E.ON und GDF SUEZ einigen sich abschließend auf Tausch von Erzeugungskapazität in Europa

GDF SUEZ und E.ON haben sich heute abschließend auf den Tausch von rund 1.700 Megawatt Erzeugungskapazität geeinigt.

Mit dem Abschluss der Transaktion wird die zur GDF SUEZ Gruppe zugehörige Electrabel von E.ON Erzeugungskapazität in Höhe von 860 Megawatt aus konventioneller Erzeugung sowie 132 Megawatt aus Wasserkraft erwerben. Weiterhin wird Electrabel Strombezüge aus einer Kapazität von insgesamt 700 Megawatt aus Kernkraftwerken in Deutschland erhalten.

E.ON wird von Electrabel, Group GDF SUEZ, das Kohle- und Biomasse-Kraftwerk im belgischen Langerlo (556 Megawatt), das Gaskraftwerk Vilvoorde (385 Megawatt) sowie Strombezüge aus Kernkraftwerken mit Lieferpunkten in Belgien und den Niederlanden aus einer Kapazität von insgesamt 770 Megawatt erwerben.

E.ON CEO Wulf Bernotat: „Der erfolgreiche Tausch mit Electrabel ist ein weiterer großer Schritt zur Erfüllung der gegenüber der EU-Kommission eingegangenen Verpflichtung zur Reduzierung unserer Erzeugungskapazität in Deutschland. Er trägt zu einer Bereicherung der Wettbewerbslandschaft in Deutschland, in Belgien und damit zu einer weiteren Belebung des Wettbewerbs in Gesamteuropa bei. Für E.ON bedeutet der Tausch mit Electrabel zugleich den erfolgreichen Einstieg in den belgischen Stromerzeugungsmarkt. Mit einem Marktanteil von 9 Prozent sind wir auf Anhieb die Nr. 3 in Belgien. Damit setzen wir den Ausbau unserer Präsenz in Europa zügig fort. E.ON ist heute in mehr als 30 Ländern aktiv und hat damit eine herausragende Position in Europa.“

Gérard Mestrallet, Vorstandschef der GDF SUEZ: „Diese bedeutende Transaktion ist ein Erfolg. Auf den zunehmend integrierten Strommärkten Nordwesteuropas, zu denen Belgien, die Niederlande, Frankreich und Deutschland gehören, bleibt die Erzeugungskapazität und das Risikoprofil von GDF SUEZ insgesamt unverändert. Mit der getroffenen Vereinbarung kommt ein neuer Wettbewerber auf den belgischen Markt. Dadurch verringert sich die Erzeugungskapazität des Electrabel-Kraftwerksparks bis 2010 auf 11.200 Megawatt. Das entspricht 65 Prozent der gesamten belgischen Kapazität. In Deutschland verfügen wir nunmehr über 2.000 Megawatt an Erzeugungskapazität und stärken so unsere nachhaltige und ausgewogene Position in der Erzeugung und im Vertrieb. Mit dem neuen 800 Megawatt-Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven, das 2012 ans Netz gehen soll, bauen wir dann unser Erzeugungsportfolio weiter aus.”

Mit Abschluss der Transaktion verstärkt GDF SUEZ die Präsenz in Nordwest-Europa und verbessert das geografische und physische Verhältnis des Erzeugungs- und Vertriebsportfolios. Gleichzeitig erhöht E.ON seine Erzeugungskapazität in Benelux auf 3.600 Megawatt. Der Tausch ist Teil der wettbewerbsfördernden Maßnahmen für den deutschen Energiemarkt, zu denen sich E.ON gegenüber der EU-Kommission 2008 verpflichtet hatte. Insgesamt hat E.ON die Abgabe von rund 5.000 Megawatt Kraftwerkskapazität sowie des Höchstspannungsnetzes in Deutschland zugesagt.

Der endgültige Abschluss der Transaktion bedarf noch der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Electrabel erwirbt:

  • Steinkohlekraftwerk Farge (350 MW)
  • Steinkohlekraftwerk Zolling (449 MW)
  • Gasturbinen mit einer Kapazität von 50 MW am Standort Zolling
  • 50 Prozent Beteiligung an Biomasseanlage am Standort Zolling (20 MW)
  • Kraftwerksgruppe Jansen :  Pumpspeicherkraftwerk Reisach (99 MW)  Laufwasserkraftwerk Trausnitz (1,8 MW)  Kraftwerk Tanzmühle mit einem Pumpspeicher- (28 MW) und einer Laufwasser-Anlage (3,3 MW) 
  • Strombezüge aus den Kernkraftwerken Krümmel, Gundremmingen und Unterweser (700 MW)

E.ON erwirbt:

  • Steinkohlekraftwerk Langerlo (556 MW)
  • Gaskraftwerk Vilvoorde (385 MW)
  • Strombezüge aus den Kernkraftwerken Doel 1, Doel 2 und Tihange 1 (770 MW) mit Lieferpunkt in Belgien und den Niederlanden.

  

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