E.ON führt Wertberichtigung durch / Gleichzeitig 9 Prozent Ergebnisplus in den ersten neun Monaten / Verkauf des US Strom- und Gasgeschäfts nimmt letzte Hürde


Die E.ON AG hat heute eine Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Danach hat sich seit der letzten, umfassenden Bewertung Ende 2009 nach Einschätzung der E.ON AG das Marktumfeld in Italien, Spanien und Frankreich aufgrund der negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise verschlechtert.

Die Entwicklung von Strom- und Rohstoffpreisen führt in den genannten Märkten zu zum Teil signifikant geringeren Margen und Auslastungen. Dadurch haben sich die Erwartungen von E.ON für die Ergebnisbeiträge in diesen Märkten mittel- bis langfristig verschlechtert, so dass E.ON einen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von rund 1,1 Mrd Euro auf Goodwill und von rund 1,5 Mrd Euro auf sonstiges Anlagevermögen im Wesentlichen bei den von Enel/Acciona und Endesa erworbenen Aktivitäten in Italien, Spanien und Frankreich sieht.

Die Wertberichtigungen mindern den Konzernüberschuss. Auswirkungen auf das Adjusted EBIT und den Bereinigten Konzernüberschuss (Bemessungsgrundlage der Dividendenausschüttung) ergeben sich dadurch nicht. Ebenfalls sind die Wertberichtigungen nicht zahlungswirksam.

E.ON mit starkem Ergebnisplus im dritten Quartal

Insgesamt bleibt E.ON auf Kurs. Auch im dritten Quartal setzte sich die erfreuliche Geschäftsentwicklung des Konzerns für 2010 fort. Das Adjusted EBIT konnte in den ersten neun Monaten um 9 Prozent auf 8,0 Mrd Euro (Vorjahr: 7,3 Mrd Euro) gesteigert werden. Der Ausblick für das Jahr 2010 mit einem Anstieg des Adjusted EBIT zwischen 0 und 3 Prozent und einem bereinigten Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau wird dementsprechend bestätigt.

Die vorgenannten Werte basieren auf dem noch nicht final erstellten und mit einer abschließenden prüferischen Durchsicht versehenen Konzernzwischenabschluss der E.ON AG zum 30. September 2010 und können somit noch Änderungen unterliegen.

Verkauf des US Strom- und Gasgeschäfts nimmt letzte Hürde

Planmäßig verläuft auch der bereits angekündigte Verkauf des US Strom- und Gasgeschäfts von E.ON. Die amerikanische Aufsichtsbehörde FERC (Federal Energy Regulatory Commission) hat gestern ihre Zustimmung zum Verkauf von E.ON US Midwest to PPL Corporation, Allentown, Pennsylvania (PPL) gegeben. Das Closing der Transaktion wird damit bereits voraussichtlich zum 1. November 2010 erfolgen. Beide Unternehmen hatten sich bereits im April auf einen voraussichtlichen Verkaufspreis von 7,6 Mrd US Dollar geeinigt. E.ON übertrifft damit das Ziel, bis Ende 2010 mindestens 10 Mrd Euro aus der Abgabe von Beteiligungen zu erzielen, bereits jetzt deutlich.   

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