E.ON steigert Ergebnis erneut
- Adjusted EBIT sechs Prozent über Vorjahresniveau
- Ökonomische Investitionen auf Rekordniveau
- Steigerung des Adjusted EBIT und jetzt auch für den bereinigten Konzernüberschuss um 5 bis 10 Prozent erwartet
Ein deutlich schärferer Wettbewerb auf den europäischen Strom- und Gasmärkten sowie die weltweit weiterhin sehr hohen Rohstoff- und Energiepreise prägen das Ergebnis des ersten Halbjahres 2008 bei E.ON. In diesem zunehmend schwierigen Umfeld konnte das Unternehmen dennoch das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres übertreffen. Der Konzernumsatz stieg um 16 Prozent auf 41,2 Mrd EUR (35,6 Mrd EUR), das Adjusted EBIT lag mit 5,8 Mrd EUR um 6 Prozent über dem Vorjahresniveau (5,4 Mrd EUR). Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 8 Prozent auf 3,3 Mrd EUR. Im Zuge der Umsetzung des mit 63 Mrd EUR (im Zeitraum von 2007 bis 2010) größten Investitionsprogramms der Unternehmensgeschichte nahmen im ersten Halbjahr 2008 die ökonomischen Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen auf 15,8 Mrd EUR stark zu.
Scharfer Wettbewerb belastet E.ON UK und Gasgeschäft
Das Adjusted EBIT der Market Unit Central Europe übertraf mit 2.713 Mio EUR (2.544 Mio EUR) den Vorjahreswert um 7 Prozent. Positiven Preiseffekten im Großhandelsgeschäft standen erhebliche Belastungen durch die Stillstände der Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel seit Juli 2007 sowie gestiegene Brennstoff- und Strombezugskosten gegenüber. Das Adjusted EBIT von Pan-European Gas lag mit 1.679 Mio EUR (1.631 Mio EUR) um 3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Midstream-Geschäft sank das Adjusted EBIT. Das Adjusted EBIT im operativen Midstream-Geschäft nahm trotz des witterungsbedingten Mehrabsatzes und der höheren Erträge aus der Speicherbewertung ab. Aufgrund der Koppelung der Gas- an die Heizölpreise haben sich die Gasbezugskosten deutlich erhöht. Dadurch wurde das Ergebnis belastet, weil die Einkaufspreise der Heizölpreisveränderung schneller folgen als die Verkaufspreise. Darüber hinaus wirkte sich der wettbewerbsbedingte Druck auf die Verkaufspreise negativ aus, und Erträge aus der Portfolio-Optimierung des Vorjahres zwischen kontinentaleuropäischen und britischen Gasmärkten ließen sich preisbedingt nicht wiederholen. Demgegenüber stieg das Adjusted EBIT im Upstream-Bereich durch die steigenden Energiepreise und die Ausweitung der Produktion von Öl- und Gasmengen.
Das Adjusted EBIT der Market Unit UK ging um 24 Prozent auf 563 Mio EUR (741 Mio EUR) deutlich zurück. Für den Ergebnisrückgang waren unter anderem deutlich niedrigere Margen im Endkundengeschäft verantwortlich, die durch Verbesserungen des Ergebnisses im Erzeugungsbereich nicht kompensiert werden konnten. Auch aus der Aufwertung des Euro ergab sich für UK ein negativer Ergebniseffekt von mehr als 80 Mio EUR.
Das Adjusted EBIT der Market Unit Nordic erhöhte sich im ersten Halbjahr 2008 um 9 Prozent auf 517 Mio EUR (475 Mio EUR), bei der Market Unit US-Midwest sank das Adjusted EBIT wegen des im Vergleich zum US-Dollar starken Euro um 15 Prozent, lag in US-Dollar jedoch auf Vorjahresniveau.
Das Adjusted EBIT der neuen Market Unit Energy Trading von insgesamt 99 Mio EUR entfällt mit 42 Mio EUR auf die Optimierung des E.ON-Portfolios, der Eigenhandel konnte mit 57 Mio EUR zum Gesamtergebnis beitragen. Im Segment Corporate Center/Neue Märkte lag das Adjusted EBIT bei 39 Mio EUR. Die neuen Market Units Climate & Renewables, Italy und Russia trugen mit 29 Mio EUR, 75 Mio EUR und -37 Mio EUR zum Ergebnis bei.
Investitionen deutlich gesteigert
Der bereinigte Konzernüberschuss lag um 8 Prozent über dem Vorjahreswert. Im gleichen Zeitraum stiegen die ökonomischen Investitionen des Konzerns erneut deutlich. E.ON hat im ersten Halbjahr 2008 15,8 Mrd EUR und damit 13,2 Mrd EUR mehr investiert als im Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow des E.ON-Konzerns lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 um 1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.
Ausblick für den bereinigten Konzerüberschuss angehoben
Für das Jahr 2008 rechnet E.ON weiterhin damit, beim Adjusted EBIT das hohe Niveau des Vorjahres erneut übertreffen zu können und erwartet für den Konzern einen Anstieg des Adjusted EBIT von 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den bereinigten Konzernüberschuss erwartet E.ON im Jahr 2008 nunmehr ebenfalls einen Anstieg von 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: „Unser gutes Halbjahresergebnis zeigt, dass wir E.ON in einem harten Wettbewerb richtig positioniert haben. Mit der Übernahme der Assets in Spanien, Italien und Frankreich kommen wir bei der Internationalisierung von E.ON weiterhin zügig voran. Wie kein anderes Unternehmen unserer Branche verfügen wir heute über eine europäische Plattform für profitables, vor allem organisches Wachstum. Mit unseren Investitionen in neue Kraftwerke in ganz Europa werden wir konsequent die Ertrags- und Wachstumschancen der europäischen Energiemärkte nutzen.“ Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.