E.ON verbessert Ergebnisausblick für 2007


  • Dividendenerhöhung um 22 Prozent vorgeschlagen
  • Maßnahmenpaket zu Geschäftssteuerung, Wachstum, Kapitalstruktur und Ertragssteigerung für Ende Mai angekündigt

Nach dem starken Geschäftsjahr 2006 ist E.ON auch in das laufende Jahr sehr erfolgreich gestartet. Daher geht E.ON für das Gesamtjahr nunmehr davon aus, beim Adjusted EBIT das hohe Niveau des Vorjahres übertreffen zu können. Bisher war E.ON nur von einer leichten Steigerung ausgegangen.

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Ergebnisentwicklung 2006 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der heute in Essen stattfindenden Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 22 Prozent auf 3,35 € je Aktie vor. "Mit einer Dividendensumme von 2,2 Mrd € gehören wir wieder zu den ausschüttungsstärksten Unternehmen im DAX", betonte E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf Bernotat vor rund 6.000 Aktionären.

Umfassendes Maßnahmenpaket für Ende Mai angekündigt

E.ON ist heute bereits in über 20 Ländern präsent und wird jetzt in zwei neue Märkte - Spanien und Frankreich - eintreten. In dieser einzigartigen europäischen Präsenz liegt eine große unternehmerische Chance: besser als jedes andere Energieunternehmen kann E.ON über Ländergrenzen hinweg seine Investitionen optimieren und effiziente Strukturen formen. Ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Umsetzung dieser Möglichkeiten wird E.ON am 31. Mai präsentieren.

Im Projekt europe.on wird E.ON festlegen, welche Aufgaben künftig europäisch gesteuert werden. Dabei geht es insbesondere um die europaweite Optimierung der Stromerzeugung und der Klimaschutzaktivitäten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet ein Investitionsprogramm, mit dem die Infrastruktur modernisiert und neue Marktpositionen insbesondere im Bereich Erzeugung aufgebaut werden sollen. Für die kommenden Jahre wird sich E.ON zudem anspruchsvolle neue Ziele zur Ertragssteigerung setzen.

"Wir wollen künftig aktiv unsere Bilanz steuern. Dafür werden wir uns klare und messbare Zielgrößen setzen. In diesem Zusammenhang überprüfen wir nicht nur den Einfluss unseres Investitionsprogramms auf die Kapitalstruktur, sondern auch Themen wie Dividendenpolitik und Aktienrückkauf. Dabei geht es nicht um kurzfristige Einzelmaßnahmen, sondern um einen kontinuierlichen Prozess zur nachhaltigen Wertsteigerung", kündigte Bernotat an.

Impulse für mehr Wettbewerb in Europa

Als europäisch handelndes Unternehmen hat E.ON ein natürliches Interesse an der zügigen Entwicklung eines funktionierenden Energiebinnenmarkts. Dazu hat E.ON der EU-Kommission vorgeschlagen, zunächst einen kontinentaleuropäischen Kernmarkt für Energie -bestehend aus den Beneluxstaaten, Frankreich, Österreich und der Schweiz sowie Deutschland - zu schaffen, der nach und nach zu einem gesamteuropäischen Markt erweitert wird. "Ein solcher Kernmarkt wird den europäischen Wettbewerb schnell und wirkungsvoll ankurbeln. Die Entflechtung des Netzeigentums, wie sie die Europäische Kommission verfolgt, ist dazu ungeeignet", erklärte Bernotat.

Zur Intensivierung des Wettbewerbs im europäischen Markt hat E.ON bereits eine Reihe konkreter Maßnahmen umgesetzt. So stellt der Konzern erhebliche Zusatzkapazitäten für den internationalen Stromaustausch bereit und unterstützt aktiv die Zusammenführung der nationalen Strombörsen zu europäischen Börsenplätzen. In Deutschland erhält jedes Kraftwerk, das Wettbewerber im E.ON-Netzgebiet bauen, zügig den nötigen Netzanschluss. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Transparenz des Stromhandels deutlich verbessert und den Netzzugang im Gasmarkt vereinfacht. Mit "E WIE EINFACH" hat E.ON zudem erstmals ein bundesweites Angebot für Strom und Gas aus einer Hand in den Markt gebracht.

Weiterer Ausbau der europäischen Marktposition

Im Gegenzug für den Verzicht auf das Übernahmeangebot für den spanischen Energieversorger Endesa hat sich E.ON ein umfangreiches Beteiligungspaket gesichert. Es ermöglicht dem Konzern einen ausbaufähigen Eintritt in den spanischen Markt, eine deutliche Verbesserung der Position in Italien und den Aufbau einer hochinteressanten Erzeugungsposition in Frankreich. "Nach Nord-, West- und Osteuropa werden wir so auch im Süden Europas eine starke Präsenz aufbauen. Unser strategisches Ziel haben wir damit - wenn auch nicht im erwünschten Umfang erreicht, " erläuterte Bernotat.

Hohe Investitionen für Klimaschutz und Versorgungssicherheit

Bis 2012 wird E.ON verstärkt in erneuerbare Energien und höhere Energieeffizienz investieren. Beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren, die schon heute 11 Prozent zur Stromerzeugung des Konzerns beitragen, bildet die Offshore-Windenergie mit zahlreichen Großprojekten in Großbritannien, Nordeuropa und Deutschland einen klaren Schwerpunkt. Neue Kraftwerke wie das Steinkohlekraftwerk Datteln mit einem weltweit bislang unerreichten Wirkungsgrad von über 45 Prozent und das Gas-Kraftwerk Irsching mit 60 Prozent werden maßgeblich zu einer Verringerung von Treibhausgasen beitragen. Darüber hinaus arbeitet E.ON bereits an innovativen fossilen Kraftwerken mit nochmals höheren Wirkungsgraden und an künftigen Technologien zur CO2-Abtrennung und -speicherung.