E.ON hält hohes Ergebnis trotz Krise stabil


  • Adjusted EBIT für das Gesamtjahr 2009 weiterhin unverändert auf hohem Vorjahresniveau
  • Erstes Halbjahr 2009: Adjusted EBIT um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert
  • Verringerung des Bereinigten Konzernüberschusses um nunmehr 5 bis 10 Prozent erwartet

Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise zeigt das Halbjahresergebnis von E.ON erneut die Stärke der internationalen Ausrichtung des Düsseldorfer Energieunternehmens. Sie trägt mit dazu bei, dass E.ON vom weltweiten Konjunkturtief weit weniger betroffen ist als andere Unternehmen. Obwohl in vielen E.ON-Kernmärkten eine deutliche Drosselung der Produktion und in der Folge ein Rückgang im Strom und Gasverbrauch spürbar wird, liegt das Adjusted EBIT im ersten Halbjahr 2009 mit 5,7 Mrd. Euro nur um 1 Prozent unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Besonders positiv machen sich dabei die verbesserten Ergebnisbeiträge aus den neuen Märkten Russland, Italien, Spanien, Frankreich sowie Erneuerbare Energien bemerkbar. So stieg das Adjusted EBIT von E.ON Russia im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Mio. Euro auf 34 Mio. Euro. Diese positive Entwicklung resultiert vor allem aus der weiteren Liberalisierung des russischen Strommarktes, wie sie die Russische Regierung vor kurzem entschieden und umgesetzt hat. Bereits jetzt werden 50 Prozent der Strompreise für Groß- und Industriekunden über Marktmechanismen festgelegt.

In Italien konnte E.ON ein Adjusted EBIT von 394 Mio. Euro erwirtschaften. Diese Steigerung gegenüber Vorjahr ist auf die einmalig wirkende erfolgreiche Neuverhandlung von Stromlieferverträgen sowie auf die Einbeziehung der Stromerzeugungskapazitäten von E.ON Produzione zurückzuführen. Auch in Spanien ist E.ON mit einem erstmals ausgewiesenen Adjusted EBIT von 58 Mio. Euro erfolgreich. Das Adjusted EBIT von E.ON Climate & Renewables, also des weltweiten Geschäfts mit Erneuerbaren Energien, lag mit 52 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009 aufgrund des erheblichen Anstiegs unserer Erzeugungskapazitäten deutlich über dem Wert von 2008.

Das Adjusted EBIT der Market Unit Central Europe lag mit 2.795 Mio. Euro um 82 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Durch leicht verbesserte Netzentgelte und weitere Effizienzsteigerungen konnte im wichtigen deutschen Kernmarkt erneut ein Ergebnisplus erzielt werden. Auch das neu erworbene Frankreich-Geschäft trägt maßgeblich zur EBIT-Steigerung im unregulierten Geschäft von Central Europe West bei. Dagegen machten sich im skandinavischen und im britischen Geschäft sowie insbesondere bei Pan-European Gas im ersten Halbjahr starke Belastungen durch die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die nachteilige Wechselkursentwicklung des Britischen Pfund und der Schwedischen Krone bemerkbar.

E.ON konnte im ersten Halbjahr 2009 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 Mrd. Euro auf jetzt 42,5 Mrd. Euro erhöhen. Wesentliche Ursachen waren die Einbeziehung des Frankreich-Geschäfts sowie positive Preiseffekte auf den Absatzmärkten bei Central Europe und die Einbeziehung von neuen Aktivitäten im Segment Neue Märkte. Der Konzernüberschuss der Gesellschafter der E.ON AG und das entsprechende Ergebnis je Aktie lagen mit 4,3 Mrd. Euro bzw. 2,26 Euro um 45 Prozent bzw. 42 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Für das laufende Jahr 2009 geht E.ON unverändert davon aus, beim Adjusted EBIT das hohe Niveau des Vorjahres zu erreichen. Den Bereinigten Konzernüberschuss konnte das Unternehmen zwar zum Halbjahr um 4 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro steigern, als leichte Anpassung des ursprünglichen Ausblicks erwartet E.ON aber bis zum Jahresende eine Verringerung um rund 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf höhere Zinsaufwendungen für die Finanzierung des Wachstumsprogramms.

Dazu werden vor allem weitere Effizienzverbesserungen, Portfoliooptimierungen und ein stärkeres organisches Wachstum beitragen. Das Programm „PerformtoWin“, mit dem E.ON auf allen Wertschöpfungsstufen des Unternehmens Effizienz und Produktivität erhöhen und nachhaltig Kosten senken will, hat die Validierungsphase beendet. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung haben dazu jetzt Eckpunkte und Grundlagen zur Umsetzung von PerformtoWin vereinbart, so dass die Maßnahmen zügig und sozialverträglich umgesetzt werden können. E.ON rechnet mit nachhaltigen Verbesserungspotenzialen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro, die bis 2011 dauerhaft realisiert werden sollen, sich teilweise aber bereits 2009 auswirken dürften.

Der weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dient zudem die konsequente Überprüfung des Wachstums- und Ertragspotential von Beteiligungen und Geschäften. Geplant ist derzeit die Abgabe von Aktivitäten im Umfang von mindestens 10 Mrd. Euro bis 2010.

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