E.ON verkauft Höchstspannungsnetz

  • Möglichkeit für erstes grenzüberschreitendes Übertragungsnetz in Europa
  • Regionale Verteilernetze bleiben Kern-Bestandteil des E.ON-Infrastrukturgeschäftes
  • Verpflichtung gegenüber EU-Kommission durch Veräußerung nahezu erfüllt

E.ON wird sein Höchstspannungsnetz in Deutschland an den staatlichen niederländischen Netzbetreiber TenneT, Arnheim, verkaufen. Darauf haben sich heute beide Unternehmen, nach bereits erfolgter Zustimmung der Aufsichtsgremien, geeinigt. Danach wird TenneT mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 alle Anteile der E.ON-Tochtergesellschaft Transpower Stromübertragungs GmbH (transpower) übernehmen, die das E.ON-Höchstspannungsnetz besitzt und betreibt. Die deutschen regionalen Verteilernetze, die den weitaus größten Teil des E.ON-Netzgeschäftes bilden, sind von diesem Verkauf nicht betroffen und bleiben elementarer Bestandteil des Infrastrukturgeschäftes von E.ON Energie, München. Der vereinbarte Unternehmenswert beläuft sich auf 885 Mio Euro. Der Kaufpreis zum 31.12.2009 beträgt auch unter Berücksichtigung der im Unternehmen vorhandenen Barmittel vorläufig 1,1 Mrd Euro. Der endgültige Kaufpreis für transpower wird zum Stichtag 31. Dezember aufgrund der erst dann endgültig feststellbaren Nettofinanzposition festgelegt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Mit dem endgültigen Vollzug wird Anfang 2010 gerechnet.

E.ON-Chef Wulf Bernotat: „Als reiner Netzbetreiber und strategischer Investor mit langfristigen Interessen kann TenneT den transpower-Mitarbeitern gute Perspektiven bieten. Gleichzeitig sehen wir durch TenneT die in Zukunft notwendigen hohen Investitionen in den weiteren Netzausbau, insbesondere im Hinblick auf die anspruchsvolle Aufgabe zur Anbindung von Offshore-Windparks gewährleistet. Durch die Zusammenführung der Netze von TenneT und transpower entsteht zudem das erste grenzüberschreitende Strom-Übertragungsnetz in Europa. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Integration des europäischen Elektrizitätsmarktes.Mit dem jetzigen Verkauf unseres Höchstspannungsnetzes und der bisher realisierten Abgabe von 4.800 Megawatt Kraftwerkskapazitäten haben wir unsere in 2008 gegenüber der EU-Kommission abgegebene Verpflichtung inzwischen nahezu erfüllt. Wenn man die Abgabe der Thüga mit berücksichtigt, dann hat E.ON in der Erzeugung, in der Verteilung und im Endkundengeschäft seine Positionen in Deutschland auf allen Stufen der Wertschöpfung signifikant reduziert. Gleichzeitig wurden dem Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt neue Impulse gegeben.“

Die Transpower Stromübertragungs GmbH ist 2009 aus der E.ON Netz GmbH hervorgegangen, die im Hinblick auf die Verpflichtung gegenüber der EU-Kommission in zwei unabhängige Teilbetriebe aufgespalten wurde. Das Höchstspannungsnetz (220/380 kv) wurde dabei mit einer Gesamtlänge von rund 11.000 Kilometern auf die TPS übertragen. TPS beschäftigt rd. 650 Mitarbeiter an den Standorten Bayreuth, Bamberg und Lehrte.

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