitionsbank, Vnesheconombank (VEB), auf die Übernahme von 2,7 Prozent an Gazprom. Die Kaufpreiszahlung und die Übertragung der Aktien an VEB werden voraussichtlich noch im Dezember 2010 erfolgen. Die verbleibenden 0,8 Prozent wurden bereits über den Markt verkauft. Insgesamt erzielt E.ON einen Verkaufserlös aus diesen Transaktionen von 3,4 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein Buchgewinn von rund 2,5 Mrd. Euro.

„Der Verkaufserlös bringt uns unserem Ziel, bis Ende 2013 rund 15 Mrd. Euro durch Desinvestitionen und Portfoliooptimierung zu erzielen, einen großen Schritt näher“, so Johannes Teyssen, Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG, „Wir werden die freiwerdenden Mittel nutzen, um unsere Finanzschulden weiter zu reduzieren und den Spielraum für neue strategische Investitionen zu erhöhen. Mit dem Verkauf der Gazprom-Aktien ist keine Änderung unserer Russland-Strategie verbunden. E.ON bleibt weiterhin aktiver Investor in Russland sowohl im Strom- als auch im Gasgeschäft. Beispiele für E.ONs sehr gute strategische Positionierung sind die Beteiligung am Stromerzeuger OGK-4 und am Gasfeld Yushno Russkoje“

Ruhrgas hatte 1998 begonnen, schrittweise Anteile an Gazprom zu erwerben und hielt ab 2003 einen Anteil von rund 6,4 Prozent des Grundkapitals. Im Zuge der Beteiligung der E.ON Ruhrgas am russischen Gasfeld Yushno Russkoje im Jahr 2009 erhielt Gazprom von E.ON Ruhrgas ein Paket eigener Aktien in Höhe von 2,9 Prozent. Das von E.ON Ruhrgas gehaltene Aktienpaket wurde mit dieser Transaktion auf 3,5 Prozent reduziert.

„Der Kauf der Gazprom-Aktien vor mehr als 10 Jahren diente dazu, die Partnerschaft zwischen Gazprom und Ruhrgas weiter zu untermauern und die Zusammenarbeit der Unternehmen auszubauen. Unsere partnerschaftlichen Beziehungen konnten auf dieser Basis in den vergangenen Jahren weiter intensiviert werden. Beispielhaft hierfür ist neben dem Einstieg in das Yushno Russkoje-Explorationsvorhaben auch die gemeinsame Beteiligung an der Nord-Stream-Pipeline“, so Klaus Schäfer, Vorsitzender des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG. „Diese Veräußerung ändert selbstverständlich nichts an der unverändert guten Partnerschaft zwischen Gazprom und E.ON bzw. E.ON Ruhrgas“, betont Schäfer, „Auch in Zukunft werden wir erhebliche Mengen russischen Erdgases für den deutschen und die europäischen Märkte beziehen und eine Vielzahl gemeinsamer Projekte etwa im Bereich innovativer Gastechniken oder Erdgas-Mobilität in enger Kooperation betreiben.“

  

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